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Iran-Horizonte

Iran-Horizonte: Chancen für die Zukunft Foto: Rawpixel.com / Shutterstock.com

„Brücken bauen über den Dächern von Berlin“ hätte das Motto der diesjährigen Abschlussveranstaltung des Projekts „Iran-Horizonte: Chancen für die Zukunft“ lauten können.

Denn mitten im Herzen Berlins, direkt am Spittelmarkt, im 217 FT. in der 19. Etage, feierte das Projekt mit sechs iranischen Hospitierenden, den beteiligten Projektpartnern und ausgewählten Gästen den erfolgreichen Abschluss der zweimonatigen Hospitation in deutschen Unternehmen.
Eingestimmt wurden die Gäste zu Beginn durch das „Duo Safar“, eine Mischung aus Percussions, Drumsets und klassischen persischen Instrumenten, die die Zuhörer auf eine musikalische Reise zwischen Tradition und Moderne einlud – passend zu diesem sonnigen Morgen in Berlin.

Anna Dimitrijević, Leiterin des Projekts am Goethe-Institut e.V., begrüßte die Gäste und bedankte sich bei den Projektpartnern - dem Auswärtigen Amt, dem DIHK e.V. und dem BDI - für die außerordentlich gute und erfolgreiche Zusammenarbeit und verwies auf die schwierige Situation in diesem Jahr: „Wie Sie erahnen können, war der Projektdurchgang dieses Jahr geprägt durch die aktuelle weltpolitische Lage. Umso mehr freue ich mich, dass wir trotz der Umstände sechs jungen, gut ausgebildeten und sehr engagierten Menschen eine Hospitation ermöglichen konnten.“
Dem schloss sich Frau Stefanie Hallmann, stellvertretende Leiterin des Referats Deutsch als Fremdsprache im Auswärtigen Amt, in ihrem Grußwort an und betonte die Wichtigkeit dieses Projekts in Zeiten wie diesen.
Ebenfalls mit einem Grußwort an die Hospitierenden richtete sich Herr Abdolfazl Abdoli als Gesandter der Botschaft der Islamischen Republik Iran. Er hat bereits an der Abschlussveranstaltung letzten Jahres teilgenommen und bezeichnete das Projekt als „eine großartige Möglichkeit für beide Seiten.“
Dies unterstrich auch Herr Philipp Simon Andree, Referatsleiter Nahost und Nordafrika des DIHK e.V., in seinem Grußwort und äußerte sich zur politischen Lage mit den Worten „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Im Anschluss an die feierlichen Grußworte der Projektpartner lauschten alle Anwesenden gespannt den Erfahrungsberichten der sechs Hospitierenden, die über ihre beruflichen und persönlichen Entwicklungen während der letzten zehn Wochen in Deutschland erzählten.

Abschlussveranstaltung 2018 © Goethe-Institut
Begonnen hatte alles mit einem auf sie abgestimmten Deutschkurs am Goethe-Institut in Berlin, der sie perfekt auf die kommenden Wochen vorbereitete.
Die dann gesammelten Erfahrungen waren einschneidend für ausnahmslos alle Hospitierenden. Für fast alle war es der erste Aufenthalt in Deutschland oder sogar in Europa.

So hatte der Hospitant der IHK Potsdam, Mostafa Moshafpanah, die Gelegenheit an der Feier des 120. Geburtstags der IHK Potsdam, zu der auch der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, eingeladen war, teilzunehmen.
Nicht immer waren die Treffen so hochrangiger Natur, jedoch nicht weniger bedeutsam. Die Hospitantin Alaleh Mojibian, verbrachte acht Wochen bei Scholz Regalsysteme, einem Unternehmen in Hofheim am Taunus, und würde ihren Freundinnen und Freunden über ihre Zeit in Deutschland etwas Grundlegenderes berichten: „Ich werde erzählen, dass die Deutschen viel Wärme tragen, obwohl man es nicht sieht, aber immer wenn ich sie um Hilfe gebeten habe, haben sie mir geholfen.“

Doch auch fachlich haben die Hospitierenden viel aus ihrer Zeit in Deutschland mitgenommen. Nima Shahlaei, der acht Wochen bei ExRohr GmbH in Lübeck mitarbeitete, sagt über seine Hospitation: „Die Hospitation war eine super Erfahrung für mein berufliches Leben, es hat mir die Augen geöffnet.“
Amir Yadollahi, Hospitant beim Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie in Berlin, sprach über seine Motivation an dem Programm teilzunehmen. „Ich wollte internationale Erfahrungen sammeln und Deutschland ist ein Land des Fortschritts, dem es leider an Fachkräften mangelt. Ich habe gelernt, Deutschland hat eine starke Kultur und Wirtschaft, mit Leuten, die ehrlich sind.“ -

Nach einer feierlichen Zeugnisübergabe und am Ende der Veranstaltung ist klar, dass in den vergangenen Wochen auch erste Steine für eine weitere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und dem Iran gelegt wurden. Oder wie Stefanie Hallmann es treffend beschreibt: „Das Projekt „Iran-Horizonte: Chancen für die Zukunft“ ist eine Brücke zwischen Iran und Deutschland.“

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