SCHULWÄRTS! in Kroatien

Kroatien

Dobro došli! 4,3 Millionen Einwohner*innen, 1244 Inseln, eine 6278 Kilometer lange Küste, bis zu 1800 Meter hohe Gipfel, über 6000 Kilometer markierte Wanderwege, drei verschiedene Klimazonen und unzählige versteckte Paradiese in unberührter Natur – das ist Kroatien! Mit SCHULWÄRTS! kannst du nicht nur die Sonnenseite der Adria kennenlernen, sondern auch in das kroatische Bildungssystem eintauchen.

Die Rolle von Deutsch

Deutsch als Fremdsprache hat eine lange Tradition in Kroatien und stößt auf großes Interesse, sodass fast jede*r dritte Schüler*in Deutsch lernt. Schon im Kindergarten und in der 1. Klasse der Grundschulen wird Deutsch angeboten. An kroatischen Grundschulen und Mittelschulen wird Deutsch als erste, zweite oder dritte Fremdsprache gelernt. 

Die Schüler*innen erreichen grundsätzlich das Sprachniveau A2, aber auch ein beachtlicher Teil das B2-Niveau. Gründe dafür sind unter anderem der Bezug zu Deutschland, der in vielen Familien und Unternehmen, zum Beispiel durch wirtschaftliche Beziehungen oder durch in Deutschland lebende Verwandte und Freunde, besteht.  
Außerdem ermöglicht das Engagement motivierter und gut fortgebildeter Lehrkräfte überdurchschnittliche Ergebnisse der kroatischen Schüler*innen in internationalen Deutschwettbewerben.

CLIL-Projekte

Informatik wird in Kroatien bereits in der Grundschule als Pflichtfach unterrichtet, außerdem werden MINT, Robotik und Programmieren oft als Wahlfächer angeboten. An kroatischen Schulen wird daher schon seit über einem Jahrzehnt auch der CLIL-Ansatz angewandt und fächerübergreifend unterrichtet.

Das Goethe-Institut unterstützt die Schulen zusätzlich in der Umsetzung dieses Bildungsansatzes, insbesondere in MINT-Fächern. So werden an vielen kroatischen Schulen Literatur- und Kunstkarawanen, Unterricht mit Augmented und Virtual Reality sowie Robotik-Projekte durchgeführt. Mathematik auf Deutsch unterrichten – in Kroatien geht das!

Leben und Unterrichten in Kroatien

Die Grundschule in Kroatien umfasst acht Klassen. Danach haben die Schüler*innen die Möglichkeit, eine berufsbildende Schule oder ein Gymnasium zu besuchen. Berufsbildende Schulen dauern in der Regel drei bis vier Jahre. Nach vier Jahren auf dem Gymnasium schließen sie ihre Schulzeit mit der Matura (Abitur) ab.

Eine langjährige Digitalstrategie ermöglichte den kroatischen Schulen eine sehr gute technische Ausrüstung, sodass – je nach Zielgruppe – Medien ein fester Bestandteil des Unterrichts sind. Neben dem regulären Unterricht besuchen die Schüler*innen verschiedene AGs, Freizeit- und Sportaktivitäten.

Trotz seiner verhältnismäßig geringen Bevölkerungszahl kann Kroatien gerade im Sport viele Erfolge aufweisen. Sport ist für die Kroat*innen sehr wichtig und gehört zum Lebensstil, aber auch Musik, das Erlernen von Fremdsprachen, Mode, Spaziergänge durch die Stadt und das gemütliche Kaffeetrinken gehören einfach dazu.
Kroatien liegt genau zwischen Mittel- und Südosteuropa. Eine Vielfalt an verschiedenen kulturellen Einflüssen prägen Land und Einwohner.

Die SCHULWÄRTS!-Stipendiat*innen absolvieren ihr Praktikum meist in Zagreb. Neben einer Grundschule in der kroatischen Hauptstadt, werden sieben weitere Grund- und weiterführende PASCH-Schulen vom Goethe-Institut betreut. Zagreb ist die größte Stadt Kroatiens, geprägt durch die österreichisch-ungarische und deutsche Kultur. Viele Germanismen, wie Purger (Bezeichnung für Bewohner*innen von Zagreb) und Bräuche, wie der bekannte Weihnachtsmarkt sind wichtige Markenzeichen der Hauptstadt.

Der mögliche Praktikumszeitraum
Praktikumszeitraum Kroatien ©   Praktikumszeitraum Kroatien
Stimmen der SCHULWÄRTS!-Alumni

"Kroatien ist ein sehr vielseitiges Land und ich durfte mein SCHULWÄRTS!-Praktikum an einer Grundschule in der Hauptstadt Zagreb machen. Zagreb ist eine sehr schöne Stadt und die perfekte Kombination aus Stadt und Natur. Besonders beeindruckt hat mich die Freundlichkeit und die Gelassenheit der Menschen dort. Egal wo man hinkommt, man fühlt sich willkommen und wird geschätzt. Die kroatische Gastfreundlichkeit, die ich besonders von meiner betreuenden Lehrkraft zu spüren bekommen habe, war einfach wundervoll. Ich war sehr überrascht, wie viele Berührungspunkte es mit Deutschland und der deutschen Sprache in dem Land gibt. In der Grundschule (1.-8. Klasse) kann Deutsch schon ab der ersten Klasse als erste Fremdsprache gelernt werden oder ab der vierten Klasse als zweite Fremdsprache, sodass man als SCHULWÄRTS-Praktikant*in die Möglichkeit hat, den Unterricht von viele verschiedene Lerngruppen auf verschiedenen Sprachniveaus (A1-B2) kennenzulernen. Dadurch habe ich sehr viel lernen können. Es hat mir sehr gefallen, die Unterschiede der Alters- und Niveauklassen zu beobachten. Zudem konnte ich auch den Unterricht von anderen Fächern besuchen und diesen im Rahmen von CLIL-Projekten mitgestalten. Die Offenheit von Lehrenden und Lernenden deutschen Fachunterricht gemeinsam zu gestalten, war wirklich sehr bereichernd. Auch der Einsatz von Medien ist in Kroatien sehr fortschrittlich. Das konnte ich in der Schule sowie im Goethe-Institut in Kroatien erfahren. Durch das Praktikum in Kroatien habe ich auf mehreren Ebenen sehr viel lernen können und mein Bewusstsein schärfen können. Ich habe meine Zeit in Zagreb (Schule & Privat) wirklich sehr genossen und bin unglaublich dankbar für die tolle Erfahrung." (Julia - Grundschullehramt) 
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