Italien „Performing Architecture“ auf der Biennale in Venedig

Mit der Reihe „Performing Architecture“ beteiligt sich das Goethe-Institut an der Internationalen Architekturbiennale Venedig und setzt sich mit den Schnittstellen von Architektur und darstellenden Künsten auseinander. Inhaltlich orientieren sich die Performances und Diskussionen am Thema des deutschen Pavillons „Making Heimat. Germany, Arrival Country“ und dem Motto der Biennale „Reporting from the Front“.
 
Venedig
26. Mai bis 29. Oktober 2016
 

Hamburg-Veddel | Foto: Christan Bartsch Hamburg-Veddel | Foto: Christan Bartsch Wie begegnen sich Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, religiösen und sozialen Hintergründen in einer Stadt? Welche Vorstellungen von Heimat entwickeln sie? Welche Rolle spielt dabei die Architektur? Die Künstler der Programmreihe „Performing Architecture“ – darunter Fabrice Mazliah, Johan Bettum, Björn Bicker, Malte Jelden und Michael Graessner – gehen diesen Fragen in experimentellen Formaten nach, ermöglichen Begegnungen und schaffen temporäre Orte des Austauschs. Im Wechselspiel mit anderen Künsten zeigt Architektur so eine neue gesellschaftliche Relevanz.

Kommunikation in Bewegung

Mit „In Act and Thought – A Score for Six Performers“ (26. und 27. Mai) entwickelt der Choreograf Fabrice Mazliah eigens für „Performing Architecture“ eine neue Version eines Stücks, das im Juni 2015 mit der Forsythe Company Premiere hatte. Die Neubearbeitung greift das Prinzip einer „Guided Tour“ auf: Was geschieht, wenn man sich während der laufenden Aufführung mit einem Performer darüber austauschen kann, was er oder sie gerade macht? Und wie wirkt sich diese Verständigung auf die Bewegung aus?

Von Philosophie bis Kochkunst

Auf dem Panel „ARCH+ features #50“ (28. Mai) diskutieren die Architekten Arno Brandlhuber und Christian Kerez mit dem Philosophen Armen Avanessian, der Fotografin Erica Overmeer sowie dem Regisseur Christopher Roth über ihre Beiträge zur Biennale.

Am 29. Mai lädt das Goethe-Institut zu der experimentellen Gesprächsreihe „Culinary Lessons“ mit Tobias Rehberger, Sanford Kwinter, Daniel Birnbaum, Jan Åman, Fabrice Mazliah und Johan Bettum ein. Gemeinsam mit CONVIVIUMEPULUM, einem von Fabrice Mazliah konzipierten choreografischen Koch- und Essensevent, schließen sie die Programmreihe „Performing Architecture“ im Oktober ab.

Eine neue Botschaft

Mit „The Veddel Embassy: Representing Germany“ kommen die Künstler Björn Bicker, Michael Graessner und Malte Jelden vom 18. bis 22. Oktober nach Venedig. Zusammen mit Bewohnerinnen und Bewohnern des multikulturellen, von Migrationsbewegungen geprägten Hamburger Stadtteils Veddel – der sich immer wieder gegen mediale Dämonisierungen behaupten muss – gründen sie auf der 15. Architekturbiennale eine eigene Botschaft, die „Veddel Embassy“. Hier sind alle Besucher eingeladen, das europäische Miteinander zu zelebrieren, in Frage zu stellen oder selber zu Botschaftern der Vielfalt zu werden.

Mit der Programmreihe „Performing Architecture“ beteiligt sich das Goethe-Institut an der Internationalen Architekturbiennale Venedig. Die Veranstaltung „ARCH+ features #50“ findet in Kooperation mit ARCH+, dem Schweizer Pavillon und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia statt. „Culinary Lessons/CONVIVIUMEPULUM“ wird vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain unterstützt. „The Veddel Embassy: Representing Germany” findet in Kooperation mit dem Hamburger SchauSpielHaus und dem Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Hamburg-Ost statt.

Kontakt

Dr. Jörg Schumacher
Pressesprecher und
Bereichsleiter Kommunikation
Goethe-Institut Zentrale
Tel.: +49 89 15921 249
joerg.schumacher@goethe.de

Judith Kurz
Bereich Theater und Tanz
Goethe-Institut Zentrale
Tel.: +49 89 15921 534
judith.kurz@goethe.de