Aachener Vertrag: Einrichtung deutsch-französischer Kulturinstitute „Europa ist auch ein kulturelles Projekt“

© Deutsch-Französisches Kulturzentrum Ramallah
© Deutsch-Französisches Kulturzentrum Ramallah

Am 22. Januar haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ein neues Freundschaftsabkommen zwischen Deutschland und Frankreich unterzeichnet. Der Vertrag sieht die Einrichtung von deutsch-französischen Kulturinstituten in Erbil, Bischkek, Rio de Janeiro und Palermo vor. Das Goethe-Institut und das Institut français rücken künftig enger zusammen.

Der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, hob die Relevanz einer erweiterten Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich hervor: „Europa ist auch ein kulturelles Projekt. Das unterstreicht der jetzt unterzeichnete Aachener Vertrag, der die politischen Rahmenbedingungen für gemeinsame deutsch-französische Kulturinstitute umfasst. Das Goethe-Institut und das Institut français werden diese aussichtsreichen Perspektiven mit Leben füllen und durch praktisches Handeln das Verbindende stärken und attraktiv machen für weitere Partner. Die gemeinsamen Kulturinstitutionen sind unabhängige Räume der Freiheit, der Kreativität und der Verständigung mit einer gemeinsamen Verantwortung für einen europäischen Kulturraum, die den Dialog mit der Welt beleben werden.“

Ein positives europäisches Bekenntnis

Der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Johannes Ebert, betonte: „Wir freuen uns sehr über die Einrichtung der deutsch-französischen Institute im Netzwerk des Goethe-Instituts. Diese politische Vereinbarung basiert auf den Gesprächen, die das Goethe-Institut in den vergangenen Monaten mit den französischen Partnern geführt hat. Sie ist ein wichtiges Signal für die europäische Zusammenarbeit und steht in direkter Tradition der langjährigen und vertrauensvollen Kooperation: bei gemeinsamen Unterbringungen wie dem deutsch-französischen Kulturinstitut in Ramallah, in zahlreichen Kooperationsprojekten mit dem Institut français oder dem gemeinsamen Wirken im Verbund der europäischen nationalen Kulturinstitute (EUNIC). Im Sinne des europäischen Gedankens werden wir auch unsere vielfältige Arbeit mit den anderen europäischen Partnern in den kommenden Jahren pflegen und aktiv gestalten. Die Kooperation der Kulturinstitute ist ein wirksames und erfolgreiches Beispiel, wie die kulturelle Vielfalt Europas als einigendes Band und positives europäisches Bekenntnis nach innen und außen wirken kann.“