Die Brezel

Aufgabe zum Leseverstehen

Einer der Texte ist eine Tatsache, der andere eine Legende. Entscheide dich!

Ein zum Tode verurteilter Bäcker im Schwabenland muss ein Rätsel lösen, damit ihm die Freiheit geschenkt wird: ein Gebäckstück zu fertigen, durch das die Sonne dreimal scheinen kann. Der Bäcker formte Teig zu einer länglichen Wurst und verschränkte diese zur typischen Brezelform.
Die an verschränkte Arme erinnernde Form gab der Brezel den Namen. Denn Brezel kommt von brachium (lat. für Arm). Wahrscheinlich formte man schon im Altertum Teig zu Brezeln, womöglich als Totenschmuck zur Grabbeigabe. Im Mittelalter wurde die Brezel vor dem Backen in eine Salzlauge getaucht, und wurde als klösterliches Fastengebäck in ganz Europa populär. Mit den Holländern kam die "Pretzel" im 17. Jahrhundert nach Amerika. Heute erfreut sie sich nicht zuletzt im Berliner Nachtleben großer Beliebtheit, wo sie von herumziehenden Händlern aus Bauchläden feilgeboten wird.

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