Kunstvermittlung

Sasha Waltz, „Dialoge 09“. Foto: Bernd Uhlig
Da stehen sie ... sprachlos, wie vom Blitz getroffen. So wurden kunstbeflissene Touristen in Florenz beispielsweise von dem Fotografen Thomas Struth festgehalten – als Sinnbild des direkten, des un-mittelbaren Erlebens von Kunst, das die Frage nach der Notwendigkeit von Vermittlung zwischen dem Werk beziehungsweise den darin manifest gewordenen Absichten des Künstlers einerseits und dem Betrachter andererseits obsolet zu machen scheint. Ja beginnt das, was Kunst ausmacht, nicht gar erst dort, wo die Erklärbarkeit aufhört? Von Ulrike Prinz und Isabel Rith-MagniMehr ...

DOSSIER

    Bazon Brock, Besucherschule, documenta 4, 1968, Museum Fridericianum, Kassel. Foto: Hans Puttnies, © documenta Archiv

    Kunstvermittlung als Kunst? Kunst als Kunstvermittlung?

    Oder: Warum Kunst und Kunstvermittlung manchmal dasselbe ist. Von Eva SchmittMehr ...
    Workshop auf dem Symposion zur Vermittlung zeitgenössischer Kunst, Hamburg, Mai 2005. Konzept und Durchführung: Nanna Lüth / Ulrike Stutz. Foto: © Nanna Lüth

    Arbeiten im Widerspruch

    Kunstvermittlung als (selbst)kritische Praxis. Ein institutionskritischer und partizipatorischer Ansatz im Unterschied zu einer affirmativen, reproduktiven und dienenden Museumspädagogik. Von Carmen MörschMehr ...
    Projekt der NGBK von Mona Jas mit der Menzel-Oberschule, Berlin. Foto: Tonia Andresen

    Mischen: possible – eine KunstMittlung

    Wie eine Künstlerin versucht, Menschen, die an ihren kuratorischen Projekten teilnehmen, anzustacheln, ihre private Lebenssituation zu überdenken. Ein Erfahrungsbericht. Von Wibke Behrens und Mona JasMehr ...
    Workshop für Museumspädagogen in Alta Gracia bei Córdoba, Argentinien, 2011, vom Goethe-Institut durchgeführt. Foto: Larisa Stalldecker

    Mit Goethe ins Museum

    Sechs südamerikanische Goethe-Institute eröffnen eine Initiative zu einem spannenden Dialog über die Bildungsarbeit an Museen. Von Karin RottmannMehr ...
    Schwarze Strohhalme, Kreativprojekt „Handeln und Denken“, pädagogischer Workshop des Instituto Tomie Ohtake, São Paulo. Foto: Mariana Galender

    Bildung als poetische Handlung

    Pädagogische Arbeit in Kultureinrichtungen stellt die Verbindung von Leben und Kunst infrage. Von Stela BarbieriMehr ...
    Museo de la Independencia, Bogotá, Kolumbien. Foto: Camilo Sánchez

    Das neue Museum der Unabhängigkeit Kolumbiens

    Die Erneuerung des Museums begann mit einem pädagogischen Prozess und bezog neben Experten und Spezialisten auch die Museumsbesucher ein. Von Daniel Castro BenítezMehr ...
    „Dymaxion Map“, Zeichnung von Nicolás Paris zur Illustration eines Gedankens von R. Buckminster Fuller

    Zwischen Nord und Süd

    Sechs international tätige Kuratoren, Künstler und Pädagogen äußern sich zur Vermittlungsaufgabe und zu einem Kulturaustausch auf Augenhöhe. Von Isabel Rith-MagniMehr ...
    „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“. Bühneninstallation des Fluxus-Oratoriums von Christoph Schlingensief im Deutschen Pavillon der Biennale von Venedig, bei dem nach einer Idee von Schlingensief die Fassadeninschrift GERmania durch EGOmania ersetzt wurde. Foto: © Roman Mensing, artdoc.de

