Berlinale-Blogger 2017 Genderthematik im Bärenpelz

Zwölf Bloggerinnen und Filmjournalisten aus der ganzen Welt berichteten als „Berlinale-Blogger“ über die internationale Filmwelt.
Zwölf Bloggerinnen und Filmjournalisten aus der ganzen Welt berichteten als „Berlinale-Blogger“ über die internationale Filmwelt. | Foto: Julia Thurnau

Bloggerinnen und Blogger aus zwölf Ländern begleiteten die Berlinale für das Goethe-Institut und berichteten täglich. Im Foto-Interview blickt eine von ihnen zurück – auf zehn Tage im Bärenkostüm und verborgene Frauenpower.

Julia Thurnau war zehn Tage als „Berlinale-Bloggerin“ auf dem internationalen Filmfestival unterwegs und berichtete für das Goethe-Institut Norwegen. Ihr Markenzeichen dabei: Das Bärenkostüm. Als Pendant zum Maskottchen der Berlinale will Julia Thurnau auf die verborgene Frauenpower des Festivals aufmerksam machen. Die Schauspielerin und Künstlerin setzt sich kritisch mit Genderthemen in der Filmbranche auseinander.

Wir haben Julia Thurnaus Eindrücke zur Berlinale 2017 eingefangen.

Die Berlinale-Jury hat entschieden, den Goldenen Bären 2017 an die Liebesgeschichte On Body and Soul der ungarischen Regisseurin Ildikó Enyedi zu vergeben. Mit dem Silbernen Bären wurden außerdem zwei Filme über starke Frauen geehrt, Félicité und A Fantastic Woman. Ihr erster Gedanke hierzu?



Insgesamt haben vier Frauen bei den Wettbewerbsbeiträgen 2017 Regie geführt, bei 18 Filmen ist das weniger als ein Viertel. Berlinale-Chef Dieter Kosslick sprach von einem Frauenanteil von insgesamt 42 Prozent. Rechnet man nach, zeigt sich, dass von den 399 Filmen, die 2017 auf der Berlinale liefen, nur 125 Filme von Regisseurinnen gedreht wurden.
 


Bei dem Berlinale-Panel des Regisseurinnen-Verbands „Pro Quote Regie“ in der Akademie der Künste sind Sie mit einer „Stereotypenperformance“ aufgetreten und haben „Director for a Day“-Workshops nach einer Methode von Diane Torr durchgeführt – mit Bart und Bierbauch…
 


Ein großes Thema der Berlinale 2017 war das Verhältnis von Politik und Kunst. Sollten, dürfen oder müssen Filme politisch sein?
 


Als Berlinale-Bloggerin für das Goethe-Institut Norwegen haben Sie sich nun zehn Tage lang etliche Filme angesehen und Kritiken geschrieben. Wie geht es Ihnen jetzt?
 


Als Schauspielerin kennt man Sie aus vielen Kinofilmen und Fernsehserien. 2003 haben Sie selbst Regie geführt bei dem Kurzfilm Ondinas. Wären Sie gerne irgendwann mit einem eigenen Film auf der Berlinale vertreten?
 


Das Interview führte Corinna Mayer.