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„#Nucleus“
Filme für ein besseres Klima

Filmemacher*innen aus sieben Ländern
Filmemacher*innen aus sieben Ländern | Foto: Amirul Firdaus

Das Goethe-Institut Neuseeland richtete den Smartphone-Filmwettbewerb „#Nucleus“ aus, der zur Diskussion rund um die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit anregte. Nun kamen neun Filmemacherinnen und Filmemacher aus sieben Ländern zusammen, um einen Kurzfilm zu entwickeln.

Anfang November verwandelte sich das Goethe-Institut Neuseeland in ein Filmproduktionszentrum: Neun Smartphone-Regisseur*innen aus sieben Ländern drehten gemeinsam einen Kurzfilm. Das Thema: Was bedeutet Ökotourismus und welche Auswirkungen hat das Reisen auf die Umwelt? Die neun Filmemacherinnen und Filmemacher waren die Gewinner*innen des „#Nucleus“- Wettbewerbs, einer gemeinsamen Initiative des Goethe-Instituts Neuseeland und der Mobile Innovation Network and Association (MINA). Menschen aus Südostasien, Australien und Neuseeland waren dazu aufgerufen worden, mit ihren Smartphones Kurzfilme rund um den Umweltschutz zu drehen und einzusenden. Die ausgewählten Regisseurinnen und Regisseure reisten aus sieben verschiedenen Ländern an: Australien, Indonesien, Malaysia, Neuseeland, die Philippinen, Singapur und Vietnam. Ihre Filme waren zuvor aus fast 60 Einsendungen ausgewählt worden.

#Nucleus - Eco-Tourism
Goethe-Institut Neuseeland
Eindrücke aus „#Nucleus“

In drei Tagen zum Kurzfilm

Die ausgewählten Regisseur*innen nahmen drei Tage lang an einem Smartphone-Filmworkshop in Wellington teil. Tagsüber wurde mit dem Handy gefilmt, abends das Material zusammengetragen und bearbeitet, um gemeinsam daraus einen Film entstehen zu lassen. Dieser feierte am 4. November im Embassy Cinema in Wellington seine Uraufführung. „Die Zusammenarbeit war wirklich einmalig und aufregend – wir mussten schnell zu einem Team zusammenwachsen”, so der Direktor von MINA, Max Schleser, der den Workshop leitete. „Wir haben das Goethe-Institut kurzerhand zu einer Filmwerkstatt mit drei verschiedenen Arbeitsstationen umfunktioniert.“

Engagement durch Smartphone-Filme

Smartphone-Filme seien ein gutes Medium, um die Menschen dazu zu bringen, sich für Ökologie und Nachhaltigkeit zu engagieren, ist Max Schleser überzeugt. „Jeder kann solch einen Film produzieren und damit aufzeigen, was der Klimawandel in verschiedenen Ländern bedeutet. Gerade bei diesem Thema ist es sehr wichtig, verschiedene Stimmen zu Wort kommen zu lassen.“ Einige der prämierten Filme thematisieren, wie wichtig Bäume für unsere Umwelt sind: „Park Hopping in Bandung“ etwa zeigt eine vergnügliche Radtour durch mehr als 20 Parks mit vielen Bäumen in der indonesischen Stadt Bandung; „Mānuka“ beschreibt, wie wichtig die gleichnamige Pflanze für das ökologische Gleichgewicht in Neuseeland ist. In „Not Just a Tree“ zeigt der vietnamesische Filmemacher Huy Tam Dang die nachteiligen Effekte des Baumfällens in Großstädten wie Ho Chi Minh City, in der Hunderte von Bäumen dem Straßenbau weichen mussten. „Die Leute fällen jeden Baum, der ihnen im Weg steht, und bedenken dabei nicht, wie klein der Baumbestand inzwischen geworden ist“, so Huy Tam Dang.

Gemeinsam kreativ sein Gemeinsam kreativ sein. | Foto: Amirul Firdaus

Drei wichtige Themen in einem Projekt

Stefan Krawielicki, deutscher Botschafter in Neuseeland, lobte das „#Nucleus“-Projekt, weil es drei Themen zusammenbringe, die uns allen wichtig seien: Smartphones, Umwelt und Nachhaltigkeit. „Es ist ein innovativer Ansatz, um die Felder Nachhaltigkeit und Umweltschutz anzugehen“, so Stefan Krawielicki. „Diese Themen sind sehr wichtig für die Regierungen der Welt, auch für die deutsche.“ Bei einer Podiumsdiskussion zur Rolle der Kultur innerhalb des gesamten Themenbereichs erklärte die Gesprächssteilnehmerin Sarah Meads, dass Smartphones die Diskussion in Sachen Klimawandel „demokratisieren“ könnten. „Die Menschen können sich damit untereinander verbinden, sich austauschen und gemeinsam engagieren.“ Sarah Meads ist die Gründerin von Track Zero, einer Organisation, die mit Hilfe der Kunst Klima-Aktionen auf die Beine stellt, die zum Umdenken anregen.

Stefan Krawielicki, deutscher Botschafter in Neuseeland Stefan Krawielicki, deutscher Botschafter in Neuseeland | Foto: Ben Stewart

Die Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt

„#Nucleus“ ist das zweite Projekt des Goethe-Instituts Neuseeland, das sich 2019 mit Ökologie und Nachhaltigkeit beschäftigt. Institutsleiter Christian Kahnt erklärte dazu, dass die Auswirkungen des Klimawandels inzwischen weltweit die größte Herausforderung darstellten. Der Smartphone-Filmwettbewerb solle dazu anregen, facettenreich darüber zu diskutieren. „Wir waren stark daran interessiert zu sehen, welch unterschiedliche Perspektiven Menschen aus Neuseeland, Australien und Südostasien in ihren Smartphone-Filmen verarbeiten, um die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit zu reflektieren, und wie sich ihre individuellen Ansätze in einem kollaborativen Film zusammenfügen.“

* Als Ausgleich für den CO2-Ausstoß, den die Anreise per Flugzeug der neun Filmemacher*innen zum Smartphone-Filmworkshop nach Wellington verursacht hat, haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Goethe-Instituts einen halben Tag bei einem Umweltschutzprojekt vor Ort mitgearbeitet.

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