Startklar?! Eine Werkstatt-Konferenz - Foren | 22.3.2018 - Goethe-Institut
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Digital Literacy | 9:30 - 10:30 Uhr

Forum 1
Ort: Berlin, Spreewerkstätten, Saal
Sprache: Englisch/Deutsch

Donnerstag 22.3.2018
Vortrag: Dr. Doug Belshaw, Dynamic Skillset, Open Educational Thinkerer, Great Britain
Fokusrunde: Torsten Larbig, Frank­fur­ter Gym­na­si­um Schillerschule, Technische Universität Darmstadt

„The future is already here – it's just not evenly distributed.“
– William Gibson

Lesen und Schreiben sind als Kulturtechniken seit jeher Grundvoraussetzungen, um am gesellschaftlichen Leben kommunikativ teilzunehmen. Die rasant fortschreitende Digitalisierung und technische Entwicklungen verändern jedoch zunehmend auch die Art und Weise, wie wir kommunizieren.
 
Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Bedienung von technischen Geräten.
Soziokulturelle Kompetenzen über Funktions-, Verhaltens- und Wirkweisen von digitalen Angeboten und virtuellen Plattformen wie z.B. Blogs, Social-Media-Plattformen etc. sind unentbehrlich geworden.
 
Wenn man die „Nebenwirkungen“ und Rückkopplungseffekte neuer Kommunikationsformen berücksichtigt, bieten die neuen digitalen Entwicklungen auch Chancen und Potenziale für die Entwicklung und Nutzung von Sprachlernangeboten. 
 

Künstliche Intelligenz | 9:30 - 10:30 Uhr

Forum 2
Ort: Berlin, Spreewerkstätten, Kuppel
Sprache: Englisch/Deutsch

Donnerstag 22.3.2018
Vortrag: Prof. Donald Clark, Plan B Learning
Fokusrunde: Dr. Tarek R. Besold, Data Science City, University of London

„The key is to have conversations again!“
– Amir Shevat, Director of Developer Relations at Slack

Indira lernt noch nicht lange Deutsch. Anhand des verwendeten Wortschatzes, des Satzbaus, aber auch aufgrund der gemachten Fehler ist Indiras „Lehrer“ in der Lage, das Sprachniveau seiner Schülerin kontinuierlich neu zu klassifizieren. Das durch stetige Datenanalyse gewonnene Wissen über Indiras Lernprozess ermöglicht es ihrem „Lehrer“, den Lernstoff zu jeder Zeit optimal an Indiras Bedürfnisse, ihren momentanen Sprachstand und ihren individuellen Fortschritt anzupassen. Gleichzeitig stimuliert der „Lehrer“ Indiras Lernprozess laufend mit einem Set individuell auf Indira zugeschnittener Aufgaben. Bei der Kommunikation mit Indira beschränkt sich der „Lehrer“, automatisch auf ihren aktuell verfügbaren Wortschatz.
 
Indiras „Lehrer“ ist ein von künstlicher Intelligenz gesteuerter Lernassistent.
 
Utopie oder denkbares Szenario? Die Vernetzung und der kontinuierliche Austausch von Expertinnen und Experten aus den Bereichen „Sprache“ und „Künstliche Intelligenz“ sind die Grundlage dafür, das Potenzial im Bereich der Spracherkennung und -auswertung für den Fremdsprachenunterricht nutzbar zu machen. Die Utopie von gestern ist die Realität von Morgen.
 

Learning Analytics | 10:45 - 11:45 Uhr

Forum 3
Ort: Berlin, Spreewerkstätten, Saal
Sprache: Deutsch

Donnerstag 22.3.2018
Vortrag: Prof. Dr. Niels Pinkwart, Institut für Informatik, Humboldt-Universität Berlin
Fokusrunde: Harald Melcher, Managing Partner bei m2more GmbH Berlin
Prof. Dr. Torben Schmidt, Professor für die Didaktik des Englischen, Leuphana Universität Lüneburg

„Store all data you can get, there will be a time when you can use it“
– Toby Bradshaw, Microsoft

Das Sammeln von Informationen hat den Elfenbeinturm der wissenschaftlichen Forschung längst verlassen und ist in die Zentralen großer Medienkonzerne eingezogen. Das Sammeln und Auswerten von Daten ist unterdessen selbstverständlicher Bestandteil unseres modernen gesellschaftlichen Lebens.
 
