Förderung

Residenzprogramm „Scholars in Residence“

Schwerpunktthema Ausschreibung Scholars in Residence 2013-2014:
Das Goethe-Institut und das Kulturwissenschaftliche Institut Essen schreiben erneut das wissenschaftliche Residenzprogramm „Scholars in Residence“ aus.

Bewerbungsfrist war der 8. April 2013.

Zum Programm:

Im Rahmen des Jahrs der Außenwissenschaftspolitik 2009 des Auswärtigen Amts hat das Goethe-Institut in Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) das Residenzprogramm „Scholars in Residence“ initiiert, das mehrwöchige gegenseitige Gastaufenthalte hoch qualifizierter Nachwuchsforscher aus den internationalen Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften vorsieht. Junge Wissenschaftler bekommen die Möglichkeit, intensive Kontakte zu anderen Forschern zu knüpfen, gemeinsam Projekte durchzuführen sowie langfristige bilaterale Kooperationen zu entwickeln.


Das Residenzprogramm soll den Ausbau internationaler wissenschaftlicher Kontakte unterstützen und den inner- und interdisziplinären Dialog zwischen Exponenten der „öffentlichen Wissenschaft“ fördern, die ein breites Publikum anspricht. KWI und Goethe-Institut versprechen sich von dieser dialektischen Perspektive einen Zugewinn an Aktivität im Kulturprojekt- und Forschungsbereich. Von der Vernetzung der Wissenschaftsszenen erwarten sich die Partner die Entfaltung einer produktiven Eigendynamik, von den Gastaufenthalten die Gewinnung neuer „Botschafter“ für Deutschland im Ausland.

Themen:

Klima und Kultur
Kultur und Konflikt/Erinnerungskultur
(Stadt-) Kultur und öffentlicher Raum
Migration und Integration
Wirtschaftsethik/Kultur und Ökonomie
Wissenschaft, Kultur und digitale Medien/Geistiges Eigentum


Scholars 2012/2013:


(Stadt-) Kultur und Öffentlicher Raum

Copyright Meagan Elliot Meagan Elliott (*1985) absolvierte einen Bachelor in Soziologie, sowie einen Master im Bereich Stadt- und Regionalplanung an den Universitäten Georgetown und Michigan. Derzeit promoviert sie in diesen Fächern an der Universität Michigan und untersucht wie die Stadtbevölkerung von Detroit im Angesicht des Bevölkerungs- und Ressourcenrückgangs ihre Stadtteile aufwerten und arbeitet an Handlungsempfehlungen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Stadt- und Kultursoziologie, wirtschaftliche Neugestaltung und Denkmalpflege. Durch ihre Teilnahme bei „Scholars in Residence“ möchte sie die Vernetzung zwischen der TU Dortmund und der Universität Michigan fördern, um sich mit dem gemeinsamen Forschungsschwerpunkt - dem Phänomen der „Shrinking cities“ - global und vergleichend auseinandersetzen zu können. Im Austausch mit ihrer Tandempartnerin Julia Sattler möchte sie vor Ort Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Ruhrgebiets in Deutschland und des „Rust Belt“ in den USA aufdecken.


Copyright Katrin Schluser Julia Sattler (*1980) ist Studienkoordinatorin der Fakultät Kulturwissenschaften an der Technischen Universität Dortmund sowie wissenschaftliche Koordinatorin des Forschungsprojekts „Spaces-Communities-Representations: Urban Transformations in the USA“ der Stiftung Mercator und der „Universitätsallianz Metropole Ruhr“. An der TU Dortmund legte sie auch ihr Staatsexamen in Anglistik und Amerikanistik ab. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Amerikanistik, African American Studies sowie Urban Studies. Im Anschluss an ihre Dissertation zum Thema „Family Secrets: Roots, Memory and Mixed Race Heritage in Contemporary America“, verfolgt sie ihr Habilitationsvorhaben zu postindustriellen Regionen in Deutschland und den USA. Die Teilnahme an „Scholars in Residence“ und der damit ermöglichte Forschungsaufenthalt in den USA betrachtet sie als essentiell für ihre vergleichende Analyse der Regionen Ruhr und Detroit im Kontext „(Stadt)-Kultur und öffentlicher Raum“.

