Instrumente für Zentralamerika Die wollen nur spielen!

Mit der Spende kann sich das Orchester dringend benötigte Instrumente kaufen
Mit der Spende kann sich das Orchester dringend benötigte Instrumente kaufen | Foto: Alexander Carbajal

2010 wurde das Zentralamerikanische Jugendorchester gegründet, auf Initiative des Goethe-Instituts. In diesem Jahr nun kamen die talentierten Nachwuchsmusiker in Honduras zusammen – und bekamen ein ganz besonders wertvolles Geburtstagsgeschenk. Dabei war es gar nicht das Orchester, das Geburtstag hatte.

Was ist ein Orchester ohne Instrumente? Nun gut, ganz ohne Ausstattung ist das Orquesta Juvenil Centroamericana y del Caribe (OJCA) natürlich nicht. Doch Neuanschaffungen sind dringend nötig, damit die jungen Musiker des Orchesters ihren Ansprüchen genügen können. Das Orchester, das sich aus jugendlichen Musikern aus acht zentralamerikanischen Ländern zusammensetzt, wurde vor fünf Jahren auf Initiative des Goethe-Instituts ins Leben gerufen. Es war von Anbeginn ein Lieblingsprojekt von Institutspräsident Klaus-Dieter Lehmann, der den Werdegang des Orchesters mit großer Begeisterung verfolgte.

Als Lehmann nun im Februar seinen 75. Geburtstag feierte und bei einem Festakt geehrt wurde, bat er seine Gäste anstelle von Geschenken um eine Spende für das Orchester, um dessen Not an Instrumenten endlich ein wenig zu lindern. Die Gratulanten kamen der Aufforderung gerne nach, am Ende schlug sich der Spendenaufruf in der stolzen Summe von 16.023,14 Euro nieder. „Die Spendenfreudigkeit der Geburtstagsgäste hat mich begeistert“, sagte Lehmann. „Sie ermöglicht nicht nur eine gesicherte musikalische Qualifizierung und eine motivierende persönliche Erfahrung, die jungen Musiker werden zu Botschaftern, die das zersplitterte Mittelamerika als gemeinsamen Kulturraum vermitteln – ein zarter Zukunftsentwurf!“

Die Spende wurde dem OJCA jetzt im honduranischen Tegucigalpa von Isabel Kielian, der stellvertretenden Leiterin des Goethe-Instituts Mexiko, übergeben. Alejo Campos, der Direktor des Orchesters, wird sich um den Kauf der Instrumente kümmern.

Für das Orchester ist die Zusammenkunft in Tegucigalpa aber auch aus einem anderen Grund, etwas ganz Besonderes. Für das dortige Musikcamp mit seinen Abschlusskonzerten bereist das Orchester mit Honduras nun auch das letzte Land der sechs Gründungsmitglieder. Dort wird es auch einen gemeinsamen Auftritt mit acht Musikern des Bundesjugendorchesters geben. Von deutscher Seite wird das Zentralamerikanische Jugendorchester außerdem durch den Dirigenten Nicolás Pasquet von der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und zahlreiche weitere Dozenten unterstützt.

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