11. November: Wien
Europaküche Wien mit Jasmina Metwaly

Wer hat in Europa eine Stimme? Unter welchen Rahmenbedingungen kommunizieren wir miteinander? Und welches Störungspotential gibt es? Für die Europaküche Wien teilte die Künstlerin Jasmina Metwaly den Einblick in eine andauernde Recherchearbeit zum Thema Stimme und Hysterie.

In dieser Arbeit geht es darum, wie wir unsere Stimmen benutzen und wie wir auf die multimodale Einzigartigkeit der Stimme hören können: Stimme als Körperlichkeit, als Form des Selbstausdrucks und als ein politischer Begriff der Demokratie. Welche Formen von Aktivismus, Zusammengehörigkeit und Austausch lassen sich daraus ableiten?

Das Video entstand im Rahmen des Berliner Förderprogramm Künstlerische Forschung. 

Diese Seite versammelt Material von Jasmina und Kamila Metwaly und Resonanzen und Eindrücke unserer Gäste in Wien, die während des Austauschs entstanden sind

Witnessing in Resonance.

Ich möchte hier eine wunderbare Arbeit von Ola Zielinska teilen, die zuvor auf der Website von Savvy Zaar vorgestellt wurde.
Ihre Stimme, Klänge, andere Stimmen, Geschichten, die in dieser Arbeit versammelt sind, haben mich in gewisser Weise dazu inspiriert, anders über die Begriffe des Protests, des Brüllens und schließlich der Hysterie nachzudenken. Einerseits kann diese Arbeit geopolitisch innerhalb der anhaltenden protestierenden Stimmen in Polen eingeordnet werden, aber auch auf einer persönlichen, politischen Ebene nimmt der Ungehorsam eine auditive Form an - die man sich vorstellen kann, aber auch heuristisch.

(Jasmina Metwaly)

Jasmina Metwaly

Jasmina Metwaly © Christina Rizk Jasmina Metwaly, Tochter einer polnischen Mutter und eines ägyptischen Vaters, ist eine in Kairo und Berlin lebende Künstlerin und Filmemacherin. Sie war aktives Mitglied des Mosireen-Kollektivs und des Medienarchivs 858.ma. Derzeit arbeitet sie an der Schnittstelle von Video und Film und hat vor kurzem wieder mit dem Zeichnen begonnen. Sie arbeitet gerne mit Menschen und ihren Geschichten und verwebt dafür vielschichtiges Material wie Texte und Archivmaterial, Skripte, Zeichnungen, Vorträge, Handbücher und Bilder.

Metwalys Arbeiten wurden bereits in der Townhouse Gallery in Kairo, dem IFFR-International Film Festival Rotterdam, der Sfeir-Semler Gallery und dem Berlinale Forum Expanded ausgestellt. In den Jahren 2010 - 2015 hat sie auch mit dem Filmemacher Philip Rizk an Projekten zusammengearbeitet. Gemeinsam haben sie das Programm How to Act: On Stages and Storytellers für Beirut in Kairo kuratiert. 2015 wurde ihr abendfüllender Film Out on the Street im Deutschen Pavillon auf der 56. Biennale von Venedig und im MoMA als Teil einer Ausstellung Films from Here: Recent views from the Arab world präsentiert. 2017 war sie Artist in Residence beim DAAD in Berlin. In den Jahren 2019/2020 erhielt sie ein Stipendium von Mophradat im Rahmen des Consortium Commissions Programms sowie vom Hammer Museum LA und den KW Berlin, wo ihre aktuelle Arbeit Anbar präsentiert wurde. Zusammen mit Kamila Metwaly wurde sie für die Jahre 2020-2021 mit dem Berliner Förderprogramm Künstlerische Forschung für das Projekt "Unsilencing Practices of Vocal Modulations" ausgezeichnet.

 

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