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Berlinale-Blogger 2019
#BerlinalePeople: Helene Hegemann, Autorin

Helene Hegemann
Helene Hegemann | Foto (Ausschnitt): © picture alliance /Georg Wendt

Autorin und Schauspielerin Helene Hegemann verrät, was ein preiswürdiger Film mitbringen sollte.

 

Name & Tätigkeit: Helene Hegemann, Autorin (Axolotl Roadkill, Jage Zwei Tiger, Bungalow), Drehbuchautorin (Torpedo), Filmemacherin (Axolotl Overkill), Schauspielerin (Deutschland 09).
 

Wie häufig haben Sie die Berlinale schon besucht?
Dies ist meine 9. Berlinale.

Sie haben im Sommer 2017 auf Einladung des Toronto International Film Festival (TIFF) und des Medienboard Berlin-Brandenburg an einem Residency-Programm in Toronto teilgenommen. Was haben Sie von dort  mitgenommen – abgesehen von Ihrem Traum von einem Aussteigerleben in der kanadischen Wildnis?
Ich glaube, für jeden Filmemacher ist es extrem wichtig, ab und zu an Orten zu sein, wo man noch nie vorher war. Außerdem war es eine tolle Erfahrung, hautnah mitzuerleben, wie man generell in Kanada mit dem Film als Kulturgut umgeht und wie sehr kulturelle Gegensätze in Toronto als Chance verstanden werden. Ich hatte das Glück, direkt im Festival Tower über dem TIFF zu wohnen, wo ich mir erst eine Godard-Retrospektive anschauen konnte und direkt danach Atomic Blonde.

Wir sind uns gerade beim DOK Filmfestival Leipzig begegnet, wo wir in der Jury saßen und lebhafte Diskussionen darüber führten, was Film kann, was er tun und sein sollte. Woran machen Sie es fest, dass Sie gerade einen preiswürdigen Film gesehen haben?
Ich merke das bereits in den ersten zehn Minuten, und zwar daran, dass ich etwas sehe, das sich abseits der Gewohnheiten bewegt und nicht nur bekannte Standards neu aufbereitet – was jedoch viel seltener der Fall ist, als man meinen würde.

„Ich dachte an Marlon Brando, von dem ich damals glaubte, er sei James Dean. Ich habe ihn in einen Topf geworfen mit all den anderen toten Hollywood-Stars und mir quasi in meiner Fantasie einen Eintopf gekocht aus privilegiertem, verrottendem immer gleichem männlichen Fleisch“ – das ist ein Zitat aus Ihrem neuen Roman „Bungalow“. Können Sie sich diesen Text als Film vorstellen, bei dem Sie vielleicht sogar, ähnlich wie bei dem erfolgreich auf dem Sundance Film Festival gelaufenen „Axolotl“ Regie führen?
Mit Sicherheit nicht. Bungalow sollte jemand anderer machen. Das wäre auch keine teure Angelegenheit: eine Location, drei Schauspieler und ein paar tote Tiere.


Sie haben uns davon erzählt, wie qualvoll und gleichsam beglückend es ist, ein Drehbuch zu schreiben. Ihr erstes haben Sie bereits mit 14 verfasst. Wird es ein weiteres geben?
Natürlich.

Was steht nach der Berlinale als nächstes bei Ihnen auf dem Programm?
Ein Film, auch wenn dieser noch nicht gepitcht worden ist …
 

Teil einer laufenden Serie mit Miniprofilen auf dem Blog Deutscher Film @ Kanada zu den Machern und Impulsgebern, die die Berlinale zu einem der wichtigsten Events im internationalen Filmkalender machen: die Filmemacher, Programmgestalter, Kuratoren, Branchenförderer und Besucher

 

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