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Prince Claus Fund

Foto: Misha Vallejo. Bildunterschrift unten. Foto: Misha Vallejo

Förderung „Kulturelle und künstlerische Antworten auf Umweltveränderungen“

Unsere Umwelt unterliegt schnellen und dramatischen Veränderungen. Unsere Wälder und Wildtiere verschwinden. Unsere Luft und unsere Meere sind zunehmend verschmutzt und der Meeresspiegel steigt, ebenso wie die Häufigkeit extremer Wetterphänomene. Während Regierungen und Medien Handlungsoptionen diskutieren, werden die am stärksten Betroffenen oft am wenigsten gehört.
 
Kulturschaffende, Künstler*innen, Architekt*innen und Designer*innen in vielen Teilen der Welt entwickeln und tauschen Ideen aus, denken neu über Antworten auf Umweltveränderungen nach und beziehen dabei ihre Gemeinden aktiv ein. Gerade jetzt sind Kunst und Kultur mehr denn je gefordert, uns bei der Suche nach Antworten zu unterstützen, uns zu inspirieren und zu motivieren durch neue Ideen, die unsere Wahrnehmungen herausfordern und unsere Gewohnheiten verändern, indem sie transdisziplinäre und artenübergreifende Perspektiven eröffnen und Modelle der Klimagerechtigkeit in der Welt entwerfen. 
 
Mit dem gemeinsamen Förderprogramm des Goethe-Instituts und des Prince Claus Funds werden seit 2018 Initiativen aus Afrika, Latein- und Südamerika, Asien, der Karibik und Osteuropa unterstützt, die durch zeitgemäße künstlerische und kulturelle Interventionen lokale Gemeinschaften und globale Institutionen in die Lage versetzen, sich mit den kulturellen Veränderungen durch antizipierte sowie vorhandene Veränderungen in der Natur und unserer Umwelt auseinanderzusetzen. Wir fördern wegweisende kulturelle Initiativen von Einzelkünstler*innen, Fachleuten in Kreativberufen und kulturellen Organisationen; insbesondere Initiativen, die zum Ausdruck bringen, wie die Kunst Lösungsmöglichkeiten für Umweltprobleme aufzeigen und Alternativen hervorbringen kann, die die Nachhaltigkeit und den Erhalt der Umwelt unterstützen und den globalen Austausch über neue Ideen fördern.

Ende 2020 wurden die folgenden 19 Projekte ausgewählt, die ab 2021 umgesetzt werden:
 
  • Cafe Mito da Utopia von Victor Gama & Stacy Hardy, Angola
  • The Rhythm of Bamboo von Jiaona Hu & Xiaojing Li, China
  • ~Kii Rtkt Bare Hako von Asociación de Autoridades Indígenas tradicionales del río Pirá Paraná, Kolumbien
  • Death Is the Space that Nature Needs to Be Alive von Nuits Balnaires & Bayo Hassan Bello, Elfenbeinküste
  • Juraguá, the Path of the Blue Waters von Alessandra Santiesteban, Kuba
  • Ancestral Knowledge and Wisdom of the Indigenous and Mayan Q'eqchis and Pocomchis Peoples von Unión Verapacense de Organizaciones Campesinas, Guatemala
  • Static Range von Himali Singh Soin, Indien
  • The World Is Our Household! Situated Knowledges, Global Solidarity von Struggles for Sovereignty, Indonesien
  • Cybernetics Realism von Arash Akbari, Iran
  • Imagine Tomorrow von Brian Otieno, Kenia
  • Glossaries for Unwritten Knowledges von GERIMIS Art Project, Malaysia
  • Sounding the Monsoon: Weaving with the NakaiySeasons von Mspace & Atollscape, Malediven
  • Orange, Apple, Banana von Nadir Bouhmouch, Marokko
  • Within the Trees von Tantdile Xperimenta Lab, Nigeria
  • Storytelling Stones – The Art, Ecology and Mythology of Dry Stack Stonewalls in Palestine von Sakiya – Art, Science & Agriculture, Palästina
  • ENTYO von Pauchi, Peru
  • Whitehead’s Ark von Michelle Angelica Cabildo, Philippinen
  • Bush Medicine Revival von the Hub Collective Inc., St. Vincent und die Grenadinen
  • Milestones von Maxwell Mutanda, Simbabwe

Multimedia-Ausstellung „Take Me to the River“

Weltweit setzen sich Kulturschaffende mit den Auswirkungen des Klimawandels auseinander und beziehen dabei ihre Gemeinden aktiv ein. Ihre Arbeiten eröffnen kreative Räume, die für Veränderungen unserer Umwelt sensibilisieren und mögliche Lösungsansätze im Kampf gegen den Klimawandel entwickeln. Einige dieser Perspektiven werden nun in der von Maya El Khalil kuratierten multimedialen Ausstellung „Take Me to the River“ des Goethe-Instituts und des Prince Claus Fund gezeigt. Die ausgewählten Projekte aus Ägypten, Ecuador, Kolumbien, Mexiko, dem Kongo und anderen Ländern wurden im Rahmen des gemeinsamen Förderprogramms „Kulturelle und künstlerische Antworten auf Umweltveränderungen“ umgesetzt und umfassen Film, Fotografie, VR-Video, audiovisuelle Archive oder Community Radios. Aufgrund der Corona-Pandemie wird die  Ausstellung digital auf www.takemetotheriver.net präsentiert.
 


Weitere Informationen:

Der Prince Claus Fund wurde am 6. September 1996 zu Ehren seiner königlichen Hoheit Prinz Claus und dessen Engagement für Kultur und Entwicklung gegründet. Der Prince Claus Fund kann auf eine 20-jährige Erfahrung in der Unterstützung kultureller und künstlerischer Initiativen in den schwierigsten Bereichen zurückblicken. Aufgrund seiner Erfolgsgeschichte und Autonomie gilt der Fonds als weltweit führend bei der Unterstützung unabhängiger kultureller Initiativen von höchster Qualität mit breiter sozialer Wirkung.

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Foto: Mischa Vallejo. Jose Miguel Santi führt vor den Pachamama Feierlichkeiten eine nächtliche Jagd entlang des Rotuno-Flusses an. Dieser Fluss gilt als heilig, und die Jagd ist nur vor wichtigen Feiern erlaubt. Er ist dafür bekannt, dass er relativ flach ist und während der Trockenzeit von nachtaktiven Tieren als Wasserquelle genutzt wird, was ihn zu einem geeigneten Ort für die nächtliche Jagd macht. Aus dem Projekt Secret Sarayaku von Misha Vallejo. www.secretsarayaku.net 
 
 

Kontakt

Sima Reinisch
Referentin der Abteilungsleitung
Bereich Kultur
Goethe-Institut e.V.
Zentrale München
+49 89 15921 226
sima.reinisch@goethe.de
 
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