Bildung – zwischen Hirn und Herz

Über Humboldt

Humboldt fördert und gestaltet den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Südamerika mit. Autoren aus dem iberischen und deutschen Sprachraum kommen zu Wort. Humboldt greift aktuelle Diskussionen zu Themen des geistigen und kulturellen Lebens auf beiden Seiten des Atlantiks auf.
Susan Aldworth, „Cogito Ergo Sum 3”, 2006, Gicléedruck, 250 x 200 cm. Courtesy of the artist and GV Art London

Editorial

Bildungsideale wechseln zurzeit schneller als Handytarife. Die Bildungsinstitutionen kommen kaum hinterher, und alles, was sie versuchen, erscheint systemlos. Von Ulrike Prinz und Isabel Rith-MagniMehr ...

DOSSIER

    Darstellung der Seele als präzise zugeschnittene Reihe von Vermögen, aus: Gregor Reisch (1470–1525), „Margarita, philosophica nova“, 1512, Holzschnitt. © Dresden, Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek / Deutsche Fotothek / Regine Richter. Foto: Courtesy Deutsches Hygienemuseum, Dresden

    Das Ideal der humanistischen Bildung

    Welche Art der Bildung – zwischen Hirn und Herz – brauchen junge Menschen in Zeiten des ökonomischen Wettbewerbs und Pragmatismus? Von Guillermo Hoyos VásquezMehr ...
    Poyet, „Der Kopf des Erfinders“, Titelbild von „La Nature“, 1890, Nr. 1, Buchdruck. © Leipzig, Universitätsbibliothek. Foto: Courtesy Deutsches Hygienemuseum, Dresden

    Die Emotionsmaschine

    Literatur bildet sowohl das Hirn als auch das Herz. Sie befeuert die Emotionen und dient nicht nur der Bildung, sondern auch der Manipulation. Von Jorge VolpiMehr ...
    Charles Bell (1774–842), „Oberflächliche Sektion des Gehirns“, in: „The Anatomy of the Brain, Explained in a Series of Engravings“ (Die Anatomie des Gehirns, beschrieben in einer Serie von Stichen), Manuskript, Tafel 1, 1802, Aquarell mit Bleistift. © Wellcome Library, London. Foto: Courtesy Deutsches Hygienemuseum, Dresden

    Der vollkommene Genuss

    Nicht nur die Naturwissenschaften, auch die Künste beschreiben menschliche Wirklichkeit und werden von ihr bestimmt, sie bilden Herz und Verstand. Von Cristina Peri RossiMehr ...
    Katharine Dowson (*1962), „My Soul”, 2005, Glas, 24,3 x 40 x 30 cm. Courtesy of the artist (www.katharinedowson.com) and GV Art (www.gvart.co.uk). Foto: Courtesy Sunderland University

    Fühlt mein Gehirn?

    Philosophische Bemerkungen zur Lage der Emotionsforschung in Deutschland. Von Matthias KroßMehr ...
    Darstellungen der aristotelischen Theorien zum Bewusstsein. Aus: „De corpore et anima“, um 1497, Manuskript, 22 x 15,8 x 1,1 cm. Manchester, The John Rylands University Library, The University of Manchester. © Reproduktion: Courtesy of the University Librarian and Director. Aus der Ausstellung „Images of the Mind“, Deutsches Hygienemuseum Dresden

    Herzensbildung

    Gefühle und Empfindungen: Vom Wandel der Erziehungsideale über die Jahrhunderte. Von Ute FrevertMehr ...
    Graffiti-Werk von Suso 33 für die Ausstellung „Esto no es Graffiti“ im CICUS (Zentrum für kulturelle Initiativen der Universität von Sevilla). Foto: José Martos (Sevilla Creativa, estudio@sevillacreativa.com)

    Turbulenzen des Verlangens und der Emotion

    Ethnografie der Affektkulturen in Veracruz: Vom Ritual zur Selbsthilfegruppe. Von Juan Antonio Flores MartosMehr ...
    Stadtbibliothek am Mailänder Platz, Stuttgart, Eröffnung 2011. Architekt: Eun Young Yi (1956, Korea). Foto: Kraufmann/Manu Harms. © Landeshauptstadt Stuttgart

    Vom Bildungskanon im Zeitalter des Internet

    Der Rahmen des Wissens, innerhalb dessen viele gesellschaftlich bestimmende Gruppen und Personen sich in einem gemeinsamen Wissensbestand, einem „Bildungskanon“, aufgehoben fühlten, muss neu definiert werden. Von Wolfgang FrühwaldMehr ...
    „White Matter Fibers, Brainstem and Corpus Callosum”. Courtesy of the Laboratory of Neuro Imaging and Martinos Center for Biomedical Imaging

    Macht Mehrsprachigkeit schlau?

