14.03.2019: bauhaus imaginista
Gesamtschau bauhaus imaginista eröffnet in Berlin

bauhaus imaginista erzählt die internationalen Geschichten des Bauhauses. Seit ihrer Gründung 1919 stand die Schule in Kontakt mit avantgardistischen Bewegungen weltweit. Seit März 2016 verfolgt das Rechercheprojekt die transnationalen Beziehungen, die Korrespondenzen und Migrations-geschichten, die über die Jahre des Bauhauses als Schule hinausreichen, und zeigt seine Bedeutung für die Gegenwart. Im HKW entfaltet sich nun eine Gesamtschau von bauhaus imaginista. Noch nie wurden die globalen Verflechtungen und lokalen Ausprägungen in diesem Umfang gezeigt. Teile der bauhaus imaginista-Ausstellung werden darüber hinaus 2019 an weiteren Goethe-Instituten und Partnerinstitutionen weltweit gezeigt.
 

bauhaus imaginista
Ausstellung
15.3.–10.6.2019
Eröffnung: 14.3.2019, 19h
 
Konferenzen:
political imaginista
16.3.2019, 14–21.30h
A New School
11.–12.5.2019

Der Titel bauhaus imaginista verweist auf den Imaginationsraum, den das Bauhaus öffnete, und die vielschichtigen Lesarten, die die Schule bis heute birgt. Zwischen Archivmaterialien und zeitgenössischen Beiträgen übersetzt das Projekt historische Perspektiven in Fragen zur Gegenwart: Wie lässt sich heute im Sinne des Bauhauses Kultur als soziales Projekt neu denken? Welche Art von Institutionen braucht ein solches Projekt? Wie regt das Bauhaus noch heute visionäre Praktiken und Diskurse an?
 
Die Ausstellung diskutiert avantgardistische Kunstschulen in Indien und Japan als Parallelgeschichten moderner Bildungsreformen. Sie verfolgt das Studium vormodernen Handwerks am Bauhaus und von Bauhäusler_innen im nord- und mittelamerikanischen Exil, sowie dessen Politisierung im post-revolutionären Mexiko, unabhängigen Marokko und in Brasilien. Sie zeigt Übersetzungen von Gestaltungsansätzen des Bauhauses in China, Nigeria und in der Sowjetunion, aber auch den innovativen Gebrauch von Medien am Bauhaus der die Gegenwartskunst und die Popkultur bis heute prägt.
 
Nach Ausstellungen, Symposien und Workshops 2018 in Rabat, Hangzhou, Kyoto und Tokyo, Saõ Paulo, Lagos, Neu-Delhi, New York sowie Moskau in Zusammenarbeit mit den Goethe-Instituten und Partner_innen vor Ort, werden die ersten drei Kapitel des Ausstellungs- und Forschungsprojekts im HKW zusammengeführt. Erstmalig gezeigt wird im HKW das vierte und letzte Kapitel Still Undead, das anhand von Kurt Schwerdtfegers Reflektorischen Farblichtspielen experimentelles Arbeiten mit Licht, Film, Fotografie und Sound untersucht. Zur Eröffnung von bauhaus imaginista wird der Apparat vorgeführt.
 
Mit Arbeiten von Anni Albers, Josef Albers, Arthur Amora, Gertrud Arndt, Ruth Asawa, Kader Attia, Lena Bergner, Lina Bo Bardi, Farid Belkahia, Susie Benally, Nandalal Bose, Mohamed Chabâa, Ahmed Cherkaoui, Lygia Clark, Alice Creischer, Muriel Cooper, Zvi Efrat, T. Lux Feininger, Luca Frei, Walter Gropius, Brion Gysin und Ian Sommerville, Trude Guermonprez, Sheila Hicks, George Hinchliffe und Ian Wood, Kenneth Josephson, Renchinchirō Kawakita, György Kepes, Paul Klee, Kurt Kranz, Otto Lindig, Elisa Martins da Silveira, Doreen Mende, Hannes Meyer, Takehiko Mizutani, László Moholy-Nagy, Max Peiffer Watenphul, Wendelien van Oldenborgh, Hélio Oiticica, The Otolith Group, Nam June Paik, Lygia Pape, I. M. Pei, Margaretha Reichardt, Geraldo Sarno, Oskar Schlemmer, Kurt Schwerdtfeger, Ivan Serpa, Arieh Sharon, Soft Cell, Rabindranath Tagore, Paulo Tavares, Lenore Tawney, Frank Tovey, Edith Tudor-Hart, Stan VanDerBeek, Andy Warhol, Marguerite Wildenhain, Margarete Willers, Iwao und Michiko Yamawaki und vielen anderen mehr. bauhaus imaginista Ausstellungsgestaltung: Kooperative für Darstellungspolitik (Berlin)
 
Zwei Konferenzen befragen das kritische Potenzial des  Bauhauses heute:
political imaginista diskutiert am 16. März Strategien des Widerstands gegen die neue Rechte sowie Fragen zu Internationalismus, kultureller Aneignung und der Politisierung von Kunst, Technologie und Popkultur. Mit u.a. Kader Attia, Thomas Flierl, Christian Hiller, Doreen Mende, Paulo Tavares und Wendelien van Oldenborgh.
 
