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Videointerview
Kunst und Leben

Interview mit Nina Hoss
Im Film „Schwesterlein“ spielt Nina Hoss die Theaterautorin Lisa, die ein Stück für ihren kranken Bruder Sven schreiben möchte – und dabei wieder zu sich selbst findet. | Filmstill (Detail): © Beta Cinema

In dem Film „Schwesterlein“ spielt Nina Hoss eine Frau, die ihren krebskranken Bruder wieder auf die Theaterbühne bringen will. Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin spricht über die Macht der Kunst – und wie eine Familie mit dem Thema Sterben umgeht.

Kann Kunst lebenserhaltend sein? Im Film Schwesterlein will Lisa – gespielt von Nina Hoss – unbedingt ein Stück für ihren kranken Bruder Sven schreiben. Für das Zwillingspaar hat die Kunst einen hohen Stellenwert: Lisa ist Theaterautorin, der Bruder stand als Schauspieler auf der Bühne – bis zu Svens Leukämiediagnose, die beide am kreativen Wirken hindert.
 


Nina Hoss selbst sagt: „Der Schauspieler braucht dieses Gefühl, und wenn du ihm dieses Gefühl und diese Möglichkeiten nimmst, dann tötest du ihn schneller als jede Krankheit das könnte.“ Sie ist der festen Überzeugung, dass Kunst über eine große Lebenskraft verfügt. Im Film, der im Wettbewerb der 70. Berlinale lief, beschließt die von Nina Hoss verkörperte Lisa, ihrem Zwillingsbruder ein Stück „auf den Leib“ zu schreiben, um „seinen Leib“ zu retten: eine Adaption von Hänsel und Gretel. Indem Lisa auf diese Weise versucht, gegen die Krankheit anzukämpfen, findet sie am Ende wieder zu sich selbst zurück – und Sven kann „gehen“.

Der Film verhandelt verschiedene Perspektiven auf die Wirkmacht von künstlerischem Schaffen und Selbstverwirklichung. Und er beschäftigt sich mit der Frage: Wie gehe ich mit einem schwer kranken Familienmitglied und dem unvermeidlichen Thema Tod um.

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