Theaterperformance
Emocracy - Brauchen wir einen neuen Gesellschaftsvertrag?

Theaterperfomances in Deutschland, Russland und der Ukraine

Sophiensäle

Angesichts gegenwärtiger populistischer Herausforderungen stellen sich gesellschaftliche Grundfragen neu: Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben? Gibt es dieses Wir in Zeiten neoliberaler Einzelschicksale überhaupt noch? Worauf können wir uns noch einigen? Braucht es einen neuen Gesellschafts-
vertrag? Sind immer nur die anderen Populist_innen, oder schlummern auch in uns populistische Sehnsüchte, die nur darauf warten geweckt zu werden?

In Emocracy kann das Publikum seine Gefühle, Wünsche und Überzeugungen direkt in das Spielgeschehen einspeisen. Zwei Performer_innen entwerfen ein Panorama von Lebensmöglichkeiten und prekären Alltagsszenen.
Das Publikum kann in Echtzeit darauf reagieren und mit Abstimmungen und Aktionen die Erzählungen lenken und bewerten: Was spricht mich an, was regt mich auf, was stößt mich ab, was nimmt mich mit?
Im Zusammenspiel aller Anwesenden entsteht jeden Abend eine neue gefühlspolitische Mikrogesellschaft. Wut, Witz und Liebe zählen mindestens genauso viel wie ein gutes Argument.

In Zusammenarbeit mit dem Theaterkollektiv Interrobang (Berlin), Zentrum Tekst (Kiew) und Theater.dok (Moskau) wurden zwischen April und Oktober 2017 Dokumentartheaterperformances zum Thema "Neuformulierung eines Gesellschaftsvertrages" entwickelt, die auf Grundlage eines Diskurses interaktiv mit den Zuschauern eine solche Neuformulierung und eine Diskussion über die ihr zugrundeliegenden Werte thematisieren. Im Oktober kommen die Performances in Berlin, Kiew und Moskau zur Aufführung.

KONZEPT Till Müller-Klug, Lajos Talamonti, Nina Tecklenburg PERFORMANCE Bettina Grahs, Lajos Talamonti DRAMATURGIE Lisa Großmann BÜHNE/KOSTÜM Sandra Fox VIDEOPROGRAMMIERUNG Georg Werner, Florian Fischer LICHTDESIGN/TECHNISCHE LEITUNG Dirk Lutz PRODUKTIONSLEITUNG ehrliche arbeit - freies Kulturbüro HOSPITANZ Talia Kracauer

Eine Produktion von Interrobang in Koproduktion mit dem Goethe-Institut und SOPHIENSÆLE. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

Details

(030) 283 52 66

Preis: Tickets ab 14,30 € / erm. 8,80 €
Aufführungen am 11., 13. + 14. Oktober