Kritikmaschine
Heinz Bude

Populistische Stimmungen

Deutschland ist heute ein guter Fall, um das Entstehen einer populistischen Stimmung zu studieren. Im Zuge der befürchteten Zuspitzung einer Flüchtlingskrise bündeln sich in einer Stimmung der Gereiztheit anti-elitistische Aversionen, die in stillen Veränderungen der Sozialstruktur ihren Grund haben. Die „Übergangenen“, die „Selbstgerechten“ und die „Verbitterten“, die sich für lange Zeit in der Schweigespirale zurückgezogen hatten, sehen sich als Opfer einer erfolgreichen Rückgewinnung von Konkurrenzfähigkeit. Die Flüchtlingskrise bietet eine Gelegenheitsstruktur für die Öffnung des Ventils für diejenigen, die sich so lange auf die Lippen gebissen haben. Rhetoriken des Hasses bieten die Möglichkeit, die eigene Macht zu spüren und so eine gekränkte Seele wieder aufzurichten. Die Stimmung der systemischen Aversion kämpft gegen den Eindruck der Zukunftsverbautheit an, die einen in einem Zustand der "breiten Gegenwart“ (Hans Ulrich Gumbrecht) stecken lässt.

Heinz Bude: Impressionen aus Prag und Seoul

  • Heinz Bude - Populistische Stimmungen © Margarita Kirilkina

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  • Heinz Bude - Populistische Stimmungen © Margarita Kirilkina

  • Heinz Bude - Populistische Stimmungen © Margarita Kirilkina

  • Heinz Bude - Populistische Stimmungen © Margarita Kirilkina

  • Heinz Bude - Populistische Stimmungen © Margarita Kirilkina

  • Heinz Bude - Populistische Stimmungen © Margarita Kirilkina

  • Heinz Bude - Populistische Stimmungen © Goethe-Institut Korea/Guen-Young Lee

  • Heinz Bude - Populistische Stimmungen © Goethe-Institut Korea/Guen-Young Lee

  • Heinz Bude - Populistische Stimmungen © Goethe-Institut Korea/Guen-Young Lee

  • Heinz Bude - Populistische Stimmungen © Goethe-Institut Korea/Guen-Young Lee

  • Heinz Bude - Populistische Stimmungen © Goethe-Institut Korea/Guen-Young Lee

  • Heinz Bude - Populistische Stimmungen © Goethe-Institut Korea/Guen-Young Lee

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