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Kunstinstallation Ludwig van Beethoven - Ode an die Freude © Giacomo Zucca

The other Beethoven(s)

Mit dem Projekt „The other Beethoven(s)“ würdigt das Goethe-Institut den 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens und nimmt sein Interesse an nichteuropäischen Perspektiven in den Blick. Künstler*innen und Musiker*innen aus Asien, dem arabischen Raum, Südosteuropa und Deutschland spüren dieser Weltoffenheit nach und übersetzen Beethovens Werk in eine neue, zeitgenössische Sprache. Das Ergebnis sind Konzerte, Installationen und Performances, die ab 2020 sowohl in Deutschland und in den beteiligten Ländern zu sehen sein werden.
 

Der 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens wird im Jahr 2020 deutschlandweit gefeiert. Mit dem Projekt „The other Beethoven(s)“ würdigt auch das Goethe-Institut das Schaffen des weltweit bekannten Bonner Komponisten und nimmt sein Interesse an nichteuropäischen Perspektiven in den Blick. Künstler*innen und Musiker*innen aus Asien, dem arabischen Raum, Südosteuropa und Deutschland spüren dieser Weltoffenheit nach und übersetzen Beethovens Werk in eine neue, zeitgenössische Sprache. Das Ergebnis ist eine Reihe von Konzerten, Installationen und Performances, die ab 2020 sowohl in Deutschland als auch in den beteiligten Ländern zu sehen sein werden. Erste Workshops starten u.a. ab November 2019 in Bangkok und ab Januar 2020 im Irak.

Zur Zeit Beethovens galt die „morgenländische“ Kultur als Inbegriff einer exotischen Welt, die um 1800 östlich von Wien begann und bis nach China und Japan reichte. Als Kind seiner Zeit bediente sich Beethoven wie etliche andere namhafte Komponisten an dem musikalischen „Alla turca-Topos“, er interessierte sich für den Isis-Kult der ägyptischen Mythologie und in späteren Jahren auch für die indische Kultur. Diese Einflüsse wirkten sich auch auf sein Schaffen aus. Während sich Beethoven und seine Zeitgenossen für den exotischen „Orient“ interessierten, verbreitete sich die westliche Musik in der Region ihrer Projektionen, meist befördert durch koloniale Strukturen. Noch heute werden Beethovens Werke in vielen dieser Länder rezipiert und bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für neue Interpretationen.

Neue Perspektiven auf die Künstlerpersönlichkeit und sein Œuvre eröffnet ab 2020 die internationale Projektreihe „The other Beethoven(s)“ des Goethe-Instituts. Künstler*innen aus Ägypten, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, China, Griechenland, Hongkong, Indien, Irak, Iran, Japan, Korea, Rumänien, Taiwan, Thailand, Türkei und Deutschland haben gemeinsam mit den lokalen Goethe-Instituten eigene Projekte entwickelt. Sie spüren die nichteuropäischen Einflüsse auf Beethoven und vice versa die von Beethovens Werk auf außereuropäische Kulturen nach und übersetzen sie in eine zeitgenössische Sprache. Die Ergebnisse werden sowohl in den jeweiligen Ländern als auch in Deutschland im Rahmen des Beethovenjahrs 2020 präsentiert.


Programminsel des Goethe-Instituts in Berlin am 24./25. Oktober 2020

Mit Cathy Millikens „Ode for All“ und der Installation „Covered Culture“ von Brigitta Muntendorf und Moritz Lobeck erleben zwei der Produktionen, die im Rahmen von „The other Beethoven(s)“ entstanden sind, im radialsystem Berlin ihre Premiere. Darüber hinaus hat Elisa Erkelenz für ihre in die Programminsel eingebettete Reihe "Outernational" ein Konzert des Trickster Orchestras mit dem Titel "Disturbing the Universal/DIY" kuratiert. Ein weiterer Programmpunkt ist ein Symposium zum Thema „Decolonizing Classical Musics?“, das vom Goethe-Institut organisiert und in Zusammenarbeit mit Elisa Erkelenz konzipiert wurde. Hier werden Fragen zur Postkolonialität und heutiger transtraditioneller Kompositionspraxis diskutiert.

Musikwissenschaftler Kofi Agawu Musikwissenschaftler Kofi Agawu / Foto: © Andrew Wilkinson

Symposium
Decolonizing Classical Musics?

Wie könnte Dekolonisierung in der Musik – insbesondere im Klassikbereich – aussehen? Diese und weitere Fragen sollen im Symposium „Decolonizing Classical Musics?“ von Musik-Expert*innen erörtert werden.


Weitere Projekte


„The other Beethoven(s)“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts. Ausgewählte Veranstaltungen des Projekts in Deutschland erhalten Förderungen durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von BTHVN2020.

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