13.08.2019: Presseeinladung
Goethe-Institut und Kunstfest Weimar laden zum öffentlichen Preisträgerprogramm der Goethe-Medaille 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Journalistinnen und Journalisten,

die Goethe-Medaille wird am 28. August in Weimar an den deutsch-türkischen Schriftsteller Doğan Akhanlı, die in den USA lebende iranische Künstlerin und Filmemacherin Shirin Neshat sowie an den mongolischen Verleger, Buchhändler und Publizisten Enkhbat Roozon vergeben. Mit der Auszeichnung ehrt das Goethe-Institut ihre besondere Zivilcourage und ihren Mut, sich mit künstlerischen und publizistischen Arbeiten gegen politische, religiöse oder gesellschaftliche Widerstände durchzusetzen. Neben der offiziellen Verleihung werden die Preisträger und die Preisträgerin im Rahmen des Kunstfests Weimar an drei öffentlichen Abenden vorgestellt.

Sehr herzlich laden wir Sie ein zur: 
 
Diskussion „Demokratie fällt nicht vom Himmel – wie ermutigt man Menschen?“ mit Enkhbat Roozon und Marina Weisband. Moderation: Elisabeth Ruge, Montag, 26. August, 19 Uhr im Deutschen Nationaltheater Weimar, Theaterplatz 2, 99423 Weimar

Der mongolische Verleger und Unternehmer Enkhbat Roozon setzt sich mit seinen Aktivitäten dafür ein, die Autonomie und Mündigkeit jedes Bürgers und jeder Bürgerin zu fördern und damit die Meinungsfreiheit zu stärken. Eine Grundvoraussetzung sieht er in der Reform und Modernisierung des mongolischen Bildungssystems. Gemeinsam mit der Bildungsexpertin Marina Weisband diskutiert er über Ermutigung zur Eigenverantwortung und zum zivilisierten Streit in einer Demokratie. Wie lassen sich demokratisches Denken und demokratische Kompetenzen fördern, wie Mitbestimmung stärken?
 
Premierenlesung mit Gespräch über Doğan Akhanlıs in Kürze erscheinendes Buch „Madonnas letzter Traum“ mit dem Chefdramaturgen der UFA Thomas Laue, Dienstag, 27. August, 18.30 Uhr in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Studienzentrum, Platz der Demokratie 4, 99423 Weimar

Der Schriftsteller Doğan Akhanlı liest gemeinsam mit dem Übersetzer Recai Hallaç und der Schauspielerin Nadja Robiné aus seinem am 15. August in deutscher Sprache erscheinenden Roman „Madonnas letzter Traum“ (sujet verlag). Das Buch dreht sich um die Erinnerung an das Schiff Struma, das 1942 im Schwarzen Meer versenkt wurde und 769 jüdische Flüchtlinge in den Tod riss. Im Gespräch mit Thomas Laue gibt Akhanlı persönliche Einblicke in sein wechselvolles Leben, das geprägt ist durch das Engagement für Menschenrechte und Erinnerungskultur.
 
Filmvorführung „Auf der Suche nach Oum Kulthum“ von Shirin Neshat, Mittwoch, 28. August, 18 Uhr im Lichthaus Kino, Am Kirschberg 4, 99423 Weimar

Die Ägypterin Oum Kulthum gilt im arabischen Raum als berühmteste Künstlerin des 20. Jahrhunderts – auch 40 Jahre nach ihrem Tod wird sie dort noch verehrt. Mit ihrer markanten Stimme und charismatischen Ausstrahlung füllte sie von den 1930ern bis in die 70er Jahre große Konzerthallen. In ihrem zweiten Spielfilm verbindet die iranische Künstlerin und Filmemacherin Shirin Neshat die Emanzipationsgeschichte der Sängerin mit der Situation von Frauen in der muslimischen Welt heute. Neshat, die in New York im Exil lebt, gilt als Vorreiterin eines muslimischen Feminismus, für ein selbstbestimmtes Leben ohne männliche Einmischung.
 
Ihre Akkreditierung zu den Veranstaltungen erbitten wir über E-Mail an:
smeierhenrich@t-online.de oder presse@kunstfest-weimar.de
 
Ausführliche Informationen zum Programm des Kunstfests Weimar unter:
www.kunstfest-weimar.de
www.facebook.com/KunstfestWeimar2019
 
Informationen zur Goethe-Medaille und zur Begründung der Preisvergabe 2019:
www.goethe.de/pressemappen
www.goethe.de/goethe-medaille
 
#dichtungundwahrheit
#GoetheInstitut
 
Über die Goethe-Medaille:
Die Goethe-Medaille wurde 1954 vom Vorstand des Goethe-Instituts gestiftet und 1975 von der Bundesrepublik Deutschland als offizielles Ehrenzeichen anerkannt. Die Verleihung findet am 28. August, dem Geburtstag Goethes, in Weimar statt. Gemeinsam mit dem Kunstfest Weimar richtet das Goethe-Institut ein Begleitprogramm aus. Seit der ersten Verleihung 1955 sind insgesamt 351 Persönlichkeiten aus 66 Ländern geehrt worden, darunter Daniel Barenboim, Pierre Bourdieu, David Cornwell alias John le Carré, Sir Ernst Gombrich, Lars Gustafsson, Ágnes Heller, Petros Markaris, Sir Karl Raimund Popper, Jorge Semprún, Robert Wilson, Neil MacGregor, Helen Wolff, Juri Andruchowytsch oder Irina Scherbakowa.
 
Über das Kunstfest Weimar:
Das Kunstfest Weimar ist das größte und wichtigste Festival für zeitgenössische Künste in Mitteldeutschland. Die 30. Edition steht unter der neuen künstlerischen Leitung von Rolf C. Hemke. Theater, Tanz, Performance und Konzerte stehen ebenso auf dem Programm wie Literatur und Film, Bildende Kunst und künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum. Unter Rolf C. Hemke erhält auch das zeitgenössische Musiktheaterschaffen wieder einen gleichberechtigten Platz im Programm. Das Kunstfest versteht sich dezidiert interdisziplinär und international. Es wird seit 2014 vom Deutschen Nationaltheater ausgerichtet und durch die Thüringer Staatskanzlei und die Stadt Weimar unterstützt. Unter der Überschrift „2019 - das Weimar-Jahr“ stellt das Festival vom 21. August bis zum 7. September die Stadt Weimar und die verschiedenen Jubiläen in den Mittelpunkt: u.a. 100 Jahre Bauhaus und Weimarer Reichsverfassung, 200 Jahre Veröffentlichung von Goethes „West-östlicher Divan“ oder 30 Jahre Mauerfall.
 
Kontakt:
 
Susanne Meierhenrich
Pressebeauftragte „Goethe-Medaille“
des Goethe-Instituts          
Tel.: +49 171 742 1717
smeierhenrich@t-online.de
 
Jessica Kraatz Magri
Pressesprecherin und Leiterin
Stabsbereich Kommunikation
Goethe-Institut e.V.
Tel.: +49 89 15921 249
jessica.kraatzmagri@goethe.de
 
 

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