Science Film Festival ... und natürlich mit der Maus

Für das hohe Niveau, auf dem er mit filmischen Mitteln die Genetik erklärt, wurde der Film <em>Simply Complex</em> ausgezeichnet
Für das hohe Niveau, auf dem er mit filmischen Mitteln die Genetik erklärt, wurde der Film Simply Complex ausgezeichnet | Copyright: Scottish Documentary Institute

Wie funktioniert die DNA? Ist Bioplastik umweltfreundlich? Was wäre der Regenwald ohne Blattschneiderameisen? Und welche kuriosen Gestalten entstehen in einer Werkstatt am Fuße des Fuji? Schwere Fragen brauchen keine komplizierten Antworten. Den Beweis liefern die Preisträger des Science Film Festival.

Armin hat mal zur Feier des Tages was gebaut. Er hat zwei Klötzchen auf eine Schiene gelegt, eine Kiste draufgesetzt und in die Kiste eine magische Flüssigkeit geschüttet. Danach hat er die Klötzchen unter der Kiste weggenommen, und die Kiste ist geschwebt. Schließlich hat er das Experiment noch etwas abgewandelt und ist gleich selbst auf einem Teppich durchs Zimmer geflogen. Ist das möglich?

Armin ist natürlich kein anderer als Armin Maiwald, der Vater der Sendung mit der Maus, der mit seiner unverwechselbaren Stimme schon Generationen von deutschen Kindern die Welt erklärt hat. Und dass sein Teppich tatsächlich fliegen kann, ist selbstverständlich auch keine Frage, sondern nur: Wie?
 

Science Film Festival


Wenig erstaunlich ist es, dass Maiwald und sein Team für ihre jahrzehntelange Arbeit und ihre „hochwertigen wissenschaftlichen Beiträge für alle Altersgruppen“ – sie selbst sprechen von „Lach- und Sachgeschichten“ – nun einen der Preise des Science Film Festivals 2014 einheimsten. Stellvertretend wurden sie für eine Sendung über Magnetbahnen ausgezeichnet, in der dann auch Teppiche flogen.

Wissenschaft kann unterhaltsam sein. Das Credo, dem die Sendung mit der Maus seit jeher folgt, gilt freilich auch für die weiteren Preisträger des vom Goethe-Institut organisierten Festivals. Was können wir von Blattschneiderameisen lernen? Gibt es bald nur noch organische Plastiktüten? Hätte mit besseren Robotern die Katastrophe von Fukushima verhindert werden können? Das sind die Fragen, die sie ihn ihren so kurzweiligen wie informativen Filmbeiträgen beantworten. Die insgesamt sechs Beiträge, die von einer internationalen Jury ausgewählt wurden, kommen aus Kanada, Japan, Schottland und Deutschland. Verliehen werden die Auszeichnungen heute im Deutschen Museum in München.

Die Preisträger:

Preis für visuelle Effekte: Simply Complex
 
Simply Complex


IPST Bildungspreis: Annedroids – New Pals
 
Annedroid


Ökofilmpreis: neuneinhalb: Bioplastik
 


Siemens Entdeckungspreis: Wildleben: Hochentwickelte Bauern – Blattschneiderameisen
 
Ameisen


Mercedes-Benz Wissenschaftsfilmpreis: Die Sendung mit der Maus: Magnetbahn
 
Maus


Preis der Jury: Roboter Revolution
 
 Roboter


2015 wird sich das Science Film Festival um das Thema „Licht“ drehen. Es soll den Besuchern helfen, mehr über die unterschiedlichen Anwendungen des Lichts in unserem täglichen Leben zu lernen und zu erfahren, was es uns über unser Universum verrät. Das Festival findet vom 1. Oktober bis zum 20. Dezember statt.

-db-