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Eine gute GeschichteIllustration: Tobias Schrank © Goethe-Institut

Zeit zuzuhören
Eine gute Geschichte

Wir laden Sie ein, für einen langen Augenblick aus der bedrängenden Gegenwart des Weltgeschehens auszusteigen: mit einer guten Geschichte – selbsterlebt, frei erfunden oder beides zugleich. Von Geschichtenerzähler*innen aus allen Teilen der Welt. 

Herta Müller © Herta Müller

Herta Müller, Berlin
Füchse gehen in die Falle. Ich gehe nicht in die Falle!

Als Kind in Rumänien sollte Herta Müller einen neuen Wintermantel bekommen. Einen mit Kragen und Manschetten aus Fuchsfell. Beim Aussuchen des Fuchsfells fiel ihr die Ähnlichkeit zwischen Fuchs und Jäger auf. Der Geheimdienst folgte ihr später in ihre Wohnung und hinterließ Zeichen.

Portraitbild von T. C. Boyle, der eine Mütze trägt © T. C. Boyle

T. C. Boyle, Santa Barbara
Der Bär

Ein Ausflug mit der Familie, ein Haus im Wald. Die marinierten Hühnchen bruzzeln auf dem Lagerfeuer – und locken unerwarteten Besuch an. T. C. Boyle erzählt eine Geschichte mit überraschender Wendung, die zeigt, dass es selbst in den schlimmsten Situationen noch eine Erlösung geben kann.

Portraitbild von Sally Shalabi © Sally Shalabi

Sally Shalabi, Amman
Was nach der Prophezeiung kommt

Nicht mehr von ihrem Reisebegleiter gegängelt, beschloss Sally Shlalabi auf einer Thailandreise vor 15 Jahren, endlich Streetfood zu essen. Auf der Suche nach mehr von den köstlichen Gerichten begegnet sie einem Wahrsager. Sie bezahlt und hält ihm die noch vom Essen verschmierten Hände hin. Er macht ihr eine Prophezeiung fürs Leben ...

Portraitbild von Kristina Tóth © Kristina Tóth

Kristina Tóth, Budapest
Eine Petunie in der Satellitenstadt

Als Kind wuchs Kristina Tóth in einer Hochhaussiedlung auf, die in einem Vorort von Budapest gebaut wurde – die erste Hochhaussiedlung Ungarns, mit über 100.000 Bewohnern. In der 5. Klasse sollte sie für den Biologieunterricht eine Petunie mit in den Unterricht bringen. Eine gewöhnliche Blume, die in der Satellitenstadt jedoch kaum zu finden war. Da hatte die Mutter eine Idee …

Portraitbild von Sergio Blanco © Sergio Blanco

Sergio Blanco, Montevideo
Wie ich meine Lehrerin vergiftete

Als Kind hasste Sergio Blanco alles an der Schule. Die Räume, die Idee der Schule selbst: „Die Regeln“, „die Normen“ lernen zu müssen. Auch die Lehrer hasste er und beschloss – angestachelt von Bildern aus der Literatur – die von ihm meistgehasste Lehrerin zu vergiften.

Portraitbild von Savita Singh © Savita Singh

Savita Singh, Neu Delhi
Phantome

Eine Frau versucht ihrer Tochter zu erklären, warum sich der Vater so rücksichtslos verhält. „Er kämpft mit seinen Phantomen.“ Diese verstecken sich angeblich in seinem Handy und sie schicken ihm Nachrichten…

Portraitbild von Giuseppe Caputo © Giuseppe Caputo

Giuseppe Caputo, Bogotá
Der Spiegel und der Schild

Der Erzähler erinnert sich an seine Kindheit, in der seine Mutter ihn betteln schickte und Schuldner abwimmeln ließ. Eine Erfahrung, die bis heute in seinen Träumen wiederkehrt. Mit welchen Gefühlen blickt er zurück?

