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Gezeichnetes Bild, 2 Personen sitzen nebeneinander, zwischen ihnen ein Radio, aus dem Geräusche kommen Illustration: Tobias Schrank © Goethe-Institut

Zeit zuzuhören

Die aktuelle Situation zwingt viele Menschen auf der ganzen Welt, zu Hause zu bleiben. In dieser Isolation hören sie die Nachrichten einer globalen Krise und Bedrohung. Wie in Boccaccios „Il Decamerone” und vielen anderen Mythen und Büchern anderer Kulturen folgen auf die Beschreibung des Unglücks: Geschichten.

Das Projekt „Zeit zuzuhören” bietet eine Sammlung von Geschichten – erzählt von Erzähler*innen aus allen Bereichen der Kunst, von überall auf der Welt.

Portraitbild von Giuseppe Caputo, Bogota © Giuseppe Caputo

Giuseppe Caputo
Der Spiegel und der Schild

Der Erzähler erinnert sich an seine Kindheit, in der seine Mutter ihn betteln schickte und Schuldner abwimmeln ließ. Eine Erfahrung, die bis heute in seinen Träumen wiederkehrt. Mit welchen Gefühlen blickt er zurück?

Portraitbild von Anita Nair, Bangalore © Anita Nair

Anita Nair
Begegnung mit dem Schmuggler

Seit ihrer Kindheit erzählt ihr Vater von seinen Reisen mit einem Zug – auf einer der kürzesten Bahnstrecken Indiens. Doch nie gelingt es der Erzählerin, selbst einmal mit diesem Zug zu fahren. Bis sie schließlich den Auftrag eines Reisejournals bekommt – und ein Trip voller Überraschungen beginnt, der mit der Begegnung mit einem Verbrecher aus Not endet. Soll die Erzählerin ihn anzeigen?

Portraitbild von Marius Ivaškevičius, Vilnius © Marius Ivaškevičius

Marius Ivaškevičius
Wie ich Nationaldichter werden sollte

Eines Tages bekam der Theaterautor Marius Ivaškevičius die Anfrage aus einer ihm unbekannten autonomen Republik in Südsibirien: Er sollte der National-Theaterschriftsteller Chakassiens werden. Er lehnte ab – doch er hatte nicht mit der Hartnäckigkeit der Chakassen gerechnet…

Portraitbild von Itamar Vieira Junior © Itamar Vieira Junior

Itamar Vieira Junior
Almas Weg

Wenig ist bekannt über Alma, die im 18. Jahrhundert eine Gemeinde gegründet hat, in der heute 900 Familien leben. Alma war eine ehemalige Sklavin. Sie ging 400 Kilometer zu Fuß aus der Hauptstadt. Welche Erfahrungen sie auf ihrem Weg machte, welche Gedanken sie beschäftigten, was sie antrieb, imaginiert Itamar Vieira Junior.

Portraitbild von Lapdiang A. Syiem © Lapdiang A. Syiem

Lapdiang A. Syiem
Liebe Mama!

Von ihrer Wohnung aus blickt die Erzählerin auf einen Fluss, einen Friedhof – und eine Straße zwischen beiden; gewissermaßen zwischen Leben und Tod. Sie erzählt von ihrer Mutter, erinnert sich an deren göttinnengleichen Fähigkeiten, an ihre Marotten. Und wendet sich da an ihre „Liebe Mei!“ – ihre „Liebe Mutter“ – um ihr eine Botschaft zwischen Leben und Tod zu senden. 

Portraitbild von Gamel Apalayine © Gamel Apalayine

Gamel Apalayine
Erklimme jeden Berg

Als David 7 Jahre alt ist, sieht er im Fernsehen eine Szene aus dem Hollywood-Klassiker „The Sound of Music“: Eine Nonne singt das Lied „Climb every mountain“, das David von da an begleitet und ihm an einem wichtigen Punkt seines Lebens die Kraft gibt, eine schwierige Entscheidung zu treffen.

