Peking Goethe geht in die Fabrik

Die markanten Höcker der ehemaligen Elektronikfabrik prägen das Äußere des neuen Goethe-Standorts
Die markanten Höcker der ehemaligen Elektronikfabrik prägen das Äußere des neuen Goethe-Standorts | Foto: Goethe-Institut China

Das Goethe-Institut Peking hat ein neues Gebäude. In einer ehemaligen Industriehalle im Kunstquartier 798 stellt das Institut künftig ein Forum für freie Debatten und kulturelle Begegnungen zur Verfügung.

„Ich glaube, dass der Ort einfach wegen des Umfeldes wichtig ist. Dieses Anregende, Pulsierende und Vielfältige, was dieses Goethe-Institut hier umgibt, ist eine wunderbare Möglichkeit, es einzubeziehen in die eigene Arbeit“, sagte der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann. Das Institut werde an seinem neuen Standort einen Dialog anregen, der wirkliche Antworten gebe und damit Verantwortung trage: „Es soll ein Dialog des praktischen Handelns sein, ein Dialog der Offenheit und ein Dialog der Nachhaltigkeit. Meinungsfreiheit ist für uns ein hohes Gut.“

Das Pekinger Kunstquartier „798“ im Bezirk Chaoyang ist ein Ort, der Kulturschaffende und Kunstinteressierte aus aller Welt anlockt. Im vergangenen Jahr zählte man dort rund vier Millionen Besucher. Es war vormals Sitz einer staatseigenen Elektronikfabrik, deren Aufbau in den Fünfzigerjahren von der DDR ausgeführt wurde.

Das Nutzungskonzept des Goethe-Instituts, umgesetzt vom Architekturbüro Albert Speer & Partner, bewahrt die Elemente der vom Bauhaus inspirierten Architektur der ehemaligen Industriehalle und begegnet dem Minimalismus des zeitgenössischen deutschen Designs. Die Gestaltung des Raums mit einer Fläche von tausend Quadratmetern folgt dem Prinzip der Offenheit und Transparenz. Zentraler Ort ist die Agora, auf der das Goethe-Institut Debatten anregen will und die auch als Bühnenraum für bis zu 120 Besucher genutzt werden kann. Den Besuchern und Partnern stehen zudem ein Konferenz- und Ausstellungsraum sowie eine „Wissensbar“, ausgestattet mit neuester Hard- und Software, zur Verfügung.

Die Bauhaus-Elemente der ursprünglichen Architektur wurden beibehalten Die Bauhaus-Elemente der ursprünglichen Architektur wurden beibehalten | Foto: Karel Downsbrough -db-