    „Egomania“

    Der Deutsche Pavillon bei der Biennale von Venedig. Ein Kommentar der Kuratorin. Von Susanne GaensheimerMehr ...
    „Via Intolleranza II“, Aufführung in Wien, Arsenal, am 12. Juni 2010, mit Christoph Schlingensief. Foto: Georg Soulek, Burgtheater

    Von Afrika lernen

    Zwischen Europa und Afrika eine nicht paternalistische Beziehung zu gestalten – dieses Anliegen der Kunstvermittlung verfolgte der Regisseur und Performancekünstler in seiner Oper Via Intolleranza II und dem von ihm initiierten Operndorf-Projekt in Burkina Faso. Von Christoph SchlingensiefMehr ...
    William Kentridge, „Nashorn auf der Bühne“, 2004/05, Zeichnung für die Oper „Die Zauberflöte“, Privatsammlung, New York. © William Kentridge

    „Je länger man ein Ding anschaut ...“

    Wie europäische Theaterfestivals mit globaler Exotik umgehen. Von Renate KlettMehr ...
    „Gardenia“, les ballets C de la B / Alain Platel & Frank Van Laecke, Aufführung im Rahmen des Festivals „Heimspiel 2011“. Foto: Luk Monsaert

    „Wem gehört die Bühne?“

    Bei interaktiven Theaterprojekten wird Kunstvermittlung selbst zu einer künstlerischen Praxis. Überlegungen zum partizipativen Theater und der Kunst der sozialen Intervention. Von Friedhelm Roth-LangeMehr ...
    Paul Cézanne, „Montagne Sainte-Victoire“, um 1890, Musée d'Orsay, Paris, Frankreich. © bpk / RMN / Hervé Lewandowski

    Kann man Kunst verstehen?

    Die implizite Voraussetzung jeder Kunstvermittlung ist die Erklärbarkeit eines Kunstwerks und die Versprachlichung des Anschauungsobjektes. Aber ist dies philosophisch gerechtfertigt? Zur Kunst der Interpretation. Von Jakob SteinbrennerMehr ...
    Humboldt-Box, temporäre Architektur für Informationszwecke zum geplanten Humboldt-Forum an diesem Ort. Foto: © Karsten Pagel

    In Bewegung: Das Humboldt-Forum

    Das für den Berliner Schlossplatz geplante Kulturforum sollte sich nicht als etwas „Abgeschlossenes“ präsentieren, sondern als etwas, dass sich in einem kontinuierlichen Wandlungsprozess befindet. Von Viola König und Monika ZessnikMehr ...
    Casa Daros, Río de Janeiro, Sitz von Daros Latinamerica in Lateinamerika. Foto: Fábio Caffé/Imagens do Povo
Cortesía de Casa Daros

    Zwischen Zweifel und Möglichkeit

    Die Bestimmung von Kunst und Pädagogik ist es, Hypothese zu sein – so der kunstpädagogische Leiter der Casa Daros in Rio de Janeiro. Von Eugenio Valdés FigueroaMehr ...
    Regina José Galindo, „Falscher Löwe“, 2011, Skulptur aus Bronze und Gold aus Guatemala, nachgebaut von Ángel und Fernando Poyón. Foto: © Rodolfo Fiorenza, Courtesy der Künstlerin und von Prometeogallery di Ida Pisani, Mailand/Lucca

    Was heißt Biennalisierung?

    Notizen zur kulturellen Mittlerrolle der globalen Finanzwelt und zur Produktion von globalem kulturellen Kapital. Von Simon SheikhMehr ...
    Luis Camnitzer, „Das Museum ist eine Schule“, 2010, Gestaltung der Eingangsfassade von El Museo del Barrio, NewYork, während der Retrospektive, die Daros Latinamerica dort 2011 für den Künstler ausrichtete. Sammlung El Museo del Barrio, New York. Courtesy des Künstlers. Foto: Jason Mandella, Courtesy El Museo del Barrio

    Der Künstler, der Wissenschaftler und der Magier

    Es herrschen Missverständnisse darüber, was es heißt, Kunst zu „erklären”. Das beweisen Behauptungen wie „Das Werk spricht für sich selbst“ und die falsche Annahme, dass man banalerweise ein Kunstwerk wortwörtlich beschreiben könnte. Von Luis CamnitzerMehr ...
    Kunst ist ein Gut, das jedermann gehört. Mai 2011, Resistencia, Chaco, Argentinien. Foto: Carolyn Christov-Bakargiev

    Über die allmähliche Verfertigung einer Ausstellung beim Schreiben

    Auszüge aus dem „Brief an einen Freund“, den die künstlerische Leiterin der dOCUMENTA (13) verfasste. Von Carolyn Christov-BakargievMehr ...
    Heinrich von Kleists Briefe an den Verleger Johann Friedrich Cotta im Schiller-Nationalmuseum. Foto und © Deutsches Literaturmuseum Marbach

    Zeichen unter der Lupe

    Ist Literatur ausstellbar? Wie lässt sich Sprache sichtbar machen? Erkundungswege in den Marbacher Literaturmuseen zu Heinrich von Kleist (1777–1811). Von Heike GfrereisMehr ...

    PANORAMA

      Szene aus „Fitzcarraldo“ von Werner Herzog, 1982, mit Klaus Kinski in der Hauptrolle. © Werner Herzog Film

      Die Hornisse

      Ein Verrückter genießt in der ganzen Welt späten Ruhm – außer in Deutschland. Zu Besuch beim Filmregisseur Werner Herzog in den Hollywood Hills. Von Jörg HäntzschelMehr ...
      „Don Quichote“, Inszenierung von aufBruch, JVA Tegel in Berlin, 2011. Foto: Thomas Aurin

      Brückenbau mit Gitterstäben

      Ein doppeltes Symposiumsprojekt in Santiago de Chile und Berlin verbindet Knasttheatermacher aus Europa und Lateinamerika. Von Tom MustrophMehr ...
      Bertha Calán Alquejay, Ehefrau von Benigno Luch, der am 3. Oktober 1982 auf dem Landgut von La Merced (Chimaltenango) verschwand. Foto und © Gervasio Sánchez

      Der Mensch muss uns heilig sein

      Es gibt kaum einen Wertekonflikt, bei dem man sich nicht auf die universelle Gültigkeit der Menschenrechte beruft beziehungsweise diese abstreitet. Zum Ursprung der Menschenrechtserklärung. Von Hans JoasMehr ...
      Olintla, Mexiko. Foto: Hans Haufe

      Bedrohte Landschaftsarchitektur in Mexiko

      Die Bewahrung des einzigartigen landschaftlichen und architektonischen Erbes der Sierra Norte von Puebla ist in Zeiten der Globalisierung von existenzieller Bedeutung für die gesamte Region und ein Modell für andere mexikanische Bundesstaaten sowie ganz Lateinamerika. Von Hans HaufeMehr ...
      Mónica Álvarez Herrasti, „Pesca pop“, 2011, Illustration für die Zeitschrift HUMBOLDT. © Mónica Álvarez Herrasti

      Zweihundert Jahre Solidarität

      Revolutionsromantik und die Verklärung ursprünglicher Lebensart prägten das Selbstverständnis der europäischen Linken in ihrem Bezug auf lateinamerikanische Reformbewegungen. Von Tobias RupprechtMehr ...
      Urs Jaeggi. Foto: Thomas Knauf

      Der tanzende Buchstabe oder „Kunst ist überall“

      Der Schriftsteller, Soziologe und Künstler Urs Jaeggi. Von Anne HuffschmidMehr ...

      Humboldt als E-Paper

      Lesen Sie das Humboldt Heft 156 „Kunstvermittlung“ auf Ihrem Smartphone, Blackberry oder eReader!
      Zum Download ...

      Jetzt bestellen

      Jetzt bestellen

      Interessierte Leser können Humboldt über den Goethe-Webshop bestellen.
      8,50 € versandkostenfrei
      Zum Goethe-Webshop ...