Veranstaltungen
Books First

  • Benedict Wells im Goethe-Institut New York © Katherine Lorimer
    Benedict Wells im Goethe-Institut New York
  • Nora Krug auf dem Bay Area Book Festival © BABF/Studio FAB
    Nora Krug auf dem Bay Area Book Festival
  • Pierre Jarawan liest im Goethe Pop Up Kansas City © Goethe Pop Up Kansas City
    Pierre Jarawan liest im Goethe Pop Up Kansas City
  • Katja Petrowskaja auf dem Bay Area Book Festival © BABF/Studio FAB
    Katja Petrowskaja auf dem Bay Area Book Festival
  • Jo Lendle in der Elliott Bay Book Company, eine Kooperation mit dem Goethe Pop Up Seattle © Goethe Pop Up Seattle
    Jo Lendle in der Elliott Bay Book Company, eine Kooperation mit dem Goethe Pop Up Seattle
  • Dorothee Elmiger auf dem Bay Area Book Festival © BABF/Studio FAB
    Dorothee Elmiger auf dem Bay Area Book Festival
  • Goethe Pop Up Kansas City © Goethe Pop Up Kansas City
    Goethe Pop Up Kansas City
  • Das Team von Wunderbar Together beim Bay Area Book Festival © BABF/Studio FAB
    Das Team von Wunderbar Together beim Bay Area Book Festival
  • Takis Würger auf dem Bay Area Book Festival © BABF/Studio FAB
    Takis Würger auf dem Bay Area Book Festival
  • LMD-Comic-Ausstellung im Goethe Pop Up Seattle © Goethe Pop Up Seattle
    LMD-Comic-Ausstellung im Goethe Pop Up Seattle

Lesereisen

Während des Deutschlandjahres in den USA sind viele spannende Autor*innen mit BOOKS FIRST unterwegs.

Auf zahlreichen Veranstaltungen in den Goethe-Instituten vor Ort, bei Literaturfestivals oder in Buchhandlungen präsentieren sie ihre frisch ins Englische übersetzen Bücher und stellen sich den Fragen des Publikums.

2019 sind mit uns unterwegs: Antje Damm, Dorothee Elmiger, Theresia Enzensberger, Aisha Franz, Heike Geißler, Pierre Jarawan, Nora Krug, Jo Lendle, Michelle Steinbeck, Benedict Wells und Takis Würger.
 

ANTJE DAMM – DER BESUCH

Antje Damm © Antje Damm Antje Damm, geboren 1965 in Wiesbaden, ist eine preisgekrönte Autorin und Illustratorin. Sie arbeitete zunächst mehrere Jahre freiberuflich für diverse Architekturbüros, seit ihre Töchter auf der Welt sind, schreibt und illustriert sie Kinderbücher. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in einem alten Fachwerkhaus in der Nähe von Gießen. Der Besuch wurde von New York Times / New York Public Library unter die Best Illustrated Books 2018 gewählt.

Für dieses fein komponierte Buch hat Antje Damm eine neue Technik verwendet: Sie baut Räume aus Kartonelementen nach, in die sie ausgeschnittene Figuren stellt, koloriert und beleuchtet. Die Szenerien fotografiert sie anschließend. In einem Workshop mit Schulkindern zeigt sie, wie das Buch entstanden ist und erzählt die Geschichte der menschenscheue Elise, die auf den neugierigen kleinen Jungen Emil trifft. Durch die Begegnung entsteht eine völlig neue Situation für Elise und ihr Leben verändert sich auf wundersame Weise.

Antje Damm: Der Besuch, Moritz Verlag, 2015 - The Visitor, Gecko Press, 2018. Übersetzt von Sally-Ann Spencer.

  • 2. November, Seattle, WA
  • 4. November, Houston, TX
  • 6. November, New York, NY
  • 8. + 9. November, Washington, DC
     

Dorothee Elmiger - Schlafgänger

Dorothee Elmiger © Jürgen Beck Dorothee Elmiger, geboren 1985, lebt und arbeitet in Zürich. Ihre Texte wurden in verschiedene Sprachen übersetzt und für die Bühne adaptiert. Für ihr Werk wurde Dorothee Elmiger mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Aspekte-Literaturpreis für das beste deutschsprachige Prosadebüt, dem Rauriser Literaturpreis, einem Werkjahr der Stadt Zürich, dem Erich-Fried-Preis und dem Schweizer Literaturpreis.