Portraitbild von Alissa Ganieva © Alissa Ganieva

Alissa Ganieva
Wie ich mich aus dem Fenster stürzte

In ihrer Schulzeit entdeckte Alissa Ganieva eines Tages eine Art Balkon unterhalb des Fensters ihres Klassenraums. Weil sie erkannte, dass die anderen diesen nie wahrgenommen hatten, wettete sie, sie würde sich aus dem Fenster stürzen. Und sie sprang wirklich, mit anderen Folgen als sie vorausgesehen hatte.

Portraitbild von Jordi Puntí © Jordi Puntí

Jordi Puntí
Der verschlossene Raum

In seiner Studentenzeit mietete Jordi Puntí mit Freunden in Barcelona eine Wohnung. Der Vermieter behielt den Schlüssel zu einem fensterlosen Raum, den die Freunde nicht betreten durften. Die Freunde begannen zu spekulieren: Befand sich eine pornographische Sammlung darin? Fiel da nicht Licht unter der Tür hervor? War es ein Tor zur Hölle? Was war das Geheimnis des verschlossenen Raumes?

Portraitbild von T. C. Boyle, der eine Mütze trägt © T. C. Boyle

T. C. Boyle
Der Bär

Ein Ausflug mit der Familie, ein Haus im Wald. Die marinierten Hühnchen bruzzeln auf dem Lagerfeuer – und locken unerwarteten Besuch an. T. C. Boyle erzählt eine Geschichte mit überraschender Wendung, die zeigt, dass es selbst in den schlimmsten Situationen noch eine Erlösung geben kann.

Portrait von Gali Mir Tibon; sie hat lange Haare und trägt einen grünen Pullover © Gali Mir Tibon

Gali Mir-Tibon
Wie ich meine Mutter verriet

Galis Mutter kam als Waisenkind nach Israel aus der Bukowina, wo sie sich und ihrem Bruder mit ihren Nähkünsten das Überleben gesichert hatte. Das Mädchen schämt sich seiner Mutter, weil diese keine gebürtige Israelin ist. Trotz der Mutters Hilfe besteht Gali den Nähkurs in der Schule nicht.

Igiaba Scego © Igiaba Scego

Igiaba Scego
Eine kurzlebige Utopie

Eindrücke von einer Straße in Rom, die sich völlig von den anderen unterscheidet. Menschen, die nicht hinter materiellen Dingen her sind, die ihren Geschichten in ihren Gedanken folgen und eine Farbe wahrnehmen, die immer wieder zurückkommt ...

Portraitbild von Simon Stranger © Simon Stranger

Simon Stranger
Warten im großen weiten Ozean

Der 19-jährige Simon segelt ein Jahr lang auf einem kleinen Schiff mit einem Freund und dessen Vater durch das Mittelmeer, die französische und spanische Küste entlang. Trotz eines Schiffbruchs, beschließen sie, ohne Motor weiterzumachen, wie in den alten Zeiten.

Herta Müller © Herta Müller

Herta Müller
Füchse gehen in die Falle. Ich gehe nicht in die Falle!

Als Kind in Rumänien sollte Herta Müller einen neuen Wintermantel bekommen. Einen mit Kragen und Manschetten aus Fuchsfell. Beim Aussuchen des Fuchsfells fiel ihr die Ähnlichkeit zwischen Fuchs und Jäger auf. Der Geheimdienst folgte ihr später in ihre Wohnung und hinterließ Zeichen.

Hallgrimur Helgason © Hallgrimur Helgason

Hallgrímur Helgason
Das Steak ist vielleicht übergrillt

Als Bildender Künstler in New York bekommt Hallgrímur Helgason eines Tages Besuch von einem isländischen Landsmann, der sich im Laufe des Abends immer exzessiver betrinkt. Beim Essen kommt es zu einem vielsagenden Fauxpas.

