Die Rolle von Deutsch als Arbeits- und Verhandlungssprache in den Institutionen der EU

  • EU-Plakat Europa Netzwerk Deutsch © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
  • Dr. Peter Ptassek © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    Dr. Peter Ptassek, Stellvertretender Leiter der Europaabteilung des Auswärtigen Amtes und Beauftragter für Grundsatzfragen der EU
  • Johannes Ebert © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts
  • Podiumsteilnehmende v.l.n.r. Laura Tarragona-Sáez, Rosa Omeñaca-Prado, Andris Piebalgs, Norma Kessler © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    Podiumsteilnehmende v.l.n.r. Laura Tarragona-Sáez, Rosa Omeñaca-Prado, Andris Piebalgs, Norma Kessler
  • Norma Kessler © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    Norma Kessler, ehemalige Vizepräsidentin des Bundesverbands Deutscher Dolmetscher und Übersetzer
  • Laura Tarragona-Sáez © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    Laura Tarragona-Sáez, Leiterin Kommunikation & Marketing des Europäischen Amts für Personalauswahl (EPSO)
  • Andris Piebalgs © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    Andris Piebalgs, Politiker, Diplomat und ehemaliger EU-Kommissar
  • Publikum © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    Publikum
  • Publikum © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    Publikum
  • Johannes Ebert © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    v.l.n.r. Norma Kessler, Andris Piebalgs, Johannes Ebert, Dr. Peter Ptassek
  • Publikum © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    Publikum
  • Publikum © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    Publikum
  • Podium 2 © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    Podiumsteilnehmende v.l.n.r. Laura Tarragona-Sáez, Rosa Omeñaca-Prado, Andris Piebalgs, Norma Kessler
  • Publikum © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    vorne v.l.n.r. Sebastian Vötter, Johannes Ebert, Dr. Peter Ptassek
  • Publikum © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    Publikum
  • Guido Kemmerling, Referat E 01-9, Personal in der EU, Auswärtiges Amt © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    Guido Kemmerling, Referat E 01-9, Personal in der EU, Auswärtiges Amt
  • Publikum © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig
    Publikum
  • Podiumsdiskussion „Die Rolle von Deutsch in den Institutionen der Europäischen Union“ © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig

Chancen | Ziele | Perspektiven

Wie sieht sie aus, wie lässt sie sich gestalten, die Rolle von Deutsch in den Institutionen der Europäischen Union? Es war eine überaus interessante Diskussion, die sich am 15. Juni 2015 zu diesem Thema im Plenarsaal der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin entfaltete.
 

Einführung

MinDirig. Dr. Peter Ptassek, stellvertretender Leiter der Europaabteilung des Auswärtigen Amtes und Beauftragter für Grundsatzfragen der EU begrüßte die Anwesenden, eine Einführung in das Thema gab der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Herr Johannes Ebert.

Auf dem Podium diskutierten Frau Norma Kessler, ehemalige Vizepräsidentin des Bundesverbands Deutscher Dolmetscher und Übersetzer; Herr Andris Piebalgs, Politiker, Diplomat und ehemaliger EU-Kommissar; sowie Frau Laura Tarragona-Sáez, Leiterin Kommunikation & Marketing des Europäischen Amts für Personalauswahl (EPSO).

Neben vielen Interessierten aus dem In- und Ausland nahmen auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zwei EU-Kurse (EU 03 Göttingen und EU 04 Made in Germany) an der Diskussion teil. 

Im Nachfolgenden können Sie sich einen Eindruck von der Diskussion machen sowie die Beiträge anhören.

Diese reichten von den Analysen der Ursachen für eine sprachenpolitische Zurückhaltung der Deutschen über ein weltweit zu beobachtendes, erstarkendes Interesse an der deutschen Sprache, von gezielten Fördermaßnahmen – mit besonderem Blick und Wertschätzung der Kurse des Europanetzwerk Deutsch – bis hin zu Plädoyers für mehr sprachliches Selbstbewusstsein.

