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DA STECKT VIEL DRIN
Geld stinkt nicht? "Und ob", sagt Robert Jelinek aus Wien,
und er weiß es ganz genau. Denn vor einigen Monaten beauftragte er eine
Parfümfirma, den Geruch von Geld herauszufinden. Experten im Duftlabor
filterten die Geruchsbestandteile, Druckerschwärze, Papier, Metall und
ein wenig Reinigungsmittel aus frischgedruckten Schilling-Banknoten, und
komponierten daraus dann "Cash". Robert reist nun mit dem Duft
des Geldes im Gepäck durch Deutschland und Österreich; er will die Wirkung
dieses Dufts testen. Einen Club hat er sich als erstes Testfeld für "Cash"
ausgesucht. "Cash" wurde einfach in die Nebelmaschinen geschüttet,
und die Besucher tanzten, ohne es zu wissen, zum Duft des Geldes. "Beschwert
hat sich über den Gestank niemand", sagt Robert, und deshalb soll
sein Duft bald an geeigneten Orten zu kaufen sein. "Banken wären
am besten, vielleicht gibt's das Geldparfüm dort zum Weltspartag - oder
für Leute, die keinen Kredit mehr bekommen." Aber auch wer die 60-Milliliter-Flasche
"Cash" kauft, wird ein gutes Geschäft machen: Der Duft von umgerechnet
200000 Mark wird für nur vierzig Mark zu haben sein.
LUKAS GRASBERGER
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