Portraitbild von Sofi Oksanen © Sofi Oksanen

Sofi Oksanen
Wo eine bessere Zukunft entworfen wurde

Sofi Oksanen erzählt von einem Ort, an dem zu Zeiten der Sowjetunion – unbeobachtet vom Staat – ein freier Gedankenaustausch gedeihen konnte. Ein Ort, an dem jahrzehntelang Träume und Hoffnungen bewahrt wurden und seit Generationen eine einzigartige Kunst gepflegt wird ...

Portraitbild von Shamin Chibba © Shamin Chibba

Shamin Chibba
Vali

Shamin Chibba erzählt die Lebensgeschichte seiner Großmutter. Dabei fließen Gegenwart und Vergangenheit ineinander: Erinnerungen an ein hartes Leben, an politische Ereignisse in Indien, Schicksalsschläge genau wie Alltagserlebnisse… Momente eines Lebens.

Jeaninne Masika Harrysson © Jeaninne Masika Harrysson

Jeaninne Masika Harrysson
Nimm meine Geschichte!

Gegen die Angst und das Gefühl der Einsamkeit, das sich in diesen Zeiten einschleicht, handeln die Worte in diesem poetischen Text, der mit den Zeilen schließt: „… so entsteht Liebe“.

Portraitbild von Ken Follett © Ken Follett

Ken Follett
Die 99. Frau

Katharina wird von ihrem Vater, dem Zar, an den Sultan verheiratet. Sie ist seine 99. Ehefrau und direkt nach ihrer Hochzeit vergisst er sie. Bei einer Disko, die der Sultan veranstaltet, werden den Musikern die Augen verbunden. Da verrutscht die Augenbinde des gutaussehenden Gitarristen und die Geschichte nimmt ihren Lauf...

Portraitbild von Bae Suah © Bae Suah

Bae Suah
Wie Panther in leeren Straßen

Bae Suah hat ein Schreibstipendium in Marokko. Doch ihr Aufenthalt nahm unerwartete Formen führte zu neuen Eindrücken – und zum Anblick von Katzen, die wie Panther durch leere Straßen streifen, mit Gesichtern, die wirken, als seien sie verkleidete Propheten. 

Bild von Pavlina Marvin im Wald © Pavlina Marvin

Pavlina Marvin
Ein Mantel mit all seinen Blumen

Pavlina Marvin erzählt von Irini, einer Freundin, die ihr in Studienzeiten einen geblümten Mantel geschenkt hat, den sie bis heute trägt und auf dem noch alle Blumen vorhanden sind. Als sich die beiden jüngst in Athen treffen wollten, kam Irini nicht – sie kümmerte sich um einen Inder, der aufgrund der Pandemie seinen Job verloren hatte und so in große Not geriet.

Bild von Michal Hvorecký vor einem Bücherregal © Michal Hvorecký

Michal Hvorecký
Haben Sie Bücher meines Großvaters?

Der Schriftsteller und Übersetzer Michal Hvorecký arbeitet in einer Bibliothek in Bratislava, in die eines Tages ein Herr kam und sich als Enkel eines weltbekannten Schriftstellers ausgab. Diese Begegnung sollte Folgen haben.

Bild von Steinunn Sigurðadottir vor einem Gemälde © Steinunn Sigurðadottir

Steinunn Sigurðadottir
Ein Geschenk des Großvaters

Die Geschichte von Steinunn Sigurðadottir beginnt am Fuße von Europas größtem Gletscher Vatnajökull. Im Jahre 1910 wurde dort eine Magd schwanger – vom Hausherren, weshalb sie, wie es leider üblich war, den Hof verlassen musste. Sie ging nach Reykjavík, zu Fuß, was damals 7 Tage lang dauerte.
So beginnt eine Reise durch die Jahrzehnte, an deren Ende Steinunns Lebensgeschichte anfängt. Und eine Geste der Großzügigkeit und Herzensgüte offenbart wird.

Umsetzung: Thomas Böhm (Texte, Redaktion und Konzeption), Dr. Anne-Bitt Gerecke, Martin Bach, Marie Kiewe (Redaktion und Konzeption), Marcus Sporkmann (Videoredaktion) und Eliphas Nyamogo (Redaktion)

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