180 Sekunden Stadt Zukunft in Hamburg, Paris, Peking

Welchen Einfluss die Realisation von Science Fiction-Fantasien auf die Gesellschaft hat, das untersuchen Zukunftsforscher in Tokyo.
Welchen Einfluss die Realisation von Science Fiction-Fantasien auf die Gesellschaft hat, das untersuchen Zukunftsforscher in Tokyo. | Filmstill: 180 Sekunden Stadt

Die junge Braut Amel steht in der Pariser Brautmodenboutique „Magenta Mariage“ im Stadtteil Barbès. Bräute aus Afrika, Europa, China und aller Religionen suchen hier nach glitzernden Kleidern und seidenen Schuhen. Inmitten von überbordendem Tüll und Pailletten träumt Amel von ihrer Zukunft in Paris. Drei Minuten lang begleiten wir sie dabei. Denn das ist die Vorgabe für „180 Sekunden Stadt“: Ein Protagonist, eine Stadt und drei Minuten.
 

In der Robotik-Schule basteln und programmieren der 11-jährige Edu und seine Freunde schon heute das Madrid von morgen. In der Robotik-Schule basteln und programmieren der 11-jährige Edu und seine Freunde schon heute das Madrid von morgen. | (Filmstill 180 Sekunden Stadt, Madrid) Junge Filmemacher haben in der vierten und letzten Staffel der Kurzfilmreihe Geschichten zum Thema „Morgen“ eingefangen. In der spanischen Metropole Madrid lernen wir zum Beispiel Edu kennen, der für Technik und Roboter schwärmt. In der Robotik-Schule basteln er und seine Freunde am Madrid von morgen: Roboter auf dem Zebrastreifen, Roboter, die kochen können, und Drohnen im Himmel über Madrid. Am Ende des Films sagt der roboterbegeisterte 11-Jährige weise in die Kamera: „Roboter werden uns in einigen Dingen unterstützen, aber Liebe, eine intime Beziehung mit einem Roboter wird es nie geben.“

In Hamburg dagegen erzählen die Besitzer von kleinen Läden über ihre Wünsche und Sorgen für ihre Viertel: Schuster Christian, der „Schuh-König“ in Ottensen, Max, der glänzende Latex-Klamotten auf St. Pauli designt, und Sevda, die Backwaren im fröhlich-bunten St. Georg verkauft. Sie alle hoffen, dass sie von den großen Ketten nicht vertrieben werden und ihre Existenz als Kaufleute in Hamburg in Zukunft weiterführen können.



Die internationalen Filmemacher sammelten Anekdoten in 16 verschiedenen Metropolen. Ein filmisches Mosaik rund um den Globus ist so entstanden: Was bewegt die Menschen, wenn sie an die Zukunft denken, wovon träumen sie, was ist ihnen wichtig? In Deutschland haben sich die Absolventen der Deutschen Journalistenschule in Berlin, Hamburg, Köln, München und Leipzig auf die Suche nach den Momentaufnahmen gemacht. In den internationalen Metropolen filmten junge Autorenfilmer oder Redakteure des Goethe-Instituts. Haben die Staffeln eins bis drei von 180 Sekunden Stadt sich den Aspekten „Raum und Zeit“, „Miteinander und Gegeneinander“ sowie „Teilen und Tauschen“ gewidmet, richtet die vierte und letzte Staffel nun den Blick in die Zukunft. Was eint uns, was trennt uns in unseren Zukunftsängsten?

Die 180-Sekunden-Porträts zeigen fröhliche, aber auch nachdenkliche und melancholische Momentaufnahmen – von entfesselter Fußball-Euphorie beim Leipziger Drittligisten bis zu vager Zukunftsangst eines Pärchens in Montréal – komprimiert auf drei intensive und persönliche Minuten Stadt.