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Eine Karikatur
Digital oder nicht-digital, wo ist die Bibliothek?

Von Rana Haj Yahia

Ich saß lange da und mich fragte mich, wie ich meine Erfahrung der Webinare „Emerging International Voices – Digital Libraries“ zusammenfassen kann. Etwas störte mich an der Idee, einen einfachen Artikel mit Einsichten und Statistiken zu schreiben. Nicht, dass es keine gab, aber ich fühlte mich einfach nicht wirklich inspiriert. Dennoch gab es eine Reihe von Ideen, die meine Aufmerksamkeit erregten:

  • Geschichtenerzählen ist nicht dasselbe, wenn es virtuell geschieht (Luke Swarthout, New York Public Library);
  • Wir können die Aktivitäten der Bibliothek im Freien ausbauen (Marie Østergaard, Öffentliche Bibliotheken in Aarhus);
  • Und Katrin Schuster (Stadtbibliothek München) fragt, wie wir Verstand und Gefühl bei der virtuellen Verschiebung übertragen. 
Ich möchte gleich klarstellen, dass ich die Bedeutung der Entwicklung und Ausweitung der digitalen Plattformen der Bibliotheken und die Notwendigkeit, diese für die Nutzer*innen freundlicher, einfacher und zugänglicher zu gestalten, voll und ganz anerkenne. Aber wie die Redner*innen einhellig einräumten, stehen wir im Bereich der virtuellen Bibliotheken an einem Scheideweg, insbesondere während der COVID-19-Pandemie. Auf der ganzen Welt musste jede Bibliothek innovativ sein, um ihre grundlegenden Dienste an der Öffentlichkeit auch unter Lockdown und sozialer Distanzierung weiterhin anbieten zu können.
 
Während der Sitzungen fühlte ich mich nicht ganz wohl. Ich dachte mir: „OK, hier gibt es gute Ideen, die man anpassen kann“, aber meine Bedenken konzentrierten sich darauf, wie die Dinge in der öffentlichen Bibliothek in Kfar-Saba (Israel), in der ich als Bibliothekarin arbeite, funktionieren. Haben wir genügend Ressourcen, um dies zu verwirklichen? Lohnt es sich zu investieren? Ist es das, was unsere Nutzer*innen wünschen? Wie die meisten Redner*innen bestätigten, liegt der Schlüssel darin, die richtige Balance zwischen den materiellen und digitalen Plattformen der Bibliothek zu finden. Ich glaube, dass jede Bibliothek je nach ihrer lokalen Gemeinschaft und deren Bedürfnissen ein ihr eigenes Gleichgewicht hat; jede muss ihre eigenen Prioritäten festlegen in Bezug auf die – auch potenziellen – Bedürfnisse ihrer Nutzer*innen.

Der Schlüssel liegt darin, die richtige Balance zwischen den materiellen und digitalen Plattformen der Bibliothek zu finden. Ich glaube, dass jede Bibliothek je nach ihrer lokalen Gemeinschaft und deren Bedürfnissen ein ihr eigenes Gleichgewicht hat.


Auf diese Weise fand ich endlich heraus, was mich wirklich störte: Es war die erhöhte Arbeitsbelastung, der wir während des laufenden zweiten Lockdowns aufgrund von COVID-19 ausgesetzt waren. Wir leihen Bücher aus, je nach Wunsch geliefert oder per Abholung, und bearbeiten täglich eine Unzahl von neuen Bitten und Fragen mit einer begrenzten Anzahl von Mitarbeiter*innen. Daher beschloss ich, mit unseren lieben Leser*innen diese keinesfalls repräsentative* Karikatur zu teilen. Sie ist ein kleines Beispiel der Schwierigkeiten, mit denen wir es als Bibliothekar*innen in der öffentlichen Bibliothek von Kfar-Saba täglich zu tun haben.
Eine Karikatur
Rana Haj Yahia
(*) Die meisten Leser*innen sind mit E-Books, digitalen Plattformen oder der Nutzung des Katalogs auf der Website vertraut.

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