Buchmesse Goethes Indonesienreise

In den Straßen von Jakarta: Indonesien ist das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse
In den Straßen von Jakarta: Indonesien ist das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse | Foto: C. K. Koay

Frankfurt und Goethe, das ist eine uralte Verbindung. Nein, wir sprechen nicht vom Geheimrat und seiner Geburtsstadt. Sondern vom Goethe-Institut, das auf der Buchmesse stets bestens vertreten ist. Diesmal geht es etwa um die Flüchtlingskrise und digitale Identität. Und um einen Inselstaat.

Natürlich kommt das diesjährige Gastland Indonesien im Buchmessenprogramm des Goethe-Instituts nicht zu kurz. So berichten Ulla Lenze, Leif Randt, Andreas Stichmann und Antje Rávic Strubel von ihren Erfahrungen in dem Land. Die vier Autoren reisten auf Einladung des Goethe-Instituts Jakarta einen Monat durch Indonesien und erzählen in Frankfurt vom Schreiben, Lesen und Leben in dem Inselstaat.Literarische Ausflüge dieser Art sind ein zentraler Bestandteil der Arbeit des Goethe-Instituts. Allein im Jahr 2014 waren über 200 deutschsprachige Autorinnen und Autoren auf Einladung des Kulturinstituts in rund 50 Ländern unterwegs.

Indonesien ist auch das Thema weiterer Veranstaltungen: Der Autor Agus R. Sarjono und der Malaiologe und Übersetzer Berthold Damshäuser unterhalten sich über die Rolle deutscher Lyrik in Indonesien. Und über Unterschiede und Gemeinsamkeiten deutscher und indonesischer Literatur sprechen Agus R. Sarjono und Ulla Lenze.Sarjono ist einer der populärsten Schriftsteller Indonesiens. Seine Werke sind in allen wichtigen Anthologien Südostasiens zu finden und in etliche Sprachen übersetzt. Die Berliner Schriftstellerin Ulla Lenze legte in diesem Jahr ihren vielbesprochenen, vierten Roman vor: Die endlose Stadt.

Weitere Themenschwerpunkte, die das Goethe-Institut in Frankfurt setzt, sind Osteuropa und die Flüchtlingskrise: Über die Rolle von Kunst und Kultur in der Ukraine sprechen der Autor Juri Andruchowytsch, die Publizistin Kateryna Botanova und der Generalsekretär des Goethe-Instituts Johannes Ebert. Welche Rolle spielten Künstler bei den Demonstrationen auf dem Maidan vor zwei Jahren? Wie erleben sie die Situation heute? Klaus-Dieter Lehmann, der Präsident des Goethe-Instituts, unterhält sich mit den Schriftstellern Mohammad Al Attar und Albert Ostermaier sowie der Kulturaktivistin Basma El Husseiny über den Beitrag von Künstlern in der Flüchtlingskrise. Der Bürgerkrieg in Syrien und die Kämpfe in benachbarten Ländern haben hunderttausende Todesopfer gefordert und Millionen von Menschen in die Flucht getrieben. Viele Flüchtlinge sind traumatisiert und mittellos; sie haben ihre Heimat verloren, sind aus ihrem Alltag gerissen, Berufs- und Bildungswege sind abgeschnitten. Kann Kultur in einer solchen Situation helfen? Wie reagieren Künstler im Nahen Osten und in Deutschland auf die Flüchtlingskrise? Wie kann eine nachhaltige Arbeit von Kulturinstitutionen wie dem Goethe-Institut aussehen?

Auf dem Panel Streaming Egos diskutieren Künstler und Netzkultur-Experten aus multinationaler und interdisziplinärer Sicht über die Frage der digitalen Identität. Außerdem blickt das Goethe-Institut gemeinsam mit Verlegerinnen und Autorinnen aus Kairo, Amman und Beirut auf die Situation des Buchmarkts in der arabischen Welt. Denn an hochwertiger Literatur mangelt es dort nicht, doch wie bringt man sie an den Leser? Wie kann man den literarischen Austausch in der Region stärken und dabei auch die Lust am Lesen wecken? Welche Rolle spielen E-Books dabei? Und wie wichtig sind literarische Übersetzungen aus anderen Sprachen?

Das Buchmessenprogramm des Goethe-Instituts im Detail finden Sie hier!

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