Irgendwo tief im europäischen Wald begegnen sie sich, die Schlafgänger. Grenzgänger, Schmugglerinnen, Flüchtlinge, Arbeiterinnen, Asylbewerber, Kontrolleure, Künstlerinnen, Instrumentalistinnen, Schauspieler, Journalisten, Stipendiaten, Logistiker, Studentinnen, Geister. Sie kommen von überall und sie führen ein Gespräch. Über Herkunft und Gerechtigkeit, über Körper und Staat, Import und Export, Heimat und Migration, über Glück, Musik und den Tod.

Dorothee Elmiger: Schlafgänger, DuMont, 2014 - Shift Sleepers, Seagull Books, 2018. Übersetzt von Megan Ewing.

Diese Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit Pro Helvetia durchgeführt.

THERESIA ENZENSBERGER - BLAUPAUSE

Theresia Enzensberger © Rosanna Graf Theresia Enzensberger wurde 1986 in München geboren und lebt in Berlin. Sie studierte Film und Filmwissenschaft am Bard College in New York und schreibt als freie Journalistin unter anderem für die FAZ, FAS, ZEIT Online, Krautreporter und Monopol. 2014 gründete sie das vielfach preisgekrönte BLOCK Magazin.

Blaupause ist Theresia Enzensbergers Debütroman über die junge, wissbegierige Luise Schilling, die Anfang der brodelnden zwanziger Jahre an das Weimarer Bauhaus kommt. Sie studiert bei Professoren wie Gropius oder Kandinsky und wirft sich hinein in die Träume und Ideen ihrer Epoche. Zwischen Technik und Kunst, Kommunismus und Avantgarde, Populismus und Jugendbewegung lernt Luise gesellschaftliche Utopien kennen, die uns bis heute prägen. Sie ist begierig darauf, im Leben viel zu erreichen - aber nur wenig davon hat damit zu tun, großen Männern zu huldigen.

Theresia Enzensberger: Blaupause, Carl Hanser Verlag, 2017 - Blueprint, Dialogue Books, 2019. Übersetzt von Lucy Renner Jones.

  • 18. November, Goethe-Institut Washington, 1377 R St NW, Washington, DC
  • 20. November, Goethe-Institut New York, 30 Irving Place, New York, NY
  • 21. November, Goethe-Institut Boston, 170 Beacon St., Boston, MA

Aisha Franz - Shit is Real

Aisha Franz © Aisha Franz Aisha Franz wurde 1984 als Tochter kolumbianisch-chilenischer Einwanderer in Fürth geboren und ist in der Nähe von Regensburg und Kassel aufgewachsen. Sie hat an der Kunsthochschule Kassel Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Comic und Illustration studiert. In ihrer Arbeit erforscht sie die Möglichkeiten des Selbstverlages und versucht, die Grenzen des Geschichtenerzählens im Comic-Medium zu verschieben.

Sie hat drei Graphic Novels veröffentlicht, zuletzt Shit is Real. Mit diesem Buch legt Aisha Franz einen existenziellen Comic-Entwicklungsroman vor, der Unsichtbares sichtbar macht und dabei nicht an Sex, Action und dystopischen Fantasien spart.

Aisha Franz: Shit is Real, Reprodukt, 2016  - Shit is Real, Drawn & Quarterly, 2018. Übersetzt von Nicholas Houde.

Heike Geißler - Saisonarbeit

Heike Geissler © Andrzej Steinbach / Spector Books Heike Geißler ist Schriftstellerin und Übersetzerin, sie lebt in Leipzig. Dort und in Halle an der Saale unterrichtet sie Freies Schreiben. Im Jahr 2001 erhielt sie den Alfred-Döblin-Förderpreis für ihren ersten Roman Rosa.

Saisonkraft bei Amazon. Ausgerechnet. Für die Autorin und Übersetzerin in Geldnot ist es ein Moment der Misere, für alle anderen ein literarischer Glücksfall. Denn was in den Wochen vor Weihnachten mit dem Buch Saisonarbeit entsteht, ist vieles zugleich: Ein Erfahrungsbericht, der ebenso persönlich wie politisch ist. Kritik an den Verhältnissen mit den Mitteln der Selbstironie. Der Blick in eine Halle, die von der Außenwelt abgeschottet ist und gerade deshalb viel über sie verrät.

