Rehearsing Mwange/Becker

Rehearsing Mwange/Becker Courtesy of the National Theatre of Namibia

Sepiso Mwange (Namibia), Mathias Becker (Deutschland), National Theater of Namibia (Namibia), Schaubude Berlin (Deutschland)

Was haben Theater, Geschichtenerzählen, Live-Performance in all ihren Facetten mit persönlicher Erfahrung zu tun? Was sagen performative Räume und Praktiken darüber aus, wie wir lernen, wie wir Wissen teilen und beurteilen? Kann Theater eine Probe für das Leben sein?
 
Sepiso Mwange und Mathias Becker proben Begegnungen miteinander, mit sich selbst und dem Publikum, mit ihren Geschichten, Unterschieden und ihrer Gemeinsamkeit: Theater. Wie ist eine namibisch-deutsche Zusammenarbeit vor dem Hintergrund unserer gewaltvollen Geschichte möglich? Wie lässt sich unsere Zukunft durch die Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit gestalten? Mwange/Becker untersuchen Theater als Raum des Wissens. Sie reflektieren ihre eigene Erfahrung wie auch die Formierung von Wissen im Theaterraum und fragen dabei nach verschiedenen performativen Praktiken. „Rehearsing Mwange/Becker“ ist eine Einladung an das Publikum, Teil dieser performativen Erfahrung zu werden – eine Stückentwicklung zwischen Performance, Mixed Media, Puppenspiel und dokumentarischem Theater.
 
Teil des Projekts ist auch ein Theaterworkshop zu Objektanimation und Storytelling für Kinder in Zusammenarbeit mit der Jugendorganisation KAYEC (Katutura Youth Enterprise Center). Mwange/Becker gehen dem Versuch nach, Theater-Praktiken und -Institutionen, deren koloniale Machtstrukturen und ihre Auswirkungen auf persönliche Lebenserfahrungen neu zu denken, indem sie das Potenzial von Theater als Raum für utopische Gemeinschaften ausloten.
 
Regie & Performance: Sepiso Mwange, Mathias Becker | Dramaturgie: Yasmine Salimi | Dramaturgische Beratung: Nelago Shilongoh | Sound Design: Karl Ehlers (aka LOFT) | Video Design: Martin Amushendje | Stage Management: Lavinia Kapewasha

Eine Produktion von Mwange/Becker in Koproduktion mit dem National Theater of Namibia (NTN), gefördert durch den Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts, das Kulturamt Pankow und die Schaubude Berlin.

Dieses Projekt ist Teil der Runde 6 des Internationalen Koproduktionsfonds, Jahr 2018-2019.