Video-Mosaik Hamburg, Rio, Tokyo

In München waren die Jungfilmer auch Freddie Mercury auf der Spur
In München waren die Jungfilmer auch Freddie Mercury auf der Spur | Screenshot: Goethe-Institut

Drei Minuten, mehr gibt es nicht. Das war die einzige Vorgabe. In dieser Zeit mussten junge Journalisten aus der ganzen Welt ihre Stadt porträtieren. Das Ergebnis: 180 Sekunden Stadt, eine abwechslungsreiche filmische Reise von Montréal bis nach Tokyo. In der ersten Staffel geht es um Raum und Zeit.

Dietmar Holzapfel ist der Besitzer des Restaurants Deutsche Eiche, das er mit seinem Mann führt. Die Deutsche Eiche ist ein Stück Tradition der schwulen Szene rund um den Gärtnerplatz in München. Holzapfel erzählt, wie sich das Viertel seit den Achtzigerjahren verändert hat, als zeitweise sogar Freddie Mercury hier lebte. Bestes Beispiel für die sich wandelnde Szene ist die Paradiso-Bar, „heute eher ein Hetero-Laden“, wie Holzapfel erzählt. Früher hieß sie Old Mrs. Henderson und war Mercurys zweites Wohnzimmer.



Die Momentaufnahme aus München ist einer von 16 ersten Beiträgen des Projekts. Wo geht es in der Stadt hektisch zu? Wo lädt sie zum Verweilen ein? In der ersten Staffel von 180 Sekunden Stadt spüren die Filmemacherinnen und Filmemacher Orte auf, die dem rasanten Wandel der Stadt Widerstand leisten. Es geht im Aufzug nach oben, mit der Metro durch den Untergrund. Die Jungfilmer begleiten ihre Protagonisten dorthin, wo der Tag beginnt, und dorthin, wo die Nacht nicht enden will.

Nach einer Nacht im Kapselhotel in Tokyo steht in Madrid ein Besuch bei Restaurator Jorge im Reina Sofía an, zu Fuß geht es durch Kolkatas Straßen und an den Hamburger Hafen. Und welches Geheimnis umgibt Saul, den Besitzer des letzten Nähmaschinengeschäfts in Montréal? Die filmischen Anekdoten aus 16 verschiedenen Metropolen ergeben zusammengesetzt ein buntes Mosaik, eine globale Momentaufnahme von Stadt. Die deutschen Beiträge – sie kommen aus Berlin, Hamburg, Köln, München und Leipzig – wurden von Absolventen der Deutschen Journalistenschule erstellt, die internationalen Filme von den Webredakteuren der dortigen Goethe-Institute. Wie sie die jeweiligen Städte porträtieren wollten, blieb den Autoren dabei völlig selbst überlassen. Einzige Bedingung: Sie mussten es in 180 Sekunden tun.

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