Portraitbild von Marius Ivaškevičius, Vilnius © Marius Ivaškevičius

Marius Ivaškevičius, Vilnius
Wie ich Nationaldichter werden sollte

Eines Tages bekam der Theaterautor Marius Ivaškevičius die Anfrage aus einer ihm unbekannten autonomen Republik in Südsibirien: Er sollte der National-Theaterschriftsteller Chakassiens werden. Er lehnte ab – doch er hatte nicht mit der Hartnäckigkeit der Chakassen gerechnet…

Portraitbild von Alissa Ganieva © Alissa Ganieva

Alissa Ganieva, Moskau
Wie ich mich aus dem Fenster stürzte

In ihrer Schulzeit entdeckte Alissa Ganieva eines Tages eine Art Balkon unterhalb des Fensters ihres Klassenraums. Weil sie erkannte, dass die anderen diesen nie wahrgenommen hatten, wettete sie, sie würde sich aus dem Fenster stürzen. Und sie sprang wirklich, mit anderen Folgen als sie vorausgesehen hatte.

Portraitbild von Jordi Puntí © Jordi Puntí

Jordi Puntí, Barcelona
Der verschlossene Raum

In seiner Studentenzeit mietete Jordi Puntí mit Freunden in Barcelona eine Wohnung. Der Vermieter behielt den Schlüssel zu einem fensterlosen Raum, den die Freunde nicht betreten durften. Die Freunde begannen zu spekulieren: Befand sich eine pornographische Sammlung darin? Fiel da nicht Licht unter der Tür hervor? War es ein Tor zur Hölle? Was war das Geheimnis des verschlossenen Raumes?

Portrait von Gali Mir Tibon; sie hat lange Haare und trägt einen grünen Pullover © Gali Mir Tibon

Gali Mir-Tibon, Tel Aviv
Wie ich meine Mutter verriet

Galis Mutter kam als Waisenkind nach Israel aus der Bukowina, wo sie sich und ihrem Bruder mit ihren Nähkünsten das Überleben gesichert hatte. Das Mädchen schämt sich seiner Mutter, weil diese keine gebürtige Israelin ist. Trotz der Mutters Hilfe besteht Gali den Nähkurs in der Schule nicht.

Portraitbild von Simon Stranger © Simon Stranger

Simon Stranger, Oslo
Warten im großen weiten Ozean

Der 19-jährige Simon segelt ein Jahr lang auf einem kleinen Schiff mit einem Freund und dessen Vater durch das Mittelmeer, die französische und spanische Küste entlang. Trotz eines Schiffbruchs, beschließen sie, ohne Motor weiterzumachen, wie in den alten Zeiten.

Portraitbild von Edwige Renée Dro © Edwige Renée Dro

Edwige Renée Dro, Abidjan
Gott

Eigentlich wollte Edwige Renée Dro einen Sachtext zum Projekt besteuern. Doch unberechenbar, wie die Zeiten sind, hatte sie eine andere Inspiration – und erzählt eine Geschichte, in der ein Gegenstand die Hauptrolle spielt, den wohl nur die wenigsten als „Gott“ bezeichnen würden.

Portraitbild von Ken Follett © Ken Follett

Ken Follett, London
Die 99. Frau

Katharina wird von ihrem Vater, dem Zar, an den Sultan verheiratet. Sie ist seine 99. Ehefrau und direkt nach ihrer Hochzeit vergisst er sie. Bei einer Disko, die der Sultan veranstaltet, werden den Musikern die Augen verbunden. Da verrutscht die Augenbinde des gutaussehenden Gitarristen und die Geschichte nimmt ihren Lauf...

Hallgrimur Helgason © Hallgrimur Helgason

Hallgrímur Helgason, Reykjavík
Das Steak ist vielleicht übergrillt

Als Bildender Künstler in New York bekommt Hallgrímur Helgason eines Tages Besuch von einem isländischen Landsmann, der sich im Laufe des Abends immer exzessiver betrinkt. Beim Essen kommt es zu einem vielsagenden Fauxpas.

Portraitbild von Roberta Estrela D’Alva © Roberta Estrela D’Alva

Roberta Estrela D’Alva, São Paulo
Wer glaubt schon an Wunder?

Basierend auf einer wahren Geschichte: Beim Aussteigen aus dem Taxi fiel Roberta Estrela D’Alva ihr Handy in einen Gully. Es war damit in der Kanalisation verschwunden mit allen Telefonnummern und Notizen. Von allem dem gab es keine Sicherungskopie. Ihr war danach, um ein Wunder zu bitten, als sie ihren Nachbarn traf und ihm ihr Leid klagte. Am nächsten Morgen klingelt der Nachbar, um ihr etwas zu erzählen und zu zeigen.
 

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