Botschafter der IDO 2016
Tonbandgerät

Die Band Tonbandgerät übernimmt sehr gern die Rolle des Botschafters

Videobotschaft

Als Tonbandgerät noch ohne Album aber mit einem Plattenvertrag im Gepäck 2012 den New Music-Award gewinnen, gibt es die Band seit fünf Jahren in gleicher Besetzung. Sophia Poppensieker spielt Gitarre und schreibt die Texte, ihre jüngere Schwester Isa spielt Bass; zusammen haben sie Sänger Ole Specht via Youtube und etwas später Schlagzeuger Jakob Sudau auf dem Schulhof rekrutiert. Praktisch zeitgleich mit dem Award erscheint ihre erste Single auf Universal, „Irgendwie anders“; kurz danach das erste Album, „Heute ist für immer“.

Tonbandgerät spielen deutschlandweit und auf Festivals. Alles entwickelt sich prächtig. Einen vorläufigen Höhepunkt erreicht die bisherige Band-Geschichte, als Tonbandgerät im März 2014 auf Einladung des Goethe-Instituts einen Monat lang quer durch Amerika tourt. Eine Reise ins Mutterland des Rock’n’Rolls, nicht ohne Fan-Gesänge und Autogrammstunden. Sie reisen in einem Tour-Bus, werden von Teenies mit selbstgemalten Schildern jubelnd empfangen.
 
Wie geht es weiter, wenn ein Traum wahr wurde? Tonbandgerät geben nicht auf. Sie ziehen direkt ins Zentrum Hamburgs. Irgendwo auf dem Hinterhof des Hinterhofs baut sich die Band ein Haus im Haus. Die gemeinsame Arbeit an dem neuen Hauptquartier ist für alle Beteiligten eine Art Bekenntnis. Es geht weiter. Heute ist eben NICHT für immer. Es wird anders, aber das bedeutet ja nicht, dass das Neue nicht „mindestens genauso schön werden kann“, schreiben Tonbandgerät in den Linernotes ihres neuen Albums. Noch vertrauter scheint das Zusammenspiel von Sophia und Ole. Die Rhythmusgruppe mit Isa am Bass und Jakob am Schlagzeug spielt zwingender.

Der für Tonbandgerät „perfekte Sound“ ist vor allem das Ergebnis einer mehr als sorgfältigen „Vorproduktion“. Sophia hat in ihrem Laptop nicht nur Gitarren geschichtet sondern ganze Songs gebaut. Die finalen Aufnahmen konnte man so gemeinsam schnell vollenden. Der Beitrag zum Bundesvision Contest, „Alles geht“, trägt die Handschrift von Tonbandgerät, die genau wussten, was sie wollten. Ganz zu schweigen von vielen anderen schönen Sätzen, Titeln und Refrainzeilen, die für sich isoliert ein neues Leben erhalten:

„Alles was du hast, ist nur gestreamt.“ („Jeden Weg“)
„Statt des Geldes geben wir lieber Leben aus.“ („Mauern aus Beton“)
„Weil aus Planierraupen niemals Schmetterlinge werden.“ („Der Fehler in mir“)
„In diesem Ring ist nur Platz für einen.” („Schattenboxer“)
„Du fehlst hier. Du bist der Fehler in mir." („Der Fehler in mir“)
 
Sätze wie abgeschlossene Romane, verpackt in kleinen Songs im klassischen Dreiminuten-Format, das ist schon nah dran an der Perfektion. Es geht weiter, alles wird anders aber „mindestens genauso schön“, vielleicht ja auch noch besser - kann doch sein!

Ich komm jetzt heim
Ich komm jetzt heim

Sekundenstill
 
Sekundenstill

Jeden Weg
 
Jeden Weg

Clueso tritt von seiner Rolle als Botschafter für die Internationale Deutscholympiade 2016 zurück

Nach einem der bewegendsten Jahre in Cluesos Karriere entscheidet sich der Künstler, von seiner Rolle als Botschafter für die Internationale Deutscholympiade 2016 zurückzutreten. Dies liegt im aktuellen Umbruch und der dadurch resultierenden Eigendynamik begründet. Nach der bisher größten Festivalsaison trennte sich Clueso im September 2015 von seiner Band. Er gibt bekannt, dass er sich nun stärker Soloprojekten widmen möchte. Die 15 Jahre Bandgeschichte bedeuten 6 gemeinsam produzierte Studio-Alben, mehr als 600 Konzerte, Tausende begeisterte Fans. Die Trennung ist das Ende einer Ära.

Was nun kommt, ist auch für den Künstler unbekannt und offen. Es wird eine Neuorientierung notwendig sein. Deswegen hat sich Clueso nach reiflicher Überlegung entschlossen, die Rolle des Botschafters nicht weiter auszuüben.

Clueso möchte sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Partnern und dem Goethe-Institut e.V. entschuldigen und bittet um Verständnis für seine aktuelle Situation. Er bleibt dem Goethe-Institut, wie seit Jahren, herzlich verbunden und freut sich auf neue gemeinsame Projekte zu einer anderen Zeit.