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Konzert: Beethoven (un)greifbar

Beethoven (un)greifbar
Die Sonate „Pathétique“ – zwischen Annäherung, Gegenüberstellung und Abweichung |

Die Sonate „Pathétique“ – zwischen Annäherung, Gegenüberstellung und Abweichung

​2020 wurde Ludwig van Beethoven anlässlich seines 250. Geburtstags auf der ganzen Welt geehrt. Doch wie hallt sein offener Geist heute nach?
Um das Interesse des großen deutschen Komponisten an außereuropäischen Perspektiven in den Blick zu nehmen und ein zeitgenössisches Panoptikum seines Einflusses zu bieten, beauftragte das Goethe-Institut in Argentinien Komponist*innen verschiedener Stilrichtungen, kurze Werke auf der Grundlage eines Auszugs aus der „Pathétique“-Sonate zu schreiben. Diese Annäherungen, aber auch Gegenüberstellungen und Abweichungen werden in der Sala Argentina des Centro Cultural Kirchner mit Publikum uraufgeführt. Per Streaming wird das Konzert weltweit übertragen.


Das erste Fragment des zweiten Satzes der Klaviersonate Nr. 8, Op. 13, bekannt unter dem Namen „Pathétique“, ist ein für viele Menschen geläufiges Musikstück, dass sowohl im Konzertsaal als auch im Alltag immer wieder zu hören ist. Es könnte sogar der musikalische Hintergrund irgendeines Fernseh- oder YouTube-Werbespots sein. Diese Universalität, die den Geist Ludwig van Beethovens und seiner Musik kennzeichnet, ist auch das Markenzeichen von Beethoven (un)greifbar, einem Projekt des Goethe- Instituts in Argentinien, das den großen deutschen Komponisten würdigt.

Nach einem Konzept und unter der kuratorischen Leitung des argentinischen Komponisten Gustavo De Leonardis lädt dieses Projekt dazu ein, fünf neuen Werken zu hören, die die Figur und das Werk Beethovens durch den Blick und die aktuelle Produktion argentinischer Komponist*innen verschiedener musikalischer Genres hervorheben und würdigen: Zeitgenössische und experimentelle Musik, Rock, Elektronik und andere Musikstile nähern und befruchten sich in dieser Neuinterpretation der berühmten Sonate gegenseitig und fließen in ein Universum von pluralen und heterogenen Kompositionen ein, die aus dem persönlichen und originellen Ansatz jedes Komponisten und jeder Komponistin entstanden sind.

Ausgehend von dem genannten Fragment, beauftragte das Goethe-Institut in Argentinien Daniel Melero in Co-Autorenschaft mit De Leonardis, Lucía Drocchi, Patricia Martínez, Santiago Santero und Axel Krygier mit jeweils einer neuen kammermusikalischen Komposition, wobei ihnen eine Anzahl allgemeiner Richtlinien als gemeinsamer Ausgangspunkt diente. Abschließend werden die Stücke vom Ensemble für zeitgenössische Musik Ensamble de Música Contemporánea (EMC) der argentinischen Universidad Nacional de las Artes uraufgeführt. So versteht sich das Projekt auch als ein Appell an den integrativen Charakter von Beethovens Musik, der einen Dialog – frei von Ansprüchen auf Exklusivität oder Zugehörigkeit – zwischen den Komponist*innen, Musiker- und Zuhörer*innen sowie Beethoven selbst ermöglicht.

Konzept und kuratorische Leitung: Gustavo De Leonardis
Mitarbeit: Carla Imbrogno
Kompositionen: Daniel Melero/Gustavo De Leonardis, Lucía Drocchi, Patricia Martínez, Santiago Santero und Axel Krygier
Musik: Ensamble de Música Contemporánea (EMC) der Universidad Nacional de las Artes
Santiago Santero (künstlerische und musikalische Leitung), Luis Belforte (Assistenz und Koordination), Samara Pierpaoli (Flöte), David Bortolus (Oboe), Federico Landaburu (Klarinette), Julián Goldstein (Trompete), Luis Alberto Mariño Fernández (Violine), Andrés Hojman (Bratsche), Alejandro Becerra (Violoncello), Malena Levin (Klavier).

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