A New School, die zweite Konferenz am 11.&12. Mai, diskutiert das Bauhaus anhand von Beispielen aus China, Indien, Marokko, Nigeria und den USA, im Kontext der Entwicklung einer experimentellen Kunst- und Designpädagogik über zeitliche und räumliche Grenzen hinweg.
 
bauhaus imaginista wird kuratiert von Marion von Osten und Grant Watson in Zusammenarbeit mit den Forscher_innen: Elissa Auther, Suchitra Balasubrahmanyan, Regina Bittner, Gavin Butt, Helena Čapková, Anshuman Dasgupta, Tatiana Efrussi, Thomas Flierl, Erin Alexa Freedman, Anja Guttenberger, Christian Hiller, Yuko Ikeda, Maud Houssais, Eduard Kögel, Toni Maraini, Mariana Meneses, Jin Motohashi, Partha Mitter, Luiza Proença, Daniel Talesnik und Hiromitsu Umemyia.
 
Ein Online-Journal dokumentiert die gesamte Entwicklung des Projekts: bauhaus-imaginista.org
 
Die Ausstellung wird begleitet von Führungen für Erwachsene und Familien, einem kostenlosen DIY-Audioguide, dem Students’ Day (18.5.) und einem Ferienworkshop (15.–18.4.). Zur Langen Nacht der Ideen (6.6.) finden Führungen in Gebärdensprache und für sehbehinderte und blinde Menschen statt. Begleitend entsteht das Schulprojekt bauhaus reloaded mit vier Berliner Schulen.
 
Anlässlich der Eröffnung von bauhaus imaginista im HKW erscheint im Verlag Thames & Hudson ein Katalog, herausgegeben von Marion von Osten und Grant Watson. Die deutsche Ausgabe wird von Scheidegger & Spiess verlegt.
 
Nach der Gesamtschau im HKW zieht die Ausstellung bauhaus imaginista weiter: Das Zentrum Paul Klee in Bern zeigt die im HKW realisierte Ausstellung von bauhaus imaginista vom 20. September 2019 bis 12. Januar 2020. Nottingham Contemporary zeigt bauhaus imaginista: Still Undead mit Schwerpunkt auf Großbritannien vom 21. September 2019 bis 5. Januar 2020. Darüber hinaus wurde der Künstler Luca Frei vom Goethe-Institut und den Kurator_innen beauftragt, ein skulpturales Element in Form eines begehbaren Raums zu entwerfen, in dem sich die Besucher_innen mit den verschiedenen Ebenen des Projekts auseinandersetzen können. Die mobile Ausstellung bauhaus imaginista: collected research wird ab 2019 in weiteren Goethe-Instituten und anderen Partnerinstitutionen weltweit gezeigt.
 
Service-Information und Credits:
 
Pressemappe zum Download: www.hkw.de/presse  
Pressefotos zum Download: www.hkw.de/pressefotos sowie auf Anfrage
Interviewanfragen richten Sie bitte an: presse@hkw.de
Weitere Informationen zur Ausstellung und Konferenzen: hkw.de/imaginista
 
bauhaus imaginista ist eine Zusammenarbeit zwischen der Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar, dem Goethe-Institut und dem Haus der Kulturen der Welt (HKW). Das Forschungsprojekt mit verschiedenen Ausstellungsstationen findet anlässlich des 100. Gründungsjubiläums des Bauhauses statt. Die Goethe-Institute erweiterten es durch internationale Perspektiven, im Rahmen des HKW-Projekts 100 Jahre Gegenwart wird es in Berlin zusammengeführt. bauhaus imaginista wird ermöglicht durch Mittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt die Ausstellung in Berlin, das Auswärtige Amt die Auslandsstationen. Medienpartner sind 3sat und Deutschlandfunk Kultur u.a. bauhaus imaginista wird realisiert mit dem China Design Museum/ China Academy of Art (Hangzhou), dem National Museum of Modern Art Kyoto/ Independent Administrative Institution of National Museum of Art, dem Garage Museum for Contemporary Art (Moskau), dem SESC São Paulo. Partner im Ausland sind die Goethe-Institute China, New Delhi, Lagos, Moskau, New York, Rabat, São Paulo und Tokyo sowie Le Cube – independent art room (Rabat) und weitere Institutionen.
 
Das Schulprojekt bauhaus reloaded wird gefördert von Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.
 
Das Haus der Kulturen der Welt wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie das Auswärtige Amt.

 
Pressekontakt:
 
Haus der Kulturen der Welt
Anne Maier
Leitung Presse/Pressesprecherin
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
030-39787-153/196
presse@hkw.de
 
Hannah Cuvalo
Pressereferentin
Goethe-Institut
Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 471
hannah.cuvalo@goethe.de
 

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