Grusswort und Eröffnungsrede

Dr. Peter Ptassek © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig

Dr. Peter Ptassek

„Was den Bürger in seinem Alltagsleben betrifft, das muss auch im Horizont seiner politischen Wirklichkeit und in seiner Sprache plausibel gemacht werden können und erläutert werden können.“

„Diese Mischung Sprachkurs und Begegnung macht das Europanetzwerk Deutsch zu einem besonderen und die Zusammenarbeit in der EU fördernden Programm.“

Stellvertretender Leiter der Europaabteilung des Auswärtigen Amtes und Beauftragter für Grundsatzfragen der EU

Vollständiges Grußwort zum Anhören
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Johannes Ebert © Goethe-Institut, Foto: Bernhard Ludewig

Johannes Ebert

„Mit diesem Stipendienprogramm setzt sich die Bundesregierung im Rahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik für die Förderung eines mehrsprachigen Europas ein, in dem auch die deutsche Sprache aktiv für die Kommunikation in und mit Europa genutzt wird.“

„Ich bin der Überzeugung, dass wir gemeinsam kluge Modelle entwickeln sollten und können, wie wir unseren Sprachenreichtum für alle gewinnbringend einsetzen können.“

Generalsekretär des Goethe-Instituts

Vollständige Rede zum Anhören
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Einblicke in die Binnenperspektive mit anschliessender Diskussion

Spannend wurde es, als Herr Piebalgs und Frau Tarragona-Sáez Einblicke in die Binnenperspektive der Institutionen der Europäischen Union gewährten. Bei allen Alltagsschwierigkeiten, wobei Frau Kessler völlig zurecht auf den Aufwand verwies, den institutionelle aber auch individuelle Mehrsprachigkeit stets bedeuten, war deutlich spürbar, welche durch persönliche Erfahrungen gespeiste Wertschätzung die Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer der deutschen Sprache entgegenbringen und welch biographische Konstellationen mitunter damit einhergehen.

Die anschließende Diskussion mit dem Publikum offenbarte die Bandbreite an unterschiedlichsten Motivationen, Deutsch zu erlernen. Es war eben jene persönlich spürbare Begeisterung für die deutsche Sprache, die alle Anwesenden nach dem Gespräch bei einem Glas Wein mit nach Hause nehmen konnten: Es lohnt sich Deutsch zu lernen - und es lohnt sich Deutsch zu fördern. Für jeden Einzelnen, für Deutschland, für die Mehrsprachigkeit in Europa.

Die komplette Diskussion zum Anhören
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Andris Piebalgs © Goethe-Institut

Andris Piebalgs

„Vertrauen gewinnt man mit der Muttersprache von anderen Leuten. Und die anderen verstehen was ich meine, und ich habe ein Interesse für sie.“

Politiker, Diplomat und ehemaliger EU-Kommissar
 

Tarragona Saez © Goethe-Institut

Laura Tarragona-Sáez

„Langsam geht uns die Vielsprachigkeit zu Ende und wir reden alle nur Englisch (…)  Wir müssen damit anfangen, dass wir mutig werden, dass wir den Mut haben unsere Vielsprachigkeit zu verteidigen, im Alltag, im Büro. Dass wir uns [diese] nicht nehmen lassen.“

Leiterin Kommunikation & Marketing des Europäischen Amts für Personalauswahl (EPSO)

 

Norma Kessler © Goethe-Institut

Norma Kessler

„Das halte ich für ganz wichtig,(…) dieses ernst genommen werden als Bürger und das geht nur in dessen Muttersprache und da sehe ich die EU in der Pflicht, sich hier zu bemühen, denn nicht alle sind so sprachengewandt oder wollen eine Sprache lernen.“

Ehemalige Vizepräsidentin des Bundesverbands Deutscher Dolmetscher und Übersetzer

Rosa Omeñaca-Prado © Goethe-Institut

Rosa Omeñaca-Prado


Geboren im Nordspanischen Bilbao, Studium in Deutschland 
Arbeitet als Moderatorin, Sprecherin, Reporterin und Redakteurin