Sonntag:
Sophies Eltern haben mich in München am Bahnsteig gleich
erkannt - ich hatte ja vorher auch ein Foto von mir geschickt.
Von München fahren wir mit dem Auto noch mal eine gute
Stunde, teilweise durch eine Finsternis, wie ich sie noch nie
gesehen habe. Das Haus von Sophies Familie in Riederau sieht
hübsch aus, auch schön groß. In Sophies Zimmer
werde ich dann daran erinnert, dass ich nicht im Urlaub bin.
Da liegt ihr Hausschlüssel und eine Nachricht: "Du musst
um sechs aufstehen... Eine Haltestelle nach dir steigt Heidi
in den Bus, das ist eine Freundin von mir, die zeigt dir dann
alles... Schulbücher liegen im Spind
in der Schule... Und du musst einer Freundin
das ausgeliehene Video mitbringen... Und bitte schreib alles
mit, was auf der Tafel steht..." Dann sehe ich den
chaotischen
Stundenplan
- fast jeden Tag sechs verschiedene Fächer, in Hamburg
haben wir viel mehr Doppelstunden. Ich
gehe nochmal ins Wohnzimmer, Sophies Vater und ihr Freund Richi
unterhalten sich dort. Sie sprechen nicht viel Dialekt, aber
sie haben viele so Ausdrücke wie: "Schmarrn".
Den kenne ich ja noch. Aber "passt
scho"? Das rufen sie mir zu, als ich Gute Nacht
sage.