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Tokyo
Performance: Beethovens Ghostwriter

Beethovens Ghostwriter - Michikazu Matsune For Now
Beethovens Ghostwriter - Michikazu Matsune For Now | Foto (Ausschnitt): © Michikazu Matsune

Was bedeutet künstlerische Wahrhaftigkeit? Die Performance um den „japanischen Beethoven“ und dessen Ghostwriter hinterfragt die Relevanz dieses Wertes im Kontext von Geniekult und Unverwechselbarkeit.

Ausgangspunkt für die Lecture-Performance „Beethovens Ghostwriter“ ist ein Skandal in der japanischen Musikbranche, der 2014 in den japanischen und internationalen Medien für Aufruhr gesorgt hat: Der Komponist Takashi Niigaki gab in einer Pressekonferenz bekannt, dass er 18 Jahre lang als Ghostwriter des als „japanischen Beethoven“ bekannten Mamoru Samuragochi gearbeitet hatte. Dieser genoss aufgrund seiner Gehörlosigkeit höchste Popularität bei der japanischen Bevölkerung und setzte seine körperliche Gebrechlichkeit bei seinen Konzerten durch das Tragen schwarzer Kleidung, einer dunklen Sonnenbrille und eines Gehstocks stets bewusst und erfolgreich in Szene. Die zahlreichen Facetten dieses Skandals erzählen viel über die mediale Aufarbeitung der Themenkomplexe „Genie“ und „Behinderung“ in einer zunehmend durchkommerzialisierten Kunstszene. Der Performance-Künstler Michikazu Matsune schlägt sich in seiner Lecture-Performance durch das Dickicht des medialen Spektakels um die beiden Protagonisten Samuragochi und Niigaki. In der Performance geht es um Geniekult, die Sehnsucht nach Unverwechselbarkeit und Einschaltquoten. Dabei entwickelt er eine aktuelle Perspektive auf die hindernisreiche Suche nach künstlerischer Wahrhaftigkeit.

Geplante Aufführungen:

  • Herbst 2020 (tbc), Tokyo

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