Brasilien „Spiele des Südens“ in Rio de Janeiro

Spiele zum Nachdenken: Anlässlich der Olympischen und Paralympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro bietet das Goethe-Institut eine Plattform zur Reflexion über die soziale Dimension und die Nachhaltigkeit solcher Großereignisse. Unter dem Titel „Spiele des Südens“ finden eine internationale Konferenz, eine Ausstellung sowie ein Schüler-Camp statt.

Rio de Janeiro
3. August bis 7. Oktober 2016
 

„Spiele des Südens” in Rio de Janeiro | Illustration: Daniela Rodrigues „Spiele des Südens” in Rio de Janeiro | Illustration: Daniela Rodrigues In Rio de Janeiro kommen im August 2016 Sportlerinnen und Sportler aus 166 Nationen zu den Olympischen Sommerspielen zusammen. Im September folgen die Paralympischen Spiele. Das Goethe-Institut nimmt diese sportlichen Großereignisse zum Anlass, das Nachdenken neben das Spielerische zu stellen. Oft werden sportliche Wettkämpfe solcher Art von einer Rhetorik des Politischen und des Stadtmarketings übertönt, statt ihre Auswirkungen auf Stadt, Individuum und Gesellschaft zu erörtern und den kulturellen Wert des Spiels zu befragen.

Vor und nach Olympia

Auf der Konferenz „MEGA ↔ SUSTAINABILITY“ in Rio de Janeiro diskutieren am 3. August 2016 Experten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit von Sportgroßveranstaltungen und erarbeiten Empfehlungen. Die Teilnehmenden rücken eine Reihe drängender Fragen in den Fokus: Wie werden die Investitionen für die breite Bevölkerung über die Zeit der Spiele hinaus nutzbar gemacht? Wie wird die Bevölkerung an den Entscheidungen beteiligt? Wie können Sportgroßveranstaltungen beispielsweise für Inklusion und andere soziale Themen genutzt werden? Und: Was bleibt von der neuen Infrastruktur für die ökologische Zukunft der Stadt?

Abseits der Bilder

Die ersten Weltspiele der Indigenen Völker im Oktober 2015 im brasilianischen Palmas – bei denen sich mehr als 2000 Sportlerinnen und Sportler in traditionellen Disziplinen begegneten – sind Ausgangspunkt der Ausstellung „Spiele des Südens“, die am 3. August 2016 im Museo Hélio Oiticica eröffnet. Eine Gruppe von dreizehn Künstlerinnen und Künstlern aus Lateinamerika, Asien und Deutschland recherchierte parallel vor Ort. Ihre Erlebnisse sind in Kunstwerke unterschiedlichster Art eingeflossen, die sich mit den sportlichen Traditionen Lateinamerikas befassen – abseits der medial vermittelten Bilder.

Miteinander statt gegeneinander

Unter dem Titel „Südgames“ entwickeln schließlich Schülerinnen und Schüler aus Südamerika in vier nationalen Spiele-Camps sportliche Spielideen mit dem Ziel, nicht gegeneinander, sondern miteinander zu spielen und den sozialen Wert des Sports herauszuarbeiten. Das Finale findet vom 25. bis 29. August 2016 in Rio de Janeiro statt. Dort werden die selbst entwickelten Spiele mit Passanten, Anwohnern und Touristen am Strandpavillon „OliAle“ des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland erprobt.

Im Oktober 2016 reisen dann 20 Schülerinnen und Schüler aus Südamerika, Asien und Afrika, die in einer weltweiten Ausschreibung ermittelt werden, zu einem App-Workshop nach Rio de Janeiro. Die dort entwickelte Spiele-App wird durch das Goethe-Institut weltweit zum Download angeboten.

„Spiele des Südens” ist ein gemeinsames Projekt des Goethe-Instituts und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, die im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) arbeitet, anlässlich der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro.

Kontakt:

Christina Steenken
Pressereferentin
Goethe-Institut Hauptstadtbüro
Tel. +49 30 25906 471
christina.steenken@goethe.de

Robin Mallick
Institutsleiter
Goethe-Institut Rio de Janeiro
Tel.: +55 21 38048 200
robin.mallick@rio.goethe.org