22.01.2019: Aachener Vertrag: Goethe-Institut begrüßt
Einrichtung deutsch-französischer Kulturinstitute in Erbil, Bischkek, Rio de Janeiro und Palermo

Am 22. Januar haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ein neues Freundschaftsabkommen zwischen Deutschland und Frankreich unterzeichnet. Der Vertrag sieht auch die Einrichtung von deutsch-französischen Kulturinstituten in Erbil, Bischkek, Rio de Janeiro und Palermo vor. Eine enge Kooperation in gemeinsamen Häusern und Projektstrukturen ist außerdem in Atlanta, Cordoba (Argentinien), Glasgow, Minsk und Gaza Stadt geplant. Das Goethe-Institut begrüßt die intensivere Zusammenarbeit mit dem Institut français im Sinne einer gemeinsamen Verantwortung für einen europäischen Kulturraum.

Der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, hob die Relevanz einer erweiterten Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich hervor: „Europa ist auch ein kulturelles Projekt. Das unterstreicht der jetzt unterzeichnete Aachener Vertrag, der die politischen Rahmenbedingungen für gemeinsame deutsch-französische Kulturinstitute umfasst. Das Goethe-Institut und das Institut français werden diese aussichtsreichen Perspektiven mit Leben füllen und durch praktisches Handeln das Verbindende stärken und attraktiv machen für weitere Partner. Die gemeinsamen Kulturinstitutionen sind unabhängige Räume der Freiheit, der Kreativität und der Verständigung mit einer gemeinsamen Verantwortung für einen europäischen Kulturraum, die den Dialog mit der Welt beleben werden.“
 
Der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Johannes Ebert, betonte: „Wir freuen uns sehr über die Einrichtung der deutsch-französischen Institute im Netzwerk des Goethe-Instituts. Diese politische Vereinbarung basiert auf den Gesprächen, die das Goethe-Institut in den vergangenen Monaten mit den französischen Partnern geführt hat. Sie ist ein wichtiges Signal für die europäische Zusammenarbeit und steht in direkter Tradition der langjährigen und vertrauensvollen Kooperation: bei gemeinsamen Unterbringungen wie dem deutsch-französischen Kulturinstitut in Ramallah, in zahlreichen Kooperationsprojekten mit dem Institut français oder dem gemeinsamen Wirken im Verbund der europäischen nationalen Kulturinstitute (EUNIC). Im Sinne des europäischen Gedankens werden wir auch unsere vielfältige Arbeit mit den anderen europäischen Partnern in den kommenden Jahren pflegen und aktiv gestalten. Die Kooperation der Kulturinstitute ist ein wirksames und erfolgreiches Beispiel, wie die kulturelle Vielfalt Europas als einigendes Band und positives europäisches Bekenntnis nach innen und außen wirken kann.“

Kontakt:

Dr. Jessica Kraatz Magri
Pressesprecherin und Bereichsleiterin Kommunikation
Goethe-Institut e.V.
Tel. +49 89 15921 249
Jessica.KraatzMagri@goethe.de
 
Hannah Cuvalo
Pressereferentin
Goethe-Institut Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 471
Hannah.cuvalo@goethe.de

 

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