| Zubereitung:
Zwiebeln
und Knoblauch fein hacken und in 50 g Butter hellgelb andünsten.
Hefe darüberbröckeln und verrühren, bis sie sich vollständig aufgelöst
hat. Mit Brühe und Mehl aufkochen, mit 50 G. Butter vermischen und
abkühlen lassen. Die kalte Masse mit Essig und Gewürzen abschmecken
und gut vermischen. Im Kühlschrank ca. 14 Tage haltbar
Julia Steger
und Teresa Heiduk (Cham)
Nickis Spezial-Gurken-Salat:
Aus
vier Eßlöffeln Balsamico-Essig, einer Knoblauchzehe (zerdrückt),
Kräutersalz, Pfeffer und etwas Zucker eine Marinade rühren. 100
Gramm bulgarischen Schafskäse mit einer Gabel zerdrücken und in
das Dressing rühren. Eine große Salatgurke hobeln und eine halbe
Stunde in der Soße marinieren. Zwei Tomaten kleinwürfeln und mit
gehacktem, frischem Schnittlauch untermischen, abschmecken und noch
mindestens 20 Minuten ziehen lassen. Fertig!
Gisela Harlander,
München
Feldsalat:
Rezepte
hätte ich ganz viele, aber eins ist ein ganz besonderes, weil es
einfach geht, aber alle sind immer sehr beeindruckt sind, wenn ich
diesen Salat serviere. Man kauft 150 bis 200 Gramm Feldsalat, wäscht
und trocknet ihn. Dann öffnet man eine Dose Himbeeren, schüttet
sie (ohne den Saft) in eine Schüssel, zerquetscht sie mit einer
Gabel, gibt ein paar Spritzer Olivenöl dazu und zwei drei kräftige
priesen Pfeffer. Umrühren, das Dressing mit dem Feldsalat mischen
und das Ganze 20 Minuten ziehen lassen. Dazu passen dünn geschnittenen
Grapefruitscheiben. und ein mit Pistazien und Thymian bestreuter
Ziegenkäse, den man bei 200 Grad fünf Minuten im Backofen erwärmt
hat.
Partick Tippelt,
21, Bochum
Lavinia Brancaccio,
Neu-Ulm
Mein absoluter
Favorit in Sachen kulinarischer Genuss ist, nein: sind...
"Vaheiadde"
Weil
sich Verheiratete als Bezeichnung für eine Suppe auf Hochdeutsch
recht bescheuert
anhören würde, habe ich mein Lieblingsessen gleich in badischer
Mundart bezeichnet. Andere wünschen sich zum Geburtstag vielleicht
ein Mehr-Gänge-Menü, mir reicht eine Suppe mit diesem Namen. Die
Zubereitung dauert keine 30 Minuten. Man nehme Kartoffeln, schäle
sie und schneide sie in längliche, mindestens daumendicke Schnitzchen.
Während die Kartoffeln kochen, rühre man aus Mehl, Eiern, Salz und
vielleicht etwas Milch einen Spätzleteig zusammen. Spätzle sind
übrigens ebenso wie Maultauschen und Schupfnudeln (Bubespitzle heißen
sie auf schwäbisch) eine ebenso badische wie schwäbische Spezialität.
Nachdem man Gemüse- oder Fleischbrühe zu den gekochten Kartoffeln
ins Wasser gegeben hat, fülle man die Brühe mit den separat gekochten
(möglichst geschabten) Spätzlen auf. Eine Ladung gut gerostete Zwiebeln
dazu - fertig ist die Heirat von Kartoffeln und Spätzlen.
Ich liebe diese Suppe nicht nur, weil sie super schmeckt und pappsatt
macht, sondern weil sie mich an meine Großmutter erinnert. Sie wohnte
im gleichen Ort, in Friedrichstal (Baden) und fuhr früher mindestens
ein Mal im Monat mit zwei großen Töpfen Vaheiadde im Fahrradkorb
vor. Das war der beste Essen-auf-Rädern-Service,
den man sich vorstellen kann.
Viele Grüße
aus Leipzig,
Thomas Hornung
Ich
bin übrigens 23 Jahre alt, ausgebildeter Verlagskaufmann und studiere
hier seit einem Semester Diplom-Journalistik und Politik (Magister).
Rezept: "Xaver schmeiß
in Pott"
"Xaver
schmeiß in Pott" ist der kreative Umgang mit dem Inhalt vom
Kühlschrank. Das Interessante daran ist, dass es jedes Mal anders
schmeckt. Das Lieblingsgericht unserer WG entwickelt sich immer
weiter. Der letzte Xaver war ein Eintopf (nach einer Schneeballschlacht
ist der besonders angesagt). Damit ihr auch einmal mit Xaver Bekanntschaft
machen könnt, werde ich ihn hier beschreiben:
1 Zwiebel, 1 Stange Porree in einem großen Topf anbraten, (Fleisch
nach Wahl hinzugeben), mit Salz und Pfeffer würzen und weiter
braten. Karotten, Kartoffeln, putzen und in kleine Würfel schneiden;
Champignons putzen und halbieren, alles hinzugeben und mit Brühe
ablöschen, bis das Gemüse gar ist, weiter köcheln lassen.. Dann
Pfirsiche (Dose) hinzugeben.
Die Mengen sind eigentlich egal. Es hängt davon ab, wie viele Esser
das sind und was der Kühlschrank hergibt. Am besten schmeckt Xaver,
wenn er direkt aus dem Topf mit Löffeln gegessen wird. Dann hat
das richtig was von Lagerfeuer-Romanik.
Amélie Freytag,
24, Kiel
Rezept: "Grießpudding"
Zubereitung:
In sämtlichen Standart Kochbüchern meiner Mami heißt der Grießpudding
meistens Grießbrei (so ein Schwachsinn) und werden völlig falsche
Informationen geliefert:
-
"Man soll das Eigelb erst reintun, wenn der Grieß schon
aufgequollen ist." Bäh, das gibt eklige gelbe Fäden
im schönen stratiatella-farbenen Grießpudding; ich empfehle:
weglassen.
-
Die Kochbücher geben
a) viel zu wenig Grieß an. Dann wird es kein Pudding, sondern
ein dünner Brei. Ich empfehle 50%-75% mehr Grieß reintun. Außerdem
bewirkt eine Steigerung des Grießpuddinggehalts einen proportionalen
Anstieg des Plopp-Blubber Effektes, das heißt, die Blassen werden
größer, ploppen lauter und spritzen weiter.
b) viel zu wenig Vanille an. Vanille ist für den Pudding-Geschmack
wichtig. Deshalb entweder nur Vanille Zucker verwenden (NICHT
den billig Supermarkt Vanillin Zucker, eklig, oder die doppelte
Vanille Dosis reinhauen.
c) viel zu viel Zucker an. Grießpudding ist zwar geil, aber
zu viel Zucker zerstört den Grießvanille-Geschmack. Also, die
Zuckermenge ruhig um ein Viertel oder Drittel verringern.Mensch
kann ja immer noch nachzuckern.
-
Der Eierschnee kommt meistens zu kurz. Ok, für einen Liter Milch
vier Eiweiß, aber eher mehr. Am besten etwas Salz reintun (Den
Trick hat mir meine Omi verraten, dadurch wird das Eiweiß steifer).
Eierschnee (NIEMALS einrühren, sondern immer unterheben) erhöht
die Stabilität des Puddings, gibt ihm mehr Vollumen, er geht
leichter runter und wird lockerer. Außerdem kann man ihn dann
leichter werfen oder mit Löffeln schleudern (Er pappt nicht
mehr so leicht, weil das Eiweiß und das Fett die Stärke binden
(hab noch kein Chemie, sorry, ich kann euch das chemisch nicht
erklären, ist aber so)).
Soviel zur Zubereitung. Bleibt noch zu sagen, das man, wenn man
noch keinen Wasserbadtopf (Kaufen, Leute, kaufen) hat, immer kräftig
rühren muss. Sonst brennt er nämlich an. Jup. Das ist der Punkt.
Aber auch beim Verzehr wird einiges falsch gemacht! Mensch muss
den Pudding warm essen, nicht kalt, so wie es falsch in Mamis Kochbuch
steht. Am besten mit etwas Sahne.
Warum ich Grießpudding so lebenswert finde?
Er ist ein Genuss, wenn man den Grießpudding mit allen Sinnen spürt:
Spürt, wie er
warm und sanft die Speiseröhre runter rutscht. Sieht die wogende,
weiße Masse, wie sie bei jeder Vibration ihre Form verändert. Riecht,
den Duft nach Vanille, der von ihm verströmt. Spürt, sein Kribbeln
auf dem Finger, wenn man den letzten Rest aus dem Topf streicht?
Es gibt kein passendes Verb dafür, ihr müsst es selbst erleben.
Hört, wie der Eierschnee leise knistert. Und natürlich der Geschmack,
dieses unvergessliche Aroma, aus Zucker, Vanille, Grieß. Kombiniert
mit der Milchbasis. Einfach göttlich. Wirklich extrem genießenswert.
Philip,
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