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"Die Wächterin" und "Walchensee forever" auf dem Tempo Dokumentarfilmfestival

The Guardian
© inselfilm produktion

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Tempo moves home lautet das diesjährige Motto von Schwedens größtem Dokumentarfilmfestival, das aufgrund der aktuellen Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie größtenteils digital arrangiert wird.
 

„Jetzt, da so viele Menschen zu Hause arbeiten, steht das Zuhause ganz anders im Fokus als zuvor“, sagt Ulrika Bandeira, Programmdirektorin des Festivals. „Das Programm umfasst Dokumentationen über die Rolle und die Funktion eines Zuhauses - über das Haus als physischen Ort oder als Idee. Doch es stellt auch die Frage, was es bedeutet, kein Zuhause zu haben. Das Dach über dem Kopf gilt als Menschenrecht, dennoch leben viele Menschen in der Obdachlosigkeit“.
 
Durch den Kauf eines digitalen Festivalpasses kann man sich die Filme bequem zu Hause anschauen. Das Programm finden Sie hier.
 
Das Goethe-Institut Schweden unterstützt die Präsentation von zwei Dokumentarfilmen aus Deutschland:
 
Die Wächterin  (Deutschland 2020, 87 Min.)
Regie: Martina Priessner 
Online-Vorstellung am Dienstag, den 9. März um 18:00 Uhr. 48 Stunden lang zugänglich

In einem verfallenen Dorf im Südosten der Türkei harrt die syrisch-orthodoxe Nonne Dayrayto allein mit ihren Tieren aus. So groß die Anfeindungen aus der muslimisch geprägten Nachbarschaft auch sind: Dayrayto lässt sich nicht vertreiben, denn sie hat geschworen, die Kirche zu beschützen und den heiligen Ort nicht zu verlassen. Die ruhig gefilmte Alltagsbeobachtung nimmt eine isolierte Frau in den Blick, die den Schmerz einer ganzen Gemeinschaft in sich trägt.
 
Martina Priessner lebt in Berlin und Istanbul und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema deutsch-türkische Migration. Im Jahr 2010 drehte sie den Film Wir sitzen im Süden der für den Grimme-Preis nominiert wurde. 2013 entstand Everyday I'm çapuling der von den Protesten im Gezi-Park in Istanbul handelt. Für ihre neueste Arbeit Die Wächterin erhielt Martina Priessner im vorigen Jahr den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts.
 

Walchensee forever  (Deutschland 2020, 110 Min.)
Regie: Janna Ji Wonders 
Online-Vorstellung am 13. März um 10:00 Uhr. 48 Stunden lang zugänglich

In traumhafter Alpenlage befindet sich noch heute ein Ausflugscafé am bayerischen Walchensee, vor 100 Jahren von der Urgroßmutter der Filmemacherin eröffnet. Hier findet das vier Generationen umspannende Frauen-Familien-Epos seinen Ausgangs- und Mittelpunkt, ein Jahrhundert zwischen Selbstverwirklichung, Pflichtbewusstsein und der Suche nach der eigenen Herkunft und Bestimmung - ein Heimatfilm.
 
Janna Ji Wonders ist eine deutsch-amerikanische Filmregisseurin und Sängerin in der Band YA-HA! Ihre Dokumentarfilme Bling Bling, über die Gangster-Rap-Szene in Los Angeles, und Kinder der Schlafviertel, über junge Punks in den Vororten von Moskau, wurden auf internationalen Festivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. Ihr Spielfilm I Remember lief auf der Berlinale 2015.

Interview mit Janna Ji Wonders 
 

 

Details

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Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln
Preis: Festival-Ticket: 260 kr