Heike Geißler: Saisonarbeit, Spector Books, 2014 - Seasonal Associate, Semiotext(e), New York, 2018. Übersetzt von Katy Derbyshire.

Pierre Jarawan - Am Ende bleiben die Zedern

Pierre Jarawan © Marvin Ruppert Pierre Jarawan ist Autor, Slam Poet, Bühnenliterat, Veranstalter und Moderator aus München. Er wurde 1985 als Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter in Amman, Jordanien, geboren, nachdem seine Eltern den Libanon wegen des Bürgerkriegs verlassen hatten. Seit 2009 zählt er zu den erfolgreichsten Bühnenpoeten im deutschsprachigen Raum. Pierre Jarawan lebt in München. 

Am Ende bleiben die Zedern ist Pierre Jarawans erster Roman. Samirs Eltern sind kurz vor dessen Geburt aus dem Libanon nach Deutschland geflohen. Als sein geliebter Vater spurlos verschwindet, ist Samir acht. Jetzt, zwanzig Jahre später, macht er sich auf in das Land der Zedern, um das Rätsel dieses Verschwindens zu lösen. Eine große Familiengeschichte, berührend, überraschend und meisterhaft verwoben mit dem dramatischen Schicksal des Nahen Ostens. Das Buch stand auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Pierre Jarawan: Am Ende bleiben die Zedern, Berlin Verlag, 2016 - The Storyteller, World Editions, 2019. Übersetzt von Sinéad Crowe & Rachel McNicholl.

Nora Krug - Heimat

Nora Krug © Nina Subin Sie lebt seit über 17 Jahren in New York, ist verheiratet mit einem amerikanischen Juden und fühlt sich deutscher als jemals zuvor. Woher kommt das? Und wer ist sie eigentlich? Die preisgekrönte, 1977 in Karlsruhe geborene Autorin und Illustratorin Nora Krug fragt sich, was Heimat für sie bedeutet und unternimmt eine literarisch-grafische Spurensuche in der Vergangenheit ihrer Familie:

Was hatte Großvaters Fahrschule mit dem jüdischen Unternehmer zu tun, dessen Chauffeur er vor dem Krieg gewesen war? Und was sagen die mit Hakenkreuzen dekorierten Schulaufsätze über ihren Onkel, der mit 18 Jahren im Zweiten Weltkrieg fiel? Ihre gezeichneten und handgeschriebenen Bildergeschichten fügt Krug mit Fotografien, Archiv- und Flohmarktfunden zu einem völlig neuen Ganzen zusammen. Heimat ist ein einzigartiges Erinnerungskunstwerk, in dem Familiengeschichte auf Zeitgeschichte trifft. Ein Graphic Memoir, lebendig, wahr und poetisch erzählt.

Nora Krug: Heimat, Penguin Verlag, 2018 - Belonging, Scribner, 2018.

Jo Lendle - Alles Land

Jo lendle © Linnea Buehler Jo Lendle ist Autor und seit Anfang 2014 Verleger des Hanser Verlages. Vorher war er unter anderem als Dozent und Programmmanager für deutsche Literatur tätig.

Wie kam Alfred Wegener, der Sohn des Ministers aus Berlin, 1930 an den isoliertesten Ort der Welt und überlebte einen unvorstellbar kalten Winter mitten in Grönland? In Alles Land macht sich Jo Lendle auf den Weg, um Wegeners außergewöhnliche Reise von seiner Kindheit in Deutschland bis in die entlegenste Region der Erde zu dokumentieren und uns die gleichzeitig spannende und zärtliche Geschichte dieses großen Abenteurers zu erzählen.

Jo Lendle: Alles Land, utb, 2008 - All the Land, Seagull Books, 2019. Übersetzt von Katy Derbyshire.

MICHELLE STEINBECK - MEIN VATER WAR EIN MANN AN LAND UND IM WASSER EIN WALFISCH

Michelle Steinbeck © Dirk Skiba Michelle Steinbeck, geboren 1990, ist eine Schweizer Autorin, Kuratorin und Redakteurin. Sie veröffentlichte Prosa, Gedichte und Szenen in Heften und Büchern, im Rundfunk und auf Theaterbühnen. Außerdem veranstaltet sie Literaturveranstaltungen für junge Autor*innen und ist Chefredakteurin des Magazins Fabrikzeitung aus Zürich.

Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch ist ihr erster Roman und war 2016 sowohl für den Deutschen als auch für den Schweizer Buchpreis nominiert: Loribeth ist auf der Flucht, in ihrem Koffer ein erschlagenes Kind. Das muss sie – auf Rat einer Wahrsagerin hin – zu ihrem verschollenen Vater bringen, um erwachsen zu werden. Auf ihrer phantastischen Reise durchquert sie Städte, Wüsten und Meere. Unerwartete Begegnungen, Katastrophen und eine erschreckend lebendige Kofferleiche zwingen sie stets weiterzuziehen – bis der Koffer seinen Bestimmungsort findet. Michelle Steinbecks Debüt erzählt in einer entfesselten Sprache und märchenhaften Bildern die Abenteuer einer jungen Frau, deren Ängste vor dem Erwachsenwerden buchstäblich lebendig geworden sind.

Michelle Steinbeck: Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch, Lenos Verlag, 2016 - My Father was a Man on Land and a Whale in the Water, Darf Publishers, 2018. Übersetzt von Jen Calleja.

Diese Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit Pro Helvetia durchgeführt.

Benedict Wells - Vom Ende der Einsamkeit

Benedict Wells © Roger Eberhard Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Nach dem Abitur zog er nach Berlin und widmete sich dem Schreiben, seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vierter Roman Vom Ende der Einsamkeit stand mehr als anderthalb Jahre auf der Bestsellerliste, er wurde u.a. mit dem European Union Prize for Literature 2016 ausgezeichnet und in 34 Sprachen übersetzt. Nach Jahren in Barcelona lebt Wells in Berlin und Bayern.

Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein. Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Und vor allem: eine große Liebesgeschichte.

Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit, Diogenes, 2018 - The End of Loneliness, Sceptre, 2018. Übersetzt von Charlotte Collins.

Takis Würger - Der Club

Takis Würger © Sven Döring Takis Würger ist als Journalist und Autor tätig. Er studierte ein Jahr lang Human, Social, and Political Science am St. John's College Cambridge. Während dieser Zeit boxte er für die Universität, brach sich zwei Rippen und die Hand und wurde Mitglied der Adonier, des Hawks' Club und des Pitt Club. Er wurde unter anderem auch für seine journalistische Arbeit in Afghanistan, Libyen, Mexiko und der Ukraine ausgezeichnet.

Der Club ist sein erster Roman und wurde mit dem Debütantenpreis der lit.Cologne ausgezeichnet. Dieses brisante und aktuelle Buch dreht sich um einen rein männlichen Dining Club für die privilegiertesten und wohlhabendsten jungen Männer der Cambridge Universität, dem Pitt Club, dessen dunklen Geheimnisse schließlich von einem Außenstehenden enthüllt werden.

Takis Würger: Der Club, Kein & Aber, 2017 - The Club, Grove Atlantic, 2019. Übersetzt von Charlotte Collins.

Comicgeschichten aus Deutschland – eine gemeinsame Ausstellung von BOOKS FIRST und LE MONDE diplomatique

LMD x Goethe-Institut Comic-Ausstellung © Le Monde diplomatique 2019 Seit 2005 erscheint auf der letzten Umschlagseite der deutschen Ausgabe von Le Monde diplomatique ein Comic. Renommierte Illustrator*innen und Comiczeichner*innen haben für diese Seite im Laufe der Jahre bemerkenswerte Beiträge gestaltet und die besondere Herausforderung des großflächigen Seitenformats als auch des begrenzten erzählerischen Rahmens mit Bravour gemeistert. So sind Comics entstanden, die einen unberechenbaren, oft absurden und manchmal melancholischen Blick auf Politik, Alltag und Kultur werfen. Dabei wird der Bogen geschlagen zu den Anfängen der modernen Comicstrips, die als Zeitungs- Sahne-Häubchen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und traditionell die letzte Seite schmückten.
 
Eine Plakatausstellung zeigt nun erstmals eine Auswahl an deutschsprachigen Künstler*innen, die im Laufe der Jahre in der Le Monde diplomatique erschienen sind. Über 40 Bilder geben einen Rundumblick über die Comic- und Graphic Novel-Szene in Deutschland: Von Pionier*innen wie Anke Feuchtenberger und ATAK über etablierte Künstler*innen wie Barbara Yelin oder Jim Avignon hin zu jungen Talenten wie Anna Haifisch und Robert Deutsch.