SCHULWÄRTS! in der Ukraine
stipendienbasierte Lehramtspraktika im Ausland

SCHULWÄRTS! in der Ukraine © Goethe-Institut/Umut Çiçekdal

Ukraine

Die vielseitige Ukraine ist ein Land, das vielen vielleicht nicht direkt als Praktikumsort in den Sinn kommt. Einige kennen das Land durch die Europameisterschaft 2012, die anderen durch das ESC-Finale in Kiew im Jahr 2017. Das Land bietet viel ‒ neben Kiew auch Odessa, Lwiw, die Karpaten, facettenreiche Landschaften, Flüsse und Seen, Granitfelsen und die südukrainische Steppe, den Dnipro und spektakuläre Burgen und Klöster. Es lohnt sich also auf alle Fälle, dort dein SCHULWÄRTS!-Praktikum zu absolvieren!

Die Rolle von Deutsch

Die Ukraine liegt bei der Anzahl der Deutschlernenden an fünfter Stelle weltweit. Deutsch wird dort überwiegend als zweite Fremdsprache ab der 5. Klasse gelernt. Es gibt auch Schulen, an denen Deutsch bereits in der Grundschule unterrichtet wird. Meist erreichen die Jugendlichen bis zum Schulabschluss die Niveaus A2 oder B1. Das Goethe-Institut Kiew fördert insbesondere qualitativ hochwertigen Deutschunterricht und motivierende Aktivitäten für Schüler*innen.

CLIL-Projekte

Bei Jugendsommerkursen, Ausstellungen, Wettbewerben sowie Schulprojekten mit den Schwerpunkten Bildung für nachhaltige Entwicklung und MINT verbessern die Schüler*innen nicht nur ihre Deutschkenntnisse, sondern stärken auch ihre interkulturellen Kompetenzen und lernen so ganz nebenbei und hochmotiviert Deutsch. Manche SCHULWÄRTS!-Praktikant*innen waren schon intensiv in die Initiierung, Durchführung und Nachbereitung dieser Angebote eingebunden.

Leben und Unterrichten in der Ukraine

Die Ukraine ist nach Russland das flächenmäßig zweitgrößte Land Europas. Daher gibt es dort auch einiges zu entdecken. Welches europäische Land kann denn sonst von sich behaupten, eine Wüste und einen Urwald zu haben? Dazwischen finden sich außerdem Steppen, hohe Gebirge, Flüsse und das Schwarze Meer.
Neben diesen Naturschätzen locken auch die ukrainischen Städte, ob Kiew, Odessa oder L‘viv. Die Ukraine verfügt über eine vielfältige Musik- und Theaterszene, die gerade im Bereich zeitgenössischer Musik und modernes Theaters auch durch internationale Festivals auf sich aufmerksam macht.

Die SCHULWÄRTS!-Stipendiat*innen absolvieren ihr Praktikum meist an den Fit-Schulen im PASCH-Netzwerk, die in sechzehn verschiedenen ukrainischen Städten zu finden sind. Sie haben dort die Möglichkeit, den Unterricht aktiv mitzugestalten und Projekte durchzuführen. Für neugierige SCHULWÄRTS!-Stipendiat*innen ist die Ukraine daher immer eine Reise wert!

Der mögliche Praktikumzeitraum

Praktikumszeitraum Ukraine © Flora Rinke

Stimmen der SCHULWÄRTS!-Alumni

"Mein Praktikum in der Ukraine war ein Abenteuer! Ich kannte weder die Sprache noch sonderlich viel von der Kultur und habe in den drei Monaten unfassbar viel dazugelernt, nicht nur über Land und Leute, auch über mich selbst. Man überwindet seine eigenen Grenzen und lernt, unbekannten und eventuell auch zum Teil überfordernden Situationen entspannt entgegen zu treten - weil man keine andere Wahl hat. Alle Leute, die ich kennen gelernt habe, waren offen, nett und hilfsbereit, sodass ich mich nie allein gefühlt habe.
Die Betreuung in Odessa und auch aus Kiew war ebenfalls super. An der Schule wurde ich herzlich aufgenommen und man merkte, wie die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler dank einer "echten Deutschen" immer mehr stieg. Meine Ansprechpartnerin war nicht nur in der Schule für mich da, sondern hat sich auch außerhalb herzlich um mich gekümmert. Das Goethe-Institut Kiew hat mich unterstützt und es mir ermöglicht, bei vielen Veranstaltung im ganzen Land dabei zu sein. So konnte ich an einem Workshop in Kiew oder bei einem Sprachenwettbewerb in Charkiw teilnehmen. Ein Praktikum in der Ukraine bedeutet also nicht, dass man nur an einem Ort bleibt, man kommt auch viel rum! Wer also Neues erleben möchte, keine Angst vor Unbekanntem hat und neugierig auf andere Städte ist - was durch aufregende Nachtzugfahrten super einfach ist - , sollte ein Praktikum in der Ukraine machen." (Theresa - Spanisch und Geschichte)

"Die Ukraine ist unbekannt und wird enorm unterschätzt. Das Essen ist vielfältig und schmeckt wunderbar. Durch die landschaftliche Vielfalt und unterschiedliche klimatische Bedingungen kann man auf regionalen Märkten einfach alles an Obst und Gemüse kaufen. Es ist ein Land im Umbruch mit engagierten Menschen, die ihr Schicksal trotz schwieriger Lebensverhältnisse mit neuen Ideen selbst in die Hand nehmen. Das heutige Gebiet der Ukraine beherbergte schon immer Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Religionen. Das spürt man überall – in den bunten Großstädten Kiev, Charkiw, Lviv, Odessa sowie in den märchenhaften von Minderheiten bewohnten Landstrichen. Nirgendwo sind Zugfahrten so schön wie in der Ukraine – lange Strecken nachts im Schlafwagen zurücklegen, gute Gespräche führen und die ein oder andere Köstlichkeit angeboten bekommen... Die Schüler*innen und Lehrkräfte freuen sich immer, neue Gesichter zu sehen – denn so viele Abenteurer, die die Ukraine besuchen, gibt es leider nicht. Die Menschen sind unglaublich herzlich und gastfreundschaftlich. Ja, es gibt einen Konflikt mit Russland und dieser ist vielschichtiger als wir es mitbekommen. Die meisten Vorurteile bestätigen sich jedoch nicht, wenn man mit Ukrainer*innen und Russ*innen ins Gespräch kommt." (Julia - Französisch, Russisch, DaZ)