22. Filmfestival „Schlingel“ „Timm Thaler“ gewinnt Kinder- und Jugendfilmpreis

Timm Thaler hat Erfolg bei seinen Pferdewetten
Timm Thaler hat Erfolg bei seinen Pferdewetten | Foto: Constantin Film/Gordon Muehle

Der Kinder- und Jugendfilmpreis des Goethe-Instituts geht in diesem Jahr an „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“ von Andreas Dresen. Die Verleihung fand am 30. September auf dem Filmfestival „Schlingel“ in Chemnitz statt. Dresens Film erzählt die Geschichte von Timm, der bei einem Pakt mit dem Teufel sein Lachen gegen Wetterfolge eintauscht.

Überzeugender erster Kinderfilm von Andreas Dresen

Die Jury begründete ihre Auswahl mit den Worten: „Es ist eigentlich ein Märchen, und doch fast wie im wahren Leben: ‚Timm Thaler oder das verkaufte Lachen‘ unterstreicht, dass Erfolg und Reichtum allein nicht glücklich machen. Menschen – und ganz besonders Kinder – brauchen Freundschaft, Familie und Freude am Leben. Der Film zeigt, wie Kinder mit schwierigen Situationen im Alltag umgehen und ihre Eltern sie dabei unterstützen können. Das vermittelt er mit Humor, Einfallsreichtum und Augenzwinkern. Er setzt sich sehr hohe Ziele, bietet seinem Publikum aber auch eine Welt voller Magie und Phantasie, von der Straße bis in den Kinosaal.“
  • Die Jury verkündet den Gewinner des Kinder- und Jugendfilmpreises, Foto: Filmfestival SCHLINGEL Foto: Filmfestival SCHLINGEL
    Die Jury verkündet den Gewinner des Kinder- und Jugendfilmpreises
  • Das Filmfestival Schlingel findet bereits zum 22. Mal statt; vergangenes Jahr zählte es über 20.000 Besucherinnen und Besucher, Foto: Filmfestival SCHLINGEL Foto: Filmfestival SCHLINGEL
    Das Filmfestival Schlingel findet bereits zum 22. Mal statt; vergangenes Jahr zählte es über 20.000 Besucherinnen und Besucher
  • Die Jugendlichen warten gespannt auf den Beginn des nächsten Films, Foto: Filmfestival SCHLINGEL Foto: Filmfestival SCHLINGEL
    Die Jugendlichen warten gespannt auf den Beginn des nächsten Films
  • Timm in der riesigen magischen Modelleisenbahn des Barons, Foto: Constantint Film/Gordon Muehle Foto: Constantint Film/Gordon Muehle
    Timm in der riesigen magischen Modelleisenbahn des Barons
  • Timm läuft von zu Hause fort und heuert als Liftboy im Grand Hotel der Stadt an, Foto: Constantin Film/Gordon Muehle Foto: Constantin Film/Gordon Muehle
    Timm läuft von zu Hause fort und heuert als Liftboy im Grand Hotel der Stadt an
  • Andreas Dresen, Regisseur von „Timm Thaler“, sendet eine Videobotschaft, Foto: Marija Piroshki Foto: Marija Piroshki
    Andreas Dresen, Regisseur von „Timm Thaler“, sendet eine Videobotschaft
  

Weltweite Förderung von Kinder- und Jugendfilmen

Nach der alljährlichen, feierlichen Vergabe des Kinder- und Jugendfilmpreises in Chemnitz erwirbt das Goethe-Institut die internationale Lizenz des jeweiligen Gewinnerfilms und stellt ihn allen 159 Instituten in 98 Ländern zur Verfügung. Zur Förderung des deutschen Kinder- und Jugendfilms und des kulturellen Austausches wird nun auch „Timm Thaler“ in bis zu acht Sprachen untertitelt und einem weltweiten Publikum zugänglich gemacht.

Die Jury

Auswahl und Verleihung des Kinder- und Jugendfilmpreises finden jedes Jahr im Rahmen des Internationalen Filmfestivals für Kinder und junges Publikum „Schlingel“ in Chemnitz statt. Der Jury gehörten dieses Jahr Dr. Shyryngul Suchai (Goethe-Institut Almaty), Sunčica Šido (Goethe-Institut Belgrad), Marc Guschal (Bereich Film, Fernsehen, Hörfunk) und Sabine Söhner (DEFA-Stiftung) an. Die Jury vergab zudem den mit 4.000 Euro dotierten Förderpreis der DEFA-Stiftung an die Regisseurin Helene Hegemann und ihren Film „Axolotl Overkill“.