Youth Ambassadors Program Botschafter für drei Wochen

Exkursion der Teilnehmer in das Tropenhaus Biosphäre Potsdam
Exkursion der Teilnehmer in das Tropenhaus Biosphäre Potsdam | © Sandra Schuck

Die Zukunft der Vereinigten Arabischen Emirate stellt sich vor – auf einer Reise quer durch Deutschland. Im Rahmen des „United Arab Emirates Youth Ambassadors Program“ haben 18 emiratische Studentinnen und Studenten einen ersten Einblick in das wirtschaftliche Geschehen und die Kultur Deutschlands gewonnen. Einige sind nun wieder in Deutschland – und absolvieren für sechs Wochen ein Praktikum bei Industrie- und Wirtschaftsunternehmen.

Es begann mit Südkorea. Dann kam China und schließlich Deutschland. Diesen drei durchaus unterschiedlichen Ländern gilt das Interesse des „United Arab Emirates Youth Ambassadors Program“. Wer hinter dem Titel eine Art arabisches Jugendcamp vermutet, unterschätzt das Programm gewaltig. Denn hier geht es um nicht weniger als um die Förderung der künftigen Führungselite der Vereinigten Arabischen Emirate.

Exkursion in das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg Exkursion in das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg | © Sandra Schuck Das „United Arab Emirates Youth Ambassadors Program“ gibt es seit 2012. Ins Leben gerufen wurde es mit dem Ziel, die Beziehungen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und ihren Partnern zu stärken und dabei vor allem auch das Verständnis für die Kultur des jeweils anderen zu fördern. Seit 2014 ist auch Deutschland ein Teil des Programms. Dieser wird vom Goethe-Institut in Abu Dhabi und dem Besucherprogramm des Goethe-Instituts in Berlin organisiert. Nachdem sie zuvor bereits in Abu Dhabi und Dubai fünf Monate lang in Intensivkursen Deutsch gelernt hatten, bekamen zehn Studentinnen und acht Studenten im vergangenen Sommer die Gelegenheit, für drei Wochen nach Deutschland zu reisen und hier Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik kennenzulernen.

Autos im Fokus

Von weitem schon an ihren gelben Polohemden zu erkennen, machten sich die 18 auf eine ereignisreiche Reise quer durch die Republik. München, Dresden, Berlin und Hamburg – das waren die wichtigsten Stationen. Die Allianz-Arena, die BMW-Zentrale, aber auch einen Online-Shop für Mode besuchten die Studenten gleich zu Beginn in München. Und bei Siemens konnten sie in einem Prototyp des „Autos der Zukunft“ Platz nehmen. Überhaupt: Deutschland und seine Autos – der deutsche Exportschlager wurde von den Besuchern aus dem Orient genau unter die Lupe genommen. So machten die jungen Emirati auf dem Weg nach Dresden auch Halt bei Audi in Ingolstadt, und in der sächsischen Hauptstadt besuchten sie die Gläserne Manufaktur von VW.

Am Potsdamer Platz Am Potsdamer Platz | © Sandra Schuck Natürlich interessierten sie aber auch andere Wirtschaftszweige. So standen Airbus, SAP, der Öl- und Gasproduzent Wintershall, die Deutsche Bahn und der BDI ebenfalls auf dem Reiseplan. Begegnungen mit der deutschen Politik gab es im Bundeskanzleramt, diversen Bundesministerien, der sächsischen Staatskanzlei und dem Roten Rathaus. Mit deutschen Forschern trafen sich die Emirati an der TU Dresden, am Hasso-Plattner-Institut und beim Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY).

Einblicke in die Kultur der Emirate

Profitiert haben von ihrem Deutschlandbesuch freilich nicht nur die Studenten aus den Emiraten. Nicht umsonst trugen sie den Titel „Jugendbotschafter“. Denn den Gastgebern ermöglichten die Begegnungen mit den jungen Frauen und Männern Einblicke in die Kultur der Emirate, einer der am schnellsten wachsenden Wirtschaftsregionen der Welt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die derzeit ein Praktikum in Deutschland absolvieren Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die derzeit ein Praktikum in Deutschland absolvieren | © Sandra Schuck