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Berlin
Symposium: Decolonizing Classical Musics?

Musikwissenschaftler Kofi Agawu
Musikwissenschaftler Kofi Agawu / Foto: © Andrew Wilkinson

Wie könnte Dekolonisierung in der Musik – insbesondere im Klassikbereich – aussehen? Diese und weitere Fragen sollen im Symposium „Decolonizing Classical Musics?“ von Musik-Expert*innen erörtert werden.

Das Symposium wurde im Rahmen von "The other Beethoven(s)" entwickelt. Ziel ist es, ausgehend von der Reflexion von musikalischen Akkulturationsphänomen seit Beethoven, Herausforderungen und Möglichkeiten heutigen transtraditionellen und -kulturellen Musikschaffens v.a. in der sogenannten Kunstmusik zu diskutieren.

Eröffnet wird es durch eine Video-Keynote des Musikwissenschaftlers Kofi Agawu, in der er die Ursprünge von Kunstmusik in Subsahara und die Praxis postkolonialen Komponierens reflektiert. Dieser erste Impuls wird durch Patrick Hahn und Sandeep Bhagwati (»Zurückhören bitte!«) aufgegriffen, die im Rahmen einer Listening Session historische Missverständnisse bezüglich „orientalischer“ Topoi in der westlichen klassischen Musik und Möglichkeiten der Etablierung eines gerechteren Weltmusik-Ökosystem erörtern, bevor sich die Komponisten Brigitta Muntendorf, Cathy Milliken, Amen Feizabadi und die Sängerin Svetlana Spajić gemeinsam mit Philipp Rhensius der Frage transtraditioneller Komposition und Interpretation heute widmen. Das Symposium schließt mit einer "Outernational Listening Session" mit dem Philosophen Timothy Morton und der postkolonialen Denkerin Wendy M. K. Shaw, umrahmt von zwei Konzerten des Trickster Orchestras, die sich Fragen des postkolonialen Wandels musikalisch und in Kooperation mit Gastkünstler*innen aus Bangkok, Chiang Mai und Bangalore stellen.

„Decolonizing Classical Musics?“ fand am 25. Oktober 2020 von 13:00 bis 20:00 Uhr im radialsystem in Berlin statt. Das Symposium wurde auf Englisch und sowohl live für Publikum im radialsystem präsentiert, als auch gestreamt und auf dieser Webseite übertragen.

Das gestreamte Symposium ist nun on Demand und geschnitten, als Playlist mit thematischen Videosequenzen, im Goethe-YouTube-Kanal aufzufinden. Teil 1 des Symposiums, die Begrüßung durch den Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert und die Opening Video-Keynote von Kofi Agawu, liegt unten eingebettet.

Außerdem wurden drei der Projekte, die im Rahmen von „The other Beethoven(s)“ entstanden sind – Ode for All, Covered Culture (am Abend des 24. Oktobers) und Disturbing the Universal / DIY (am Abend des 25. Oktobers) – im radialsystem zur Aufführung gebracht. Weitere Informationen dazu finden sich auf den jeweiligen Projektseiten.

Hinweis:
Wenn Sie die vollständige Playlist Decolonizing Classical Musics? – A symposium within the framework of "The other Beethoven(s)" sehen möchten, klicken Sie bitte auf das kleine Menü-Icon oben rechts im Video.

Programmübersicht Symposium:
01   Begrüßung durch den Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert und Opening Video-Keynote von Kofi Agawu
02   Zurückhören bitte! Listening Session & Discourse mit Sandeep Bhagwati und Patrick Hahn
03   Transtraditional Composition Today. Podiumsdiskussion mit Brigitta Muntendorf, Cathy Milliken, Amen Feizabadi, Svetlana Spajić und Philipp Rhensius (Moderation)
04   Outernational Listening Session mit Timothy Morton und Wendy M.K. Shaw
    

Weitere Veranstaltungshinweise

CONTRAPUNKT – Dialog der Kulturen: Afrikas Popmusik der 70er Jahre
10. Dezember 2020
20:05-22:00 Uhr
Musik und Diskussion auf BR Klassik

Wiederentdeckt: Afrikas Popmusik der 1970er Jahre - Postkoloniale Aneignung oder späte Rettung der Traditionen?

Jay Rutledge im Gespräch mit Künstler*innen aus Mali, Nigeria und dem Sudan und, ab 21:00 Uhr, ein exklusiver Live-Mitschnitt des Konzerts des Omniversal Earkestras am 18. Februar 2019 in Berlin, eingespielt (und einstudiert) in Bamako mit einigen Pionieren der frühen Popmusik Malis wie Cheikh Tidiane Seck, Salif Keita oder Abdoulaye Diabate.

Die Sendung steht im Anschluss im "Contrapunkt" Audio Archiv zum Nachhören zur Verfügung."Contrapunkt" wirft mit Länderschwerpunkten den Blick auf Musiktraditionen und aktuelles Geschehen. In Kooperation mit dem Goethe-Institut präsentiert die Sende- und Veranstaltungsreihe Themenabende mit Live-Musik und Diskussion.
 
Afro-Modernism in Contemporary Music:
Konzert und Symposium im Live-Stream

Konzert
7. November 2020
20:00 Uhr
Philharmonie Essen (ohne Publikum, exklusiv im Live-Stream)
Die Video-Aufzeichnung steht zusätzlich am Freitag, 13. November 2020, von 18:00-24:00 Uhr zum Abruf bereit.
Das Konzert wird ebenfalls von Deutschlandfunk aufgezeichnet. Der Sendetermin wird noch bekannt gegeben.

Symposium
12. November 2020
12:00-20:30 Uhr
Frankfurt (Live-Stream und on Demand)
Ausschließlich auf Englisch

Im Bewusstsein der derzeitigen Abwesenheit von Composers of Color auf den europäischen Spielplänen beschäftigt sich das Ensemble Modern mit „Afro-Modernism in Contemporary Music“ und hat – neben weiteren ausgewählten Komponist*innen aus Kuba, Südafrika, UK, den USA und der Schweiz – den an der New Yorker Columbia University lehrenden Komponisten und Posaunisten George E. Lewis als Kurator gewonnen.
Das Ensemble Modern führt sechs Ur- und deutsche Erstaufführungen der Komponist*innen unter Leitung von Vimbayi Kaziboni am Samstag, 7. November 2020 um 20 Uhr in der Philharmonie Essen beim „Festival NOW!“ auf.
Ein begleitendes Symposium unter Mitwirkung der Komponist*innen, des Kurators George E. Lewis, weiteren Expert*innen und Mitgliedern des Ensemble Modern findet am 12. November 2020 von 12 bis 20:30 Uhr in Frankfurt statt.
 
Curating Diversity in Europe – Decolonizing Contemporary Music
25. September 2020
10:30-20:00 Uhr
Akademie der Künste, Berlin

Das online und vor Ort veranstaltete Symposium bot eine Plattform, um in Zeiten beschränkter internationaler Begegnungen und nationalistischer Strömungen den Diskurs über Diversität in der zeitgenössischen Musik in Europa lebendig zu halten und Transformationspotentiale zu entwickeln. Es ist ein Projekt von Sounds Now, das sich als europäisches Netzwerk für die Stärkung von Diversität im Bereich der zeitgenössischen Musik und Klangkunst einsetzt, in Kooperation mit der Akademie der Künste, der inm / field notes und dem Ultima Festival Oslo.

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