Dies gilt auch für den Bildungsbereich. Dort werden ebenfalls immer mehr Daten von Lernenden erhoben. Gezielt analysiert und ausgewertet bieten diese Daten wertvolle Informationen, z.B. über das Lernverhalten und den Lernfortschritt von Klassen oder einzelnen Lernenden. Erst solche soliden Datengrundlagen erlauben eine erfolgreiche individuelle Anpassung von Lerninhalten auf die spezifischen Bedürfnisse und Fähigkeiten jedes Einzelnen hin. 

Den unbestrittenen Chancen und Vorteilen einer Personalisierung des Lehrens und Lernens stehen jedoch berechtigte Bedenken gegenüber. Der Umfang potenzieller Gefahren durch den Missbrauch derartiger Sammlungen sensibler personenbezogener Daten lässt sich derzeit erst erahnen. Fragen zu Datenschutz und Datenethik genauso wie der verantwortungsvolle Umgang mit „BIG DATA“ stellen eine Herausforderung dar.

Globale Arbeitswelten | 10:45 - 11:45 Uhr

Forum 4
Ort: Berlin, Spreewerkstätten, Kuppel
Sprache: Deutsch

Donnerstag 22.3.2018
Vortrag: Prof. Dr. habil. Olaf Zawacki-Richter, Institut für Pädagogik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fokusrunde: Prof. Dr. habil. Svetlana Titova, Faculty of Foreign Languages and Area Studies, Lomonossow University Moscow

„Als zentrale Schnittstelle der digitalen Veränderung erweist sich die Arbeit.“
– Andrea Nahles

Die zunehmende Digitalisierung stellt auch das globale Wirtschaftssystem vor neue Herausforderungen. Demographische Entwicklung sowie wachsende Anforderungen aus Migration und Zuwanderung kommen hinzu. Im engmaschigen Beziehungsgeflecht zwischen den Handlungsfeldern Sprache, Bildung und Beschäftigung hat das weitreichende Folgen.
 
Mit der Veränderung der Art, wie wir arbeiten, muss sich auch die Art und Weise ändern, was und wie wir lernen. Die erforderliche Neuausrichtung des Lernens, hin zu handlungsorientiertem und kollektivem Lernen mit Hilfe digitaler Medien steht dabei im Mittelpunkt.
 
Welcher Wert kommt der Kenntnis einer Fremdsprache in einem medialisierten Umfeld noch zu? Welche Chancen und Herausforderungen hält die Digitalisierung für die Arbeitswelt in den nächsten Jahren bereit?

Immersives Lernen | 12:15 - 13:15 Uhr

Forum 5
Ort: Berlin, Spreewerkstätten, Saal
Sprache: Englisch/Deutsch

Donnerstag 22.3.2018
Vortrag: Prof. Mel Slater, Department of Clinical Psychology and Psychobiology, University of Barcelona
Fokusrunde: Sarah Rogerson, Cambridge English Language Assessment

„If you tell me, I will listen. If you show me, I will see. But if you let me experience, I will learn.”
– Lao-Tse zugeschrieben

Mit allen Sinnen in eine andere Welt eintauchen. Immersion stellt ein zentrales Element im Fremdsprachenunterricht dar und je mehr Sinne angesprochen werden, desto intensiver und nachhaltiger wird das Erlebnis für Lernende.

Die technischen Möglichkeiten virtueller oder erweiterter Realität (Virtual Reality und Augmented Reality) bieten nun völlig neue Wege, Lernen ortsunabhängig und in kommunikativen Situationen zu ermöglichen. So eröffnet diese Technik nicht nur im Bereich der Landeskunde die Chance, virtuell Alltagssituationen unmittelbar zu „erleben“, sondern es kann zudem in immersiv erlebbaren Szenarien sprachliches Handeln wirklichkeitsnah geübt, evaluiert und korrigiert werden.

Auch das Rollenspiel als bewährtes Konzept des Fremdsprachenunterrichts gewinnt durch die neuen technischen Möglichkeiten eine völlig neue Qualität. Dabei stehen wir erst am Anfang dieser Entwicklungen.

