Prag „Was wäre wenn?“ – Gedankenexperimente zum 1. Weltkrieg

Wie sähe die Welt aus, wenn der 1. Weltkrieg nicht stattgefunden hätte? Historiker, Philosophen und Künstler treffen sich vom 3. bis 5. Dezember im Goethe-Institut Prag zu einer internationalen Konferenz, um kontrafaktische Szenarien für das 20. Jahrhundert zu diskutieren. Zu den Teilnehmern gehören der Journalist und Schriftsteller Hannes Stein, die Theatermacher Regina Dura und Hans-Werner Kroesinger und der Historiker Lucian Hölscher.

Prag
3. bis 5. Dezember 2014
 

Filmausschnitt aus „Die Entdeckung Deutschlands durch die Marsbewohner“ (D, 1916) © Bundesarchiv Kontrafaktische Gedankenspiele bilden den Ausgangspunkt der Konferenz „Was wäre wenn? Alternative Gegenwarten und Projektionen in die Zukunft um 1914“, die sich anhand von wissenschaftlichen, literarischen und künstlerischen Interventionen mit dem Ausbruch des 1. Weltkriegs auseinandersetzt. Ziel ist es, alternative Geschichtsszenarien unserer Gegenwart mit vergangenen Zukunftsprojektionen in ein produktives Gespräch zu bringen. Zeitgleich zur Konferenz zeigt das Goethe-Institut in Prag die Videoinstallation „The Making of…Ghosts“. Sie basiert auf Recherchen der Kulturwissenschaftlerin Britta Lange und des Filmemachers Philipp Scheffner zur Geschichte des Lagers für muslimische Kriegsgefangene in Berlin-Wünsdorf.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Oldřich Tůma, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in Prag
Lucian Hölscher, bis 2014 Professor für Neuere Geschichte und Theorie der Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum
Jaromír Typlt, Fotograf und Schriftsteller
Katalin Straner, Associate Fellow bei Pasts, Inc. Center for Historical Studies an der Central European University (CEU) in Budapest
Elena Messner, österreichische Autorin und Kulturwissenschaftlerin
Petra Hůlová, tschechische Schriftstellerin
Hannes Stein, deutsch-amerikanischer Politik-Journalist und Buchautor
Hans-Werner Krösinger, Theaterregisseur
Regine Dura, Filmemacherin
Und andere mehr ...

Hintergrund

„Was wäre wenn? Alternative Gegenwarten und Projektionen in die Zukunft um 1914“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts Prag in Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Institut für Zeitgeschichte. Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt gefördert.

Termine

3. bis 5. Dezember 2014, jeweils 9.30 bis 17.45 Uhr
Was wäre wenn? Alternative Gegenwarten und Projektionen in die Zukunft um 1914.
Internationale Konferenz, Goethe-Institut Prag, 2. Stock, Deutsch und Tschechisch mit Übersetzung
 
3. Dezember 2014 bis 31. Januar 2015

THE MAKING OF… GHOSTS
Stimmen und Erscheinungen in Archiven des Ersten Weltkriegs.
Eine Installation von Britta Lange und Philip Scheffner mit Tonaufnahmen u.a. aus dem Lautarchiv der Humboldt-Universität.

Kontakt

Viola Noll
Pressereferentin
Goethe-Institut Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906-471
noll@goethe.de
 
Monika Loderová
Goethe-Institut Prag
Tel.:  + 420 221 962-242
monika.loderova@prag.goethe.org