Fachkräftequalifizierung

Im Dienst der Fachkräfteeinwanderung © Goethe-Institut, Getty Images

Gute Deutschkenntnisse sind zentral für eine gelungene und nachhaltige Integration von Zuwandernden. Das Goethe-Institut bietet weltweit eine umfassende Vorbereitung für einen erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Im Dienst der Fachkräfteeinwanderung

Seit 2007 engagiert sich das Goethe-Institut im Bereich der Qualifizierung und Beratung von Fachkräften aus dem EU-Ausland und Drittstaaten. Es ist in allen für die Bundesregierung  bzw. die Bundesagentur für Arbeit/Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) relevanten Zielregionen für Fachkräfteinitiativen präsent. Die Bundesregierung sieht das Goethe-Institut mit seinem hochwertigen Unterricht, anerkannten Prüfungen und umfangreichen Beratungsangebot als entscheidenden Player bei der Gewinnung von Fachkräften aus Drittstaaten. 

Die neu eingerichtete Fachstelle für Fachkräfteeinwanderung und -qualifizierung in der Zentrale des Goethe-Instituts baut dieses Engagement weiter aus. Das Team der Fachstelle ist für alle Fragen rund um das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG), die sprachliche und interkulturelle Qualifizierung von Fachkräften sowie für die Vernetzung und den Austausch mit Bildungsakteuren weltweit zuständig.


Deutschkurse und Prüfungen für Fachkräfte

Mit dem in jahrzehntelanger Praxis gewonnenen Wissen rund um die Begleitung der Arbeitsmigration erweitert das Goethe-Institut das Kursangebot für Berufs- und Fachsprache. Im Fokus steht insbesondere die Weiterentwicklung von innovativen digitalen Formaten, die auf die lokalen Besonderheiten zugeschnitten sind.

Auftraggeber und Partner fragen sehr oft Inhalte für spezifische Berufsgruppen nach. Die Ausweitung des Portfolios in diesem Bereich ist dem Goethe-Institut daher besonders wichtig. Auch die Zielgruppe der Menschen, die sich für eine berufliche Ausbildung interessieren, rückt künftig verstärkt in den Blick.


Deutschlehrkräfteanwerbung und -qualifizierung

Das Goethe-Institut ergreift umfangreiche Maßnahmen zur Rekrutierung, Qualifizierung und Fortbildung von Deutschlehrkräften, um seine Sprachkurs- und Prüfungskapazitäten an Standorten mit hohem Fachkräftepotential optimal für die Fachkräftequalifizierung zu nutzen. Es bereitet dort das Lehrpersonal für den Einsatz an Schulen sowie in den Sprachkurs- und Prüfungsbetrieben der Goethe-Institute vor allem auf die individuellen Bedürfnisse der Zielgruppe Fachkräfte vor.

Die Ausbildung läuft im Rahmen von  Programmen wie dem „Grünen Diplom”, zu den Rekrutierungsmaßnahmen gehört unter anderem die Imagekampagne „Warum Deutsch unterrichten?


Vernetzung und Kooperation

Das Goethe-Institut bringt seine fachliche Expertise in wichtige Fachgremien wie den Beirat des Deutschen Kompetenzzentrums für Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen (DKF) ein. In seinem Engagement für berufliche Mobilität ist dem Goethe-Institut die enge Vernetzung mit anderen relevanten Akteuren der Fachkräftegewinnung sehr wichtig.

Dazu zählt die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV), der Bundesagentur für Arbeit (BA), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und den deutschen Außenhandelskammern (AHKs), aber auch mit Pflege- und Arbeitgeberverbänden oder Kliniken. Zur weiteren Abstimmung nimmt das Goethe-Institut zudem teil am „Runden Tisch der Akteure für internationale Berufsbildungszusammenarbeit”, organisiert von der Zentralstelle der Bundesregierung für internationale Berufsbildungskooperation (GOVET).
 


Projekte zur Fachkräftequalifzierung

Die Goethe-Institute im Ausland unterstützen die Gewinnung von Fachkräften im Rahmen zentraler Projekte der Fachkräftemigration. Diese sind u. a.:

  • „Triple Win“ von ZAV und GIZ zur Gewinnung von Pflegekräften
  • „Handwerk bietet Zukunft“ des  Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), der ZAV und der Arbeitsverwaltung Bosnien und Herzegowina zur Rekrutierung, Qualifizierung und fairen Integration von Fachkräften in deutsche Handwerksbetriebe (HabiZu)
  • „Hand in Hand for International Talents“ der Bundesagentur für Arbeit und DIHK, finanziert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), zur Erprobung des idealtypischen Zuwanderungsprozesses für ausländische Fachkräfte mit Berufsausbildung (IHK-Berufe)
  • „Deutsch-Marokkanische Ausbildungspartnerschaft“ von GIZ, dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) und Unternehmen im Bausektor


Engagement der Goethe-Institute in Deutschland

Auch die zwölf Goethe-Institute in der Region Deutschland positionieren sich als Akteur der sprachlichen und interkulturellen Qualifizierung von Fachkräften aus Drittstaaten. Sie bieten dabei „Sprachbrücken“ an, die die sprachliche Qualifizierung an einem Goethe-Institut im Herkunftsland mit der Weiterbildung an einem Goethe-Institut in Deutschland verbinden.


Qualifizierung im Gesamtpaket

Im vertrauensvollen Austausch mit allen beteiligten Institutionen ermöglicht das Goethe-Institut den Menschen im komplexen Prozess der Fachkräfteeinwanderung Orientierung und einen verlässlichen Zugang zu Informationen: im Rahmen von Sprachkursen und Informationsangeboten in der Heimat bis zu Angeboten rund um die Erstintegration, die den Einstieg ins Alltags- und Berufsleben erheblich erleichtern, wie etwa das umfangreiche Webportal „Mein Weg nach Deutschland“.
www.goethe.de/mwnd


Kontakt

Anna Unsinn

Anna Unsinn © Anna Unsinn
Referentin für Fachkräftequalifizierung
Anna.Unsinn@goethe.de

 


Irina Ottow

Irina Ottow © Irina Ottow
Referentin für Berufssprachliche Qualifizierung
Irina.Ottow@goethe.de
 


Nina Hoferichter

Nina Hoferichter © Nina Hoferichter
Referentin für Mobilität und Migration
Projektleiterin Horizonte
Nina.Hoferichter@goethe.de

 


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