(Stadt-) Kultur und Öffentlicher Raum

Copyright Andreas Brück Andreas Brück (*1980), geboren in Spanien, studierte Geographie an der Universität Bonn und spezialisierte sich mit einem Master im Bereich Internationale Kooperation und Stadtentwicklung an der TU Darmstadt sowie im Bereich Architektur an der UPC Barcelona. Derzeit promoviert Andreas Brück über die Auswirkungen der neuen digitalen Technologien auf städtische Systeme im Rahmen des Programms „Advanced Research in Urban Systems“ (ARUS) an der Universität Duisberg-Essen. Darüberhinaus liegt sein Forschungsschwerpunkt auf SMART Cities, Future Cities sowie Stadtplanung und -entwicklung. Seit 2011 arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Städtebau und Siedlungswesen am Institut für Stadt- und Regionalplanung (ISR) an der TU Berlin.
Zusammen mit Yazan Khalili aus Palästina widmet sich Andreas Brück im Rahmen von „Scholars in Residence“ dem Schwerpunktthema öffentlicher Raum und dem gemeinsamen Forschungsprojekt „Public Space - Ramallah vs. Berlin“.


Copyright Yazan Khalili Yazan Khalili (*1981), geboren in Syrien, lebt und arbeitet in und außerhalb Palästinas. Er hat Architektur an der Birzeit University studiert und schloss mit einem Master am Centre for Research Architecture am Goldsmiths College, London, ab. Als Fotokünstler erkundet er die Beziehung zwischen den sozialen und räumlichen Elementen der bebauten Umgebung. Seine Werke präsentierte er bereits in Brüssel, Palästina, London, Dubai, Granada, Rom und auf der Biennale in Venedig. Vor kurzem hat das British Museum seine Arbeiten erworben. Derzeit arbeitet er als Wissenschaftler für die neu etablierte “Research Image Foundation” (RIF) in Ramallah. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich visuelle Identität und visuelle Darstellung von Raum. 2009 war Khalili als Kurator für das „Arab Shorts“- Festival des Goethe-Instituts Kairo tätig. Im Rahmen von „Scholars in Residence“ reflektiert er, zusammen mit Andreas Brück aus Berlin, im Themenschwerpunkt öffentlicher Raum, was Berlin und Ramallah verbindet.

Migration und Integration

Copyright Susanne Becker Susanne Becker (*1981) ist Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt/Main. In ihrem Promotionsprojekt setzt sie sich mit postkolonialen Machtstrukturen und der (Nicht-) Anerkennung von Sprache als kulturelles Kapital auseinander. Nach ihrem Studium der Soziologie, Psychologie und Pädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, arbeitete sie dort unter anderem als wissenschaftliche Referentin am „Center for Advanced Studies“. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich Migrationsforschung, postkoloniale Theorie, Ethnologie sowie qualitative Methoden. Da sich ihre Forschung mit Sprachpolitik aus transnationaler Sicht beschäftigt, sieht sie ihre Teilnahme an „Scholars in Residence“ als Chance, um den nationalen Horizont ihrer theoretischen Annahmen und Methoden zu überwinden.


Copyright Yolandi Ribbens-Klein Yolandi Ribbens-Klein (*1978) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Sprachwissenschaften an der Universität Kapstadt und promoviert dort im Rahmen des Forschungsprojekts „Mobile Literacies - Digitale Kommunikation und Informationszugang in der multilingualen Gesellschaft“. Nach einem Bachelor in Diätetik an der Universität Stellenbosch, schloss sie einen Bachelor sowie Master der Linguistik an der Universität Kapstadt ab und übernahm dort zahlreiche Lehrtätigkeiten im Bereich Sprachwissenschaft. Soziolinguistik, linguistische Anthropologie und Dialektologie stellen ihre Forschungsschwerpunkte dar. Als Teilnehmerin bei „Scholars in Residence“ möchte sie ihr Dissertationsprojekt über die Konstruktion von örtlicher Identität und den Gebrauch von Sprache als soziale Praxis, weiterentwickeln. Dabei verspricht sie sich neue Impulse aus der deutschen sprach- und kulturwissenschaftlichen Forschungslandschaft.

Scholars 2011/2012
Scholars 2010/2011
Scholars 2009/2010

Links zum Thema

Deutschland denkt

Deutschland denkt
Deutsche Wissenschaftler gibt es viele, aber wie findet man genau die wissenschaftlichen Experten, die für ein aktuelles Projekt gebraucht werden?