PASCH-Initiative Lust aufs Leben

Beim PASCH-Jugendcamp im amazonischen Manaus und auf dem Rio Negro lernten 55 Schülerinnen und Schüler aus zehn Ländern Südamerikas gemeinsam Deutsch.
Beim PASCH-Jugendcamp im amazonischen Manaus und auf dem Rio Negro lernten 55 Schülerinnen und Schüler aus zehn Ländern Südamerikas gemeinsam Deutsch. | © Luiza Folegati

1.820 Schulen aus aller Welt, an denen Deutsch unterrichtet wird, umfasst die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH). Davon fördert das Goethe-Institut 587. Vier Alumni aus Mittelosteuropa berichten, was sie daraus mitgenommen haben. Einer von ihnen entdeckte die Liebe zum Theater, eine andere ging nach Marburg, um Neurobiologie zu studieren. Diesen und andere Texte finden Sie im Jahrbuch des Goethe-Instituts 2015/2016 oder zum Download unter goethe.de/publikationen.



„Ich habe meine beste Freundin gefunden“

Sigrid Muinasmaa Sigrid Muinasmaa | © Nelly Küfner „Schülerzeitung, Jugendkurs, ich habe viele PASCH-Projekte mitgemacht. Im Jugendkurs 2013 in Schlitz habe ich Sherine aus Ägypten kennengelernt. Wir sind seitdem beste Freundinnen und skypen mindestens einmal im Monat. Sie wohnt in Kairo. Im nächsten Jahr wollen wir zusammen eine Reise in Europa machen. Mit den anderen Teilnehmern haben wir eine WhatsApp-Gruppe gegründet, in der wir uns über Politik austauschen und natürlich auch über alles, was es bei uns Neues gibt.“

Sigrid Muinasmaa, 20, aus Estland, studiert Japanologie und Kultur in Tallinn


„Ich möchte als Diplomat arbeiten“

Kristóf Antal Kristóf Antal | © Nelly Küfner „Natürlich hat PASCH meine Sicht auf Deutschland verändert. Ich habe in der PASCH-Schülerzeitung viel geschrieben, zum Beispiel eine Reportage über das Goethe-Kino. Mein ehemaliges Gymnasium mietet dafür ein kleines Kino, in dem wir deutsche Filme ansehen. Jetzt schreibe ich auch Hausarbeiten auf Deutsch und halte Präsentationen an der Uni. Ich studiere im Master an einer deutschsprachigen Uni in Budapest Internationale Beziehungen und möchte Diplomat werden.“

Kristóf Antal, 23, aus Ungarn, studiert in Budapest Internationale Beziehungen


„Ich will Schauspieler werden“

Dominik Chojnacki Dominik Chojnacki | © Nelly Küfner „Mit PASCH habe ich in Deutschland Theater gespielt – neue, verrückte Interpretationen der Märchen der Brüder Grimm. Das hat sehr gut zu mir gepasst und ich habe angefangen, mich immer mehr für das Theater zu interessieren. Am liebsten möchte ich Schauspiel an einer Akademie in Polen studieren. Mit Freunden aus Ungarn und Polen tausche ich bis heute Erinnerungen an unsere gemeinsame PASCH-Zeit aus.“



Dominik Chojnacki, 19, Schüler aus Polen


„Ich studiere Bio in Deutschland“

Augustina Gabrilavičiūtė Augustina Gabrilavičiūtė | © Nelly Küfner „2008 habe ich ein Stipendium für einen PASCH-Jugendkurs in Thüringen bekommen. Dort habe ich drei Wochen mit anderen Jugendlichen aus über zehn Ländern gelernt. So hat sich mein Deutsch sehr verbessert und ich bin auf die Idee gekommen, in Marburg zu studieren. Ich wollte lernen, wie ein Gehirn funktioniert, meine Professoren sind weltberühmte Biologen. Jetzt mache ich weiter als PASCH-Alumna und erzähle an meiner alten Schule in Vilnius von meinem Studium. Nach dem Master möchte ich nach Berlin ziehen.“

Augustina Gabrilavičiūtė, 23, aus Litauen, studiert Molekulare Neurobiologie

 

„PASCH ist ein hervorragendes Projekt, das über 1.800 Schulen erreicht. Es gibt aber 95.000 Schulen weltweit, an denen Deutsch gelernt wird. Viele, die später nach Deutschland kommen und hier studieren, haben hier ihren ersten Kontakt zu Deutschland. Wir dürfen daher bei PASCH nicht stehenbleiben, sondern müssen noch stärker in der Breite fördern – mit Programmen für Lehrerinnen und Lehrer, Werbung für Deutsch oder Curriculums-Beratung.“

Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, bei der Eröffnungsdiskussion des Forums „Menschen bewegen“ am 13.4.2016 im Auswärtigen Amt