Berlinale-Blogger Erfahrung versus Erstlingswerke

Berlinale
© Berlinale

Der deutsche Film hat in diesem Berlinale-Jahr viel zu bieten. Neben Altmeistern im Wettbewerb präsentieren junge, aufstrebende Regisseurinnen und Regisseure sich und das Gastgeberland.

Mit Wim Wenders und Werner Herzog finden sich zwei der wichtigsten Vertreter des deutschen Films im diesjährigen Wettbewerb der Berlinale wieder. Wenders’ Film Every Thing Will Be Fine zeigt die Auswirkungen eines tragischen Unfalls auf die Beteiligten, während Herzogs Film Queen of the Desert das Leben einer Forscherin zu Beginn des 20. Jahrhunderts nachzeichnet, die den Orient bereist. Neben diesen auch international bekannten Namen stehen zwei weitere deutsche Regisseure im Wettbewerb: Andreas Dresen schickt mit Als wir träumten eine Studie über eine Gruppe von Jugendlichen ins Rennen, die beim Erwachsenwerden den Verfall der DDR miterleben. Ein gemeinsamer Roadtrip von einander Fremden durch Berlin wird in Sebastian Schippers Victoria erzählt. Deutsche Geschichte tritt gegen ein modernes Porträt der deutschen Hauptstadt an.   

Fokus auf Familiengeschichten

In der Sektion Perspektive Deutsches Kino präsentieren die jungen Wilden des Films oftmals ihre Erstlingswerke. In diesem Jahr scheinen Familienporträts im Vordergrund zu stehen. In Ein idealer Ort von Anatol Schuster sucht eine Familie vom Land ihr Glück in der Großstadt, in Tom Sommerlattes Im Sommer wohnt er unten wird eine Geschwisterbeziehung durch Machtspiele auf die Probe gestellt. Es wird auf jeden Fall spannend werden, die unterschiedlichen Herangehensweisen der jungen Regisseurinnen und Regisseure an das Thema Familie, mit dem jeder Zuschauer etwas Persönliches verbindet, zu beobachten.

Hommage an Wim Wenders

Die Fans von Klassikern können sich an die Wim Wenders gewidmete Hommage halten. Seine größten Erfolge wie Der Himmel über Berlin oder Paris, Texas können von älteren Bewunderern noch einmal und von jüngeren Zuschauern, wie mir, zum ersten Mal auf der Leinwand entdeckt werden.