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Bibliothekar*innen für die Zukunft: Wie geht es weiter?

Von Madiareni Sulaiman

„Das virtuelle Zusammentreffen mit globalen Bibliotheksgemeinschaften bei der IFLA WLIC 2021 hat mir gezeigt, dass Empathie die beste Basis für Bibliothekar*innen der Zukunft und die effektivste Grundlage für Wandel ist. Handeln beginnt vor der eigenen Haustür!“

Der IFLA-Weltkongress WLIC 2021 wurde von 17.-19. August 2021 erstmals online durchgeführt und war eine äußerst erfolgreiche Veranstaltung mit mehr als 2500 Teilnehmer*innen weltweit. Es fanden Sessions zu einer ganzen Reihe von Themen statt, die alle Aspekte der Rollen abdeckten, die Bibliotheken, Bibliothekar*innen und Informationsfachleute übernehmen. Über die interaktive Website konnten die Teilnehmenden mehr über die Konferenz erfahren und sich einen Zeitplan zusammenstellen sowie virtuelle Networking-Sessions mit den Vortragenden und anderen Teilnehmer*innen besuchen. Mir gefielen die Gaming- und Wellness-Zonen auf der Website, wo man sich mit Yoga oder verschiedenen Spielen und Quizzen (die sogar die indonesische Insel Komodo erwähnten!) entspannen oder in der IFLA-WLIC-2021-Fotokabine ein virtuelles Foto machen konnte. 

Der virtuelle Kongress war ein einzigartiges Erlebnis und umfasste drei Tage mit Veranstaltungen, die in drei verschiedenen Zeitzonen stattfanden! Als Teilnehmerin aus der Region Asien (Jakarta) hatte ich keine Probleme, die folgenden Themen auszuwählen und mitzuverfolgen, die mich interessieren. Dazu gehören Innovation, Statistik und Daten-/digitale Kompetenzen, die von Bibliothekar*innen und Informationsfachleuten eingesetzt werden. Die Diskussionen, an denen ich zu diesen Themen teilnahm, inspirierten mich, meine Gedanken als zukünftige Bibliothekarin und Triebkraft des Wandels an meiner Institution zu teilen.

Die Entwicklung einer innovativen Geisteshaltung könnte Bibliothekar*innen und Informationsfachleute dazu ermutigen, Problemlösungsmechanismen aktiver und kreativer einzusetzen. Im Konferenzteil Library Futures/Libraries Inspire hatten die Stipendiat*innen von „Emerging International Voices“ am Design-Sprint-Workshop des Goethe-Instituts teilgenommen und ihre eigenen Prototypen entwickelt, um vorgegebene Probleme in Bezug auf Informations- und Internetkompetenzen bei der Nutzung von Bibliotheksdienstleistungen zu lösen. Wir präsentierten drei Rollen, die eingesetzt werden könnten, um mithilfe mehrerer Perspektiven verschiedener Benutzer*innen mit unterschiedlichem Alter, Geschlecht und persönlichen Präferenzen Bibliothekslösungen zu entwickeln. Mit der Design-Sprint-Methode können die Stipendiat*innen Empathie entwickeln, ihre Ideen und Gedanken klassifizieren und letztlich durch Kollaborationen, Konzeption und die gemeinsame Erstellung von Programmen für Benutzer*innen auf die Probleme reagieren.

Was ist mit den Daten, die täglich in der Bibliotheksarbeit generiert werden? Wie können wir ihre Nutzung maximieren, um mehr über unsere Bibliotheksbesucher*innen zu erfahren?

Die von IFLA Statistics and Evaluation organisierte Konferenz vermittelte uns ein gutes Verständnis davon, wie sich aussagekräftigere und tiefer schürfende Studien und Umfragen durchführen lassen. Eine Möglichkeit besteht darin, die in der Arbeit und den Dienstleistungen einer Bibliothek versteckten Datensatz-Perlen ausfindig zu machen. Es wurden einige Fragen gestellt, um diese versteckten Perlen ausfindig zu machen und eine tiefer greifende Diskussion mit den Teilnehmer*innen anzustoßen. In der Session nahm Corrado di Tillio (@corradoditillio) auch auf den ersten Tag der IFLA WLIC 2021 und die Identifizierung der Bedürfnisse von Benutzer*innen mithilfe der #designthinking-Methode Bezug. Die Kombination aus qualitativen und quantitativen Maßnahmen bedeutet für die Entwicklung von Bibliotheksprogrammen einen Mehrwert, insbesondere bei Programmen, die in der Evaluierung selten bewertet werden.

Da ich auch forschende Datenbibliothekarin bin, fand ich das Library-Carpentry-Meeting am letzten Tag der Konferenz sehr nützlich für einen genaueren Blick auf die Bandbreite des Datenkompetenz-Upgradeprogramms im globalen Kontext. Ich habe seitdem begonnen, mich nach Online-Seminaren und Schulungen zum Forschungsdatenmanagement umzusehen, um meine beruflichen Kompetenzen zu erweitern. Ich habe gelernt, dass Empathie die beste Basis für Bibliothekar*innen der Zukunft und die effektivste Grundlage für Wandel ist. Werde einfach aktiv! Und vergiss nicht, dein Netzwerk über eine fortlaufende globale Zusammenarbeit weiter auszubauen.

Dann beginnt für dich eine bemerkenswerte Reise … :)

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