    Was macht unser Gehirn, wenn wir Sprachen lernen? Von Janna DegenerMehr ...
    „White Matter Fibers, Brainstem and Corpus Callosum”. Courtesy of the Laboratory of Neuro Imaging and Martinos Center for Biomedical Imaging

    Bildung ohne System

    Ein Handlungsappell gegen die systematische Verschwendung von Ressourcen gepaart mit der medialen Vermüllung der Köpfe der nächsten Generation. Von Manfred SpitzerMehr ...
    Der Ceibal-Plan, 2009. © Foto: Luciano Dossena

    Verstand und Gefühl im Klassenzimmer

    Initiativen wie „One Laptop per Child” zeigen Erfolge in Alphabetisierungsprogrammen. Wie sieht der Unterricht der Zukunft aus? Von Sérgio BrancoMehr ...
    José Moreno Villa (1887–1955), Ansicht der Residencia de Estudiantes, Zeichnung, 1926. © Residencia de Estudiantes, Madrid

    Oxford in Madrid

    Vom Krausismo zur Residencia de Estudiantes. Und wie es weiterging. Von Rilo ChmielorzMehr ...
    Wilhelm von Humboldt gilt als geistiger Vater des humanistischen Bildungsideals. Sein Denkmal vor dem Hauptgebäude der Humboldt-Universität in Berlin wurde während einer Kundgebung 2009 „besetzt“. Foto: Hannibal Hanschke. © dpa

    Bildung zum schönen Charakter

    Ist das Humboldt’sche Bildungsideal in der modernen Wissensgesellschaft obsolet geworden? Ein Zwischenruf. Von Rosa TennenbaumMehr ...
    Anthroposophie als Kosmosophie. „Willst du die Welt erkennen, schau in dich selber. Willst du den Menschen erkennen, schau in die Welt. D Denken/ F Fühlen / W Wollen. Blauer Wirbel: Welterkenntnis der Vergangenheit. Oranger Wirbel: Welterkenntnis der Zukunft.“ Foto und © Rudolf Steiner Archiv, Dornach

    „Bildung zwischen Hirn und Herz“: Wie viel Geist benötigt Bildung?

    Es ist ein Missverständnis, Bildung auf ein Mittel zum Zweck in Hinblick auf den Arbeitsmarkt zu reduzieren. Zu einigen Fragen, die in der aktuellen Bildungsdebatte gerne ausgeblendet werden. Von Marcelo da VeigaMehr ...
    Indianische Musiker in der Chiquitanía, Bolivien. Aus der Fotoserie „Bach in the Bush“. Foto und © Christopher Pillitz

    „Unser Orchester ist ein Schatz“

    Im bolivianischen Tiefland setzten die Jesuiten ab Ende des 17. Jahrhunderts Musik als Missionierungsstrategie ein. Doch welchen Stellenwert hat die musische Bildung und musikalische Erziehung für die gesellschaftliche Integration heute? Von Victoria EglauMehr ...
    Eduard Swoboda, „Ein kleiner Bücherwurm“, Öl auf Leinwand auf Malkarton, 1902

    Bildung

    Eingeladen zu einem Beitrag über Eros als pädagogisches Prinzip, lieferte uns Sibylle Lewitscharoff, in der Literaturzeitschrift Literaturen 2012 als eine der wichtigsten deutschsprachigen Autorinnen der Gegenwart bezeichnet, einen autobiographischen Rückblick, den sie lapidar unter den Begriff „Bildung“ setzte. „Eros“, platonisch verstanden als das Movens, das uns zur Weisheit führt, diese leidenschaftliche Liebe, die vom Schönen, Wahren und Guten angezogen wird, schimmert durch ihren Lobgesang auf das Weltwissen durch Bücher. Von Sibylle LewitscharoffMehr ...
    Bücheresel, Kolumbien, 2007. Foto: Andrés Sarria Sanguino

    Literarische Hausbesuche und andere Alphabetisierungsbrücken

    Eselsohren gegen Leseferne in Deutschland und Lateinamerika. Von Rike BolteMehr ...
    Alfred Meyerhuber, Wahrzeichen von MARIPOSA. Foto und © Andreas Weber

    MARIPOSA oder die transformative Kraft der Kunst

    Der Schmetterling, das Symbol der Metamorphose, steht für Umdenken und gesellschaftliche Veränderung. Von Ulrike PrinzMehr ...
    Hannah Hurtzig: Mobile Akademie. Veranstaltung im HAU1 (Hebbel am Ufer), Berlin 2009. Foto: Thomas Aurin