Übersetzungstechnologie | 12:15 - 13:15 Uhr

Forum 6 
Ort: Berlin, Spreewerkstätten, Kuppel
Sprache: Deutsch

Donnerstag 22.3.2018
Impulsvortrag: Prof. Dr. Josef van Genabith, DFKI: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Universität des Saarlandes, Saarbrücken

„Let machines do what they can best.”
– Christoph Auer-Welsbach, IBM Watson

Trotz unterschiedlicher Sprachen miteinander kommunizieren zu können, ist seit dem Turmbau zu Babel unbestritten ein Thema, das auch durch die fortlaufenden Prozesse der Globalisierung, der Migration und der Digitalisierung an Aktualität gewonnen hat.
 
Die neuesten Entwicklungen im Forschungsfeld Übersetzungstechnologie lassen bereits heute die künftige Perfektion von automatisierten Übersetzungshilfen erahnen. Die Angebotspalette digitaler Hilfsmittel zum Übersetzen wird immer diverser, nutzerfreundlicher und qualitativ besser.
 
Was bedeuten diese Entwicklungen für das Sprachenlernen? Wo liegen die Hürden, wo die Grenzen digitaler Übersetzungshilfen? Die Diskussion darüber, in welchen Kontexten das Fremdsprachenlernen auch künftig unverzichtbar bleiben wird, hat angesichts solcher Entwicklungen weiter an Bedeutung gewonnen. Die zentrale Frage ist hier, ob Mehrsprachigkeit weiterhin erstrebenswert bleiben wird oder ob diese als Bildungsideal an Bedeutung verliert.

Open Education als #zeitgemäße Bildung (re:publica) | 14 - 15 Uhr

Forum 7
Ort: Berlin, Spreewerkstätten, Saal
Sprache: Deutsch

Donnerstag 22.3.2018
Vortrag: Christine Kolbe, Diskursgestalterin klugekonzepte und didaktische Koordinatorin bei mediale pfade

Open Education als #zeitgemäßeBildung:
Paradigmenwechsel für Bildungszugänge  und Lernprozesse

Seit fast zwei Jahrzehnten beginnt sich im Zuge der Digitalisierung ein neues Ordnungs- und Handlungsmuster im Umgang mit Wissen und Information auszubreiten: Was mit der Offenlegung von Quellcodes begann, setzt sich auch in anderen Bereichen als Open-Source-Praxis durch. Diese Kultur des Teilens, von Nachnutzbarkeit findet in der Bildung den konkreten Ausdruck in den Open Educational Resources kurz: OER. Darin manifestiert sich ein Paradigmenwechsel, ein Umdenken von Urheberschaft und Nutzungsrechten in der digitalisierten Welt. Es geht um den Austausch von Konzepten, Materialien und Methoden für jegliche Lern- und Lehrumgebungen, um das Lernen selbst offener und flexibler zu gestalten und die Möglichkeiten des Digitalen auszuschöpfen. Bei Projekten, die sich von ihrem Selbstverständnis her als open/offen bezeichnen, geht es darum, den Nutzer zum Mitgestalter zu machen. Er soll das erhaltene Gut oder Werk, weiterentwickeln, eigene Beiträge zur Verfügung stellen oder an Ideen weiterdenken. Angesichts der Herausforderungen des 21. Jahrhundert sollten die Chancen die sich durch größere Offenheit und eine Vielfalt an Zugängen insbesondere von Bildungsressourcen ergeben, intelligent genutzt werden. Das ist #zeitgemäßeBildung.

Digitale Aufgaben- und Übungsformate: Interaktion und Interaktivität (Cornelsen) | 14 - 15 Uhr

Forum 8
Ort: Berlin, Spreewerkstätten, Kuppel
Sprache: Deutsch

Donnerstag 22.3.2018
Vortrag: Prof. Dr. Hermann Funk, Institut für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache und Interkulturelle Studien, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fokusrunde: Andrea Pfeil, Goethe-Institut New York
Prof. Bernd Rüschoff, Universität Duisburg-Essen
Caterina Magro, Babbel Berlin
Dr. Phil Anika Bethan, EF Internationale Sprachschule Berlin

Von den Faktoren, die Wege, Formen und Ergebnisse des Lernens fremder Sprachen bestimmen, ist die Qualität der Interaktion im Lernprozess von entscheidender Bedeutung. Digitale Übungsformate in Lehrmaterialien und in Apps haben zumeist eine sehr eingeschränkte Interaktivität, die selten über das Stimulus/Response-Modell hinausgeht. Im Podiumsgespräch sollen fachdidaktische Positionen, Modelle und Formate erörtert werden, die ausgehend von den Potenzialen digitaler Interaktivität fremdsprachliche Interaktionsprozesse auslösen und unterstützen.

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