    Intime Bekenntnisse eines „Schwarzmarkt“-Besuchers

    Zur „Mobilen Akademie“ der Dramaturgin Hannah Hurtzig. Von Wolfgang BehrensMehr ...
    „Toda Mafalda”, Ediciones de la Flor, 1993. © Joaquín Salvador Lavado (Quino)

    Mafalda als Schulkind

    Bernard Shaw sagte einmal sinngemäß, dass seine Schulzeit die einzige Unterbrechung seiner Bildung bedeutet habe. Trifft solch Paradox auch auf Mafalda zu, die sprühendste Erfindung, die Quinos Fantasie entsprang? Von Ricardo BadaMehr ...

    PANORAMA

      Theaterprobe zu „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing, in Kombination mit dem Sekundärdrama „Abraumhalde“ von Elfriede Jelinek. Thalia Theater, Hamburg, 2009. Regie: Nicolas Steman. Foto: Bodo Marks, © dpa

      Kultur der Toleranz. Kultur der Anerkennung

      „Stammesdenken“ und Globalisierung prägen die Weltkultur in diesem neuen Jahrtausend. Obgleich die beiden Phänomene entgegengesetzt zu sein scheinen, kommen sie ohne einander nicht aus. Von Miguel GiustiMehr ...
      „Antígona Oriental” („Antigone aus Uruguay“) nach dem Drama von Sophokles und Zeugnissen von politischen Exhäftlingen, Töchtern und Exilierten. Regie: Volker Lösch. Dramaturgie: Marianella Morena. Foto: Gustavo Castagnello

      „Antígona Oriental”

      Gefangene, Exilierte und deren Töchter wehren sich gegen das Verdrängen des Staatsterrorismus und bestehen darauf, die Massenmörder zu verurteilen und die „Verschwundenen” zu beerdigen. Volker Löschs Theaterinszenierung gibt Frauen das Wort, die Opfer der Diktatur in Uruguay (1973–1985) waren. Von Mariangela GiaimoMehr ...
      „Beben”, Text und Regie: Guillermo Calderón. Premiere Düsseldorfer Schauspielhaus 21. April 2012. Foto: Sebastian Hoppe

      Beben in Düsseldorf

      Vor 200 Jahren schrieb Kleist eine Novelle über die imaginäre Zerstörung der Stadt Santiago de Chile. Ein chilenischer Autor und Theaterregisseur erzählt hier, wie er diese literarische Fantasie nun nach Deutschland zurückspielte. Von Guillermo CalderónMehr ...
      Christian Gottlob Fechhelm (1703–1759), Figurine „Re americano“ zur Oper „Montezuma“ (Libretto: Friedrich II., Musik: Carl Heinrich Graun). Sammlung Louis Schneider, Berlin. Foto: culture-images/Lebrecht Music & Arts

      Hoher Zoll für den Aztekenfürsten

      2012 gibt der 300. Geburtstag des Preußenkönigs Friedrich II., des gnadenlosen Feldherrn und begnadeten Erbauers der barocken Schlossanlage Sanssouci in Potsdam, Anlass zu einer Revision dieser ambivalenten Figur. Auch in seinem Libretto zur Montezuma-Oper kann man seinen Vorstellungen zu Toleranz, Aufklärung, Herrschaft auf den Grund zu gehen. Von Frieder ReininghausMehr ...
      Klara Lidén, ohne Titel, Poster Painting, 2010. Courtesy the artist and Galerie Neu (Berlin)

      Urtext im Schrank

      Ein Beitrag zur Suche nach den echten Mythen im Gedenkjahr der Gebrüder Grimm. Von Mark MünzelMehr ...
      „Totenwache“, Tepito, Mexiko-Stadt, Oktober 2010. Foto: Frida Hartz

      „Mirar y creer” – Schauen und glauben

      Ein Fotoprojekt in den urbanen Szenarien von Mexiko-Stadt und Buenos Aires enthüllt uns neue Religiositäten, wie sie sich in den prekären und temporären Gemeinschaften des städtischen Lebens der beiden lateinamerikanischen Megalopolen herausbilden. Von Anne HuffschmidMehr ...
      Künstlerbuch „El Mar“ – Pablo Neruda (2004). Grafische Gestaltung: Gisela Oberbeck, Typografie: Christa Schwarztrauber. Cortesía de la artista. Foto: Mario Steigerwald

      Ein Grandseigneur des Dialogs zwischen Kulturen und Menschen

      In memoriam Curt Meyer-Clason (1910–2012) Von Berthold